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(Marburg, 16.11.04) Wer nach Großbritannien reist, sollte gegen Mumps geschützt sein!
Alle, die in Kürze eine Reise nach Großbritannien planen, sollten unbedingt ihren Schutz gegen Mumps überprüfen, der durch zweimalige Impfung oder durch sicher durchgemachte Erkrankung entsteht. Der Grund: Unter Studenten an zahlreichen Hochschulen des Landes ist es in jüngster Zeit erneut zu einer Welle von Erkrankungen gekommen.
Bereits Ende vorigen und Anfang diesen Jahres wurden ähnliche Ausbrüche in England, Wales und Schottland bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beobachtet. Viele Hochschulen bieten inzwischen Impftage an, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Es sind dort vor allem Geburtsjahrgänge betroffen, die in einer Übergangsphase nur gegen Masern und Röteln, nicht aber gegen Mumps geimpft wurden.
Mumps, häufig auch Ziegenpeter genannt, wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Niesen oder Husten. Die Krankheit bricht zirka zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung aus. Typische Symptome sind Ohrenschmerzen, Schmerzen beim Kauen und eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Es kann in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen sowie zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und anderer Drüsenorgane kommen. Bleibende Schäden, wie beispielsweise Schwerhörigkeit oder bei Männern Sterilität in Folge einer doppelseitigen Hodenentzündung, sind möglich.
Effektiven Schutz gegen die Infektion bietet die Impfung. In Deutschland wird die Mumpsimpfung in Kombination mit der gegen Masern und Röteln (MMR-Impfung) für Kinder von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Eine 2. Impfung im 2. Lebensjahr ist notwendig, um Impflücken sicher zu schließen. Die Kombinationsimpfung ist auch noch für Erwachsene sinnvoll, die über keine ausreichende Immunität verfügen.
Quellen:
ProMED-mail post, 10.11.04 (www.promedmail.org), a program of the International Society for Infectious Diseases (www.isid.org) u.a.
Aktuelle Informationen über Reiseimpfungen für alle Länder der Welt finden Sie auf www.ibera-online.de

