DGK e.V. -Es krabbelt und kribbelt wieder auf so manchem Kinderkopf – Läuse haben nach den Sommerferien Hochsaison.
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Kopfläuse, Kindergärten, Schulen, Läuse, Befall, Therapie
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Kopfläuse: Hochsaison nach den Sommerferien

(Marburg, 09.09.04) Es krabbelt und kribbelt wieder auf so manchem Kinderkopf – Läuse haben nach den Sommerferien Hochsaison. So rufen nicht nur etwa 20 Kindergärten und Schulen in Darmstadt und dem Kreis Darmstadt-Dieburg laut Oberhessische Presse vom 09. September 2004 Läuse-Alarm aus. Auch in anderen Teilen Deutschlands wurde mehrfach Läusebefall gemeldet. Kinder bringen die blutsaugenden Souvenirs häufig aus dem Urlaub mit und verteilen sie in Kindergarten und Schule, sagen Experten. Bei der Übertragung spielen Gegenstände wie Kämme oder Mützen keine so große Rolle. Sie geschieht fast immer direkt von Kopf zu Kopf. Läuse halten sich in der Regel nahe der Kopfhaut auf. Sie wandern nur, wenn sie satt sind, aber lediglich bis ans Ende der Haare. Übertragen werden sie zum Beispiel, wenn Kinder beim Spielen die Köpfe zusammenstecken. Über parallel liegende Haare gelangen die kleinen Vampire dann von Kopf zu Kopf. Das ist jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Lausbefall ist auch weder ein Grund zu Scham und hat auch nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun. Nach Feststellen eines Befalls sollte nach Angaben des Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) in Marburg sofort eine geeignete Therapie durchgeführt werden. Es ist nicht notwendig, dass Kinder längere Pausen beim Schulbesuch einlegen oder Mütter sich auf Läusejagd in der Wohnung begeben.

Lauskralle
Foto: Läuse können nicht aus den Haaren ausgewaschen werden. Mit Hilfe ihrer Krallen können sie sich gut festhalten.
Quelle: Prof. Dr. U.- F.Haustein, Leipzig

Nach der Entdeckung eines Lausbefalls sollten umgehend alle Kontaktpersonen auf Läuse untersucht und gegebenenfalls sofort eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel begonnen werden, rät das DGK. Zuverlässig wirksam sind nur Kopflauspräparate, die als Arzneimittel zugelassen sind. Hierfür stehen in Deutschland Präparate mit folgenden Wirkstoffen zur Verfügung: Permethrin, Pyrethrum, Allethrin und Lindan. In der Apotheke gibt es die entsprechenden Mittel zu kaufen. Davon besitzt allein Permethrin eine starke Wirkung auch auf die Lauseier (Nissen), weshalb eine einmalige Anwendung meist ausreicht. Bei den anderen Mitteln ist dagegen immer eine Zweitbehandlung nach acht bis zehn Tagen notwendig, da Lauseier, aus denen weitere Läuse schlüpfen können, die erste Anwendung oftmals überleben. Läuse benötigen etwa alle drei Stunden ein Blutmahlzeit und ein ihnen entsprechendes Klima. Außerhalb des menschlichen Haarschopfes können Läuse deshalb nicht lange überleben. Dennoch sollten sicherheitshalber Kämme, Bürsten und Haarschmuck gereinigt werden. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten entweder bei 60° gewaschen oder für eine Woche in einem gut verschließbaren Plastikbeutel gelagert werden. Kuscheltiere bei mindestens minus zehn Grad für einen Tag im Gefrierfach deponieren. Teppiche, Böden und Polstermöbel mit dem Staubsauger reinigen. Laut DGK ist es jedoch noch viel wichtiger, mehrmals Nachkontrollen der Kinderköpfe durchzuführen. Dabei werden die Haare mit einem speziellen Kamm auf Läuse untersucht. Laut Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin dürfen Kinder direkt nach der korrekten Behandlung mit den oben aufgeführten Mitteln wieder Schule oder Kindergarten besuchen. Die Behandlung muss von den Eltern schriftlich bestätigt werden.

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Bundesweite Aufklärungskampagne zum Start der 'Läusesaison'
Im Herbst 2006: „Läuse-Alarm“ - die neue Kindergarten-Aktion des DGK und Mosquito®

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