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Aktuelle Information zur Vogelgrippe unter:
Vogelgrippe in Deutschland
zum Krankheitsbild Influenza:
Influenza: Krankheitsbild und Symptome
(Marburg, 09.03.05) Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt in Deutschland erreicht oder sogar überschritten. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) hervor. Die Aktivität der Grippe lag demnach in der vergangenen Woche weiterhin "auf hohem Niveau". Während in den östlichen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Erkrankungen noch zunahmen, wurde aus den anderen Landesteilen bereits ein leichter Rückgang gemeldet. Die diesjährige Grippesaison ist stärker verlaufen als im vergangenen Jahr, sagte AGI-Experte Walter Haas vom Robert Koch-Institut (RKI) Berlin. Allerdings sei die Vergleichssaison 2003/2004 auch eher moderat gewesen. Nach Angaben von Andrea Grüber vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) in Marburg sind in diesem Jahr europaweit vor allem Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre betroffen. Zunehmend habe die Grippe in Deutschland aber auch auf andere Altersgruppen übergegriffen. Weniger betroffen waren demnach die über 60-Jährigen, auch weil in dieser Altersgruppe offenbar ein besserer Impfschutz besteht. In Deutschland sterben jedes Jahr bei einer durchschnittlichen Grippewelle 5.000 bis 8.000 Patienten an den Folgen der Erkrankung. Außerhalb Deutschlands wurde vor allem aus Tschechien noch ein starker Anstieg der Grippefälle gemeldet. In Österreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Polen hat die Erkrankungswelle laut AGI offensichtlich ihren Höhepunkt erreicht. Weitere Informationen finden Sie unter influenza.rki.de/agi.
Die Grippewelle rollt
(Marburg, 16.02.05) Die Grippe greift um sich. Nahezu ganz Deutschland ist betroffen. Die Anzahl der aktuellen Fälle deutet auf eine bei weitem größere Grippe-Aktivität als in der letzten Grippe-Saison hin. Nach dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) ist die Aktivität in der Meldewoche vom 5. bis zum 11. Februar 2005 weiter angestiegen. Noch lässt sich die Stärke der heranrollenden Grippewelle nicht abschätzen. Zurzeit sind vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Aber auch bei den Erwachsenen von 35 bis 60 Jahren ist inzwischen eine Zunahme der Erkrankungszahlen zu beobachten. Während sich die Lage in Spanien bereits wieder entspannt hat, verzeichnet Portugal erneut einen steilen Anstieg der Grippeaktivität. Die meisten europäischen Länder berichten ebenfalls von einer steigenden Zahl Erkrankter, vor allem Österreich, die Niederlande, Slowenien und die Schweiz, auch in Belgien, Frankreich und Italien gibt es einen wenn auch leichteren Anstieg .
Achtung: Eine Influenza ist eine ernsthafte, schwere Erkrankung und nicht zu verwechseln mit einer banalen Erkältung. Wer nicht geimpft ist, muss besonders auf die ersten typischen Anzeichen achten: Plötzliches schweres Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und nachfolgend Fieber, Schweißausbrüche und heftige Kopfschmerzen. Auch ein trockener Husten gehört zu den klassischen Influenzazeichen. Gehen Sie mit solchen Symptomen sofort zum Arzt, denn jetzt ist eine schnelle Behandlung entscheidend.
Weitere Informationen finden Sie unter http://influenza.rki.de/agi.
Grippevirus breitet sich im Süden Deutschlands aus
(Marburg, 27.01.05) Die aktuelle Auswertung der vergangenen Woche, die unter der Leitung des Robert Koch-Institutes (RKI) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentren für Influenza (NRZ) und dem Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) erstellt wird, ergab, dass sich das Grippevirus vor allem im Süden Deutschlands weiter ausbreitet.
Ob die leichte Zunahme der Viruszirkulation bereits auf eine Grippewelle hindeute, sei jedoch offen, sagte Dr. Andrea Grüber von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). In den vergangenen Jahren habe die Grippe Deutschland häufig erst im Februar erfasst. "Bisher haben wir nach wie vor nur sporadische Virusnachweise", berichtete Grüber.
