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Holländische Studie: Sieben Prozent aller Kinder erleiden nach bakterieller Meningitis einen Gehörverlust
(Marburg, 10.02.04) Zu den gravierenden Folgen einer Hirnhautentzündung (Meningitis) zählt der Verlust des Gehörs. Ein holländisches Forscherteam hat in einer Untersuchung bei 628 an Meningitis erkrankten Kindern ermittelt, wie viele von ihnen bleibende Hörschäden davontrugen: 43 der Kinder – also sieben Prozent – hatten einen Gehörverlust, davon drei Prozent auf einem Ohr und vier Prozent auf beiden Seiten.
Zu den identifizierten Erregern gehörten Meningokokken (Neisseria meningitidis), Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae), Kolibakterien (Escherichia coli) und Listeria monocytogenes.
Die Studie (veröffentlich in Pediatrics 112, 2003) erbrachte zudem ein weiteres Ergebnis: Nur bei 68 Prozent der Patienten wurde bei Kontrolluntersuchungen routinemäßig ein Hörtest durchgeführt. Bei diesen Kindern hatten 75 Prozent eine Hörstörung. Da Hörstörungen und Hörminderungen ganz massiv die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen, ist es sehr wichtig, möglichst früh eine Diagnose zu erhalten und in Zusammenarbeit mit HNO-Arzt und Hörakustiker die optimale “Hörhilfe” (Hörgerät) für das Kind zu finden.
Fazit: Nach bakterieller Meningitis sollte bei allen Patienten einen Hörtest vorgenommen werden.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter www.agmk.de oder www.fgh-gutes-horen.de .

