DGK e.V. -Bezugnehmend auf UNAIDS (www.unaids.org) leben derzeit weltweit 39,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Die Zahl der Todesopfer im Jahr 2004 beträgt 3,1 Millionen Menschen.
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AIDS, UNAIDS, Neuifektion, Frauen, DGK, Afrika, Gesundheit, Schwangerschaftsvorsorge, HIV-Test
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Aids: Zunehmend sind Frauen betroffen

(Marburg, 30.11.04) Bezugnehmend auf UNAIDS (www.unaids.org) leben derzeit weltweit 39,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Die Zahl der Todesopfer im Jahr 2004 beträgt 3,1 Millionen Menschen. Neuinfektionen mit der Immunschwächekrankheit gibt es in diesem Jahr 3,1 Millionen, rund 100.000 mehr als im vergangenen Jahr. Krisenregion Nummer eins bleibt dabei nach wie vor das südliche Afrika. Dort leben mehr als 25 Millionen Menschen mit der Krankheit.

"Frauen, Mädchen, HIV und Aids" ist das Motto des Welt-Aids-Tages 2004 am 1. Dezember. Der Grund: Von der Immunschwächekrankheit Aids sind weltweit (mit 50 Prozent) und auch in Deutschland zunehmend Frauen und Mädchen betroffen. In Deutschland trete das Virus besonders stark bei Migrantinnen auf, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung, Hans Christoph Uleer, am Montag in Bonn anlässlich des Welt-Aids-Tages. In Deutschland liege der Anteil der HIV-infizierten Frauen insgesamt bei 20 Prozent aller Infizierten, der der an Aids erkrankten Frauen bei 13 Prozent, sagte Uleer. Die größten Zuwachsraten weltweit bei den HIV-Neuinfektionen von Frauen verzeichne Ostasien, gefolgt von Osteuropa und Zentralasien.

Offenbar wird auch in der Schwangerschaftsvorsorge immer noch nicht allen Frauen ein HIV-Test angeboten. Die medizinischen Möglichkeiten der Prophylaxe sind aber inzwischen so gut, dass eine Übertragung des Virus auf das Kind fast immer verhindert werden könnte. Trotzdem wurden im laufenden Jahr bislang schon 19 HIV-Infektionen bei Neugeborenen und Kindern diagnostiziert. Bei acht Fällen wurde die Infektion der Mutter in der Schwangerschaft nicht erkannt, in drei Fällen war die Betreuung der Schwangeren lückenhaft - die anderen Kinder wurden im Ausland geboren.

Eine Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts (RKI), HIV-1-Serokonverterstudie, die gesicherte Neuinfektionen untersucht, gibt wichtige Daten zum Verlauf von HIV-Infektionen und zur Resistenz der Erreger. Seit einigen Jahren werden bei 16 bis 18 Prozent der frisch Infizierten resistente Viren gefunden, die auf mindestens eines der gängigen Medikamente nicht mehr ansprechen. "Daher sollte vor Beginn einer antiretroviralen Therapie eine Resistenztestung durchgeführt werden, um eine resistenzgerechte Medikamentenkombination auszuwählen und die Therapieaussichten zu verbessern", betont Prof. Reinhard Kurth, Präsident des RKI.

Weitere Informationen:

Epidemiologisches Bulletin 47/2004
http://www.rki.de/INFEKT/EPIBULL/EPI.HTM
Informationen zu HIV/AIDS
http://www.rki.de/INFEKT/AIDS_STD/AZ.HTM

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