DGK e.V. -Nach dem jüngsten Ausbruch von Hepatitis A in einem Ägyptischen Hotel haben sich 190 infizierte deutsche Touristen gemeldet.
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Hepatitis A in Ägypten

(Marburg, 07.09.04) Nach dem jüngsten Ausbruch von Hepatitis A in einem Ägyptischen Hotel haben sich 190 infizierte deutsche Touristen gemeldet. Bei 176 von ihnen sei die Hepatitis A bereits durch Laboruntersuchungen auch bestätigt worden, teilte der Sprecher des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) Günther Dettweiler am gestrigen Montag mit. Die restlichen Tests würden noch ausgewertet.
Das ägyptische Gesundheitsministerium hatte die Küche des Hotels im Badeort Hurghada inzwischen schließen lassen. Das Auswärtige Amt rät Ägypten-Touristen nun in seinen Reisehinweisen zu einer Hepatitis-A-Impfung.

(Marburg, 01.09.04) Die Zahl der registrierten Hepatitis-A-Infektionen nach Urlaub in einem ägyptischen Hotel hat sich auf etwa 170 erhöht. Darunter seien knapp 140 Deutsche sowie Touristen aus anderen Staaten, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) gestern in Berlin mit.
Die Infektionsquelle wurde nach Angaben von Ärzten in Kairo bislang nicht entdeckt. Berichte, wonach das Hotel verunreinigten Fruchtsaft bezogen haben soll, bestätigten sich nicht. Das Tourismusministerium in Kairo erklärte am Montag, nach Bekanntwerden der Erkrankungen sei das Hotel von den ägyptischen Behörden inspiziert worden. Nur während dieser Zeit sei ein Teil der Küche geschlossen worden.

(Marburg, 30.08.04) Mehr als 120 Urlauber, darunter rund 100 Deutsche, sind nach einem Urlaub in Ägypten an Hepatitis A erkrankt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin am Sonntag mitteilte, hatten sich die Betroffen zwischen dem 10. Juni und Ende Juli in einem Hotel in Hurghada aufgehalten. Die Infektionsquelle sei nach wie vor ungeklärt. Weitere Infizierungen seien nicht ausgeschlossen. Bisher seien Urlauber im Alter zwischen 6 und 66 Jahren betroffen. Ein Teil von ihnen wurde zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. Woher die Betroffenen kommen, wurde nicht gesagt. Unter ihnen seien auch Urlauber aus Belgien und Österreich. Alle Betroffenen müssten Fragebögen ausfüllen.

Die oft als "Reisegelbsucht" bezeichnete Hepatitis A wird durch den Verzehr von mit Hepatitis A-Viren verunreinigtem Wasser oder Lebensmitteln übertragen. Die Erreger sind sehr resistent und können etwa in Eiswürfeln oder nicht ausreichend gekochten Speisen überleben und vermehrungsfähig bleiben. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion - zum Beispiel durch die gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen - ist nicht ausgeschlossen.
Die Symptome sind schweres Krankheitsgefühl, Magen-Darm-Beschwerden, heller Stuhl und dunkler Urin sowie eine Gelbfärbung von Haut und Augen. Vor allem Erwachsene können schwer an Hepatitis A erkranken.

Reisende in Länder, in denen die Hepatitis A gehäuft auftritt, sollten gegen Hepatitis A geimpft sein, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI. So könnten Ausbrüche wie der in Ägypten sicher vermieden werden.

In welchen Ländern die Hepatitis A auftritt, das erfahren Sie auf der DGK-Homepage oder direkt unter www.ibera-online.de.

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