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(Marburg, 14.06.04) Die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gang und viele Nachwuchssportler eifern ihren Vorbildern nach. Auf Straßen und Wiesen wird gekickt, was das Zeug hält. Auf die Gesundheit wird dabei nicht immer geachtet. Doch: Sportverletzungen in der Jugend können zu einer Arthrose in relativ jungen Jahren führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Professor Dr. Harald Roos und Dr. Anna Osterberg, Universität Lund in Schweden.
Die beiden Forscher haben 94 Fußballspielerinnen untersucht, die bereits mit 19 Jahren auf dem Platz eine Kreuzbandverletzung erlitten hatten. Zwölf Jahre später, die Damen waren jetzt 31 Jahre jung, hatten 34 Prozent von ihnen eine radiologisch gesicherte Kniearthrose. Professor Roos ist der Ansicht, dass Verletzungen des vorderen Kreuzbandes ein bedeutender Risikofaktor für die Arthrose darstellen. Weibliche Spieler sind dabei einem höheren Risiko ausgesetzt als männliche Bolzer, deren vorderes Kreuzband lädiert worden ist. Chirurgische Eingriffe hatten weder Einfluss auf die Entstehung der Arthrose noch auf die Symptome.
Deshalb: Vorsicht beim Fußball spielen. Fair geht vor!