Für Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke ist es aber höchste Zeit für eine Impfung. Besonders Kinder und Jugendliche haben den Daten der AGI zufolge wegen Atemwegserkrankungen häufiger den Arzt aufgesucht.
In Europa hat die Influenza bereits Fuß gefasst: Spanien wird derzeit von einer sehr starken Grippewelle überrollt. Auch Portugal und Italien haben einen Anstieg der Erkrankungszahlen gemeldet.
Weitere Informationen finden Sie unter http://influenza.rki.de/agi.
Notfallplan für den Fall einer weltweiten Grippe-Epidemie
(Marburg, 12.01.05) Das Risiko einer schweren, weltweiten Influenza-Epidemie wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO derzeit als so hoch wie nie zuvor eingeschätzt. Weil sich das Vogelgrippevirus H5N1 in Südostasien stark ausgebreitet habe, bestehe die Gefahr einer Neukombination von Influenzaviren und damit die Gefahr eines pandemischen Virus und einer weltweiten Influenzawelle, sagte gestern der Präsident des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI), Professor Reinhard Kurth.
Das RKI hat daher einen gemeinsam von Bund und Ländern getragenen Nationalen Influenzapandemieplan veröffentlicht. Der Plan enthält Empfehlungen zur Vorbereitung auf eine solche weltweite Influenzawelle (Pandemie) und für Maßnahmen im Pandemiefall. Er fasst auf etwa 70 Seiten die Ausgangssituation, grundlegende Überlegungen und Konzepte für eine Vorbereitung zusammen, basierend auf der Arbeit einer nationalen Expertenkommission am RKI. Die Experten gehen davon aus, dass bei einer künftigen Pandemie in wenigen Wochen allein in Deutschland 100.000 Menschen der Influenza erliegen könnten. Die Entwicklung einer weltumfassenden Grippewelle könne selbst durch anti-epidemische und seuchenhygienische Maßnahmen nicht verhindert werden. "Niemand kann vorhersagen, wann eine Pandemie auftreten wird, aber das Bedrohungspotential ist vorhanden und verdeutlicht die Notwendigkeit von vorbereitenden Maßnahmen", betont Kurth.
"Die Veröffentlichung des Pandemieplans soll dazu beitragen, die notwendigen Vorbereitungs- und Schutzmaßnahmen aufzuzeigen sowie eine breite Diskussion über die Fachkreise hinaus zu ermöglichen", unterstreicht Reinhard Kurth. Bund und Länder halten insbesondere die möglichst frühzeitige Verfügbarkeit eines Impfstoffs im Falle einer Pandemie für vordringlich. Bei einer Pandemie sollte auch eine ausreichende Menge an antiviralen Arzneimitteln zur Therapie aller Erkrankten zur Verfügung stehen. Jedes Bundesland und jeder Stadt- oder Landkreis soll einen örtlichen Pandemieplan entwerfen, auch Krankenhäuser sollen vorbereitet sein. Der vorgelegte Pandemieplan wird kontinuierlich fortgeschrieben.
Im Gegensatz zu den Erregern der jährlichen, "gewöhnlichen" Influenzawellen wird eine Pandemie durch ein Influenzavirus verursacht, das entweder völlig neu ist oder zuvor jahrzehntelang nicht in der menschlichen Bevölkerung zirkulierte. Da die Bevölkerung weltweit mit diesem neuen Erreger ("viraler Subtyp") niemals Kontakt hatte, trifft dieser auf ein völlig unvorbereitetes Immunsystem, das keinen spezifischen Schutz bieten kann.
Weitere Informationen:
http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM
Influenza-Seiten des Robert Koch-Instituts, unter anderem mit dem Influenzapandemieplan und Antworten auf häufig gestellte Fragen
http://www.who.int/csr/disease/influenza/pandemic/en/
Internet-Seiten der Weltgesundheitsorganisation zu "Pandemic preparedness"

