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Vogelgrippe bei Ungarns Hausgeflügel
(Marburg, 19.06.06) Das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 ist in Ungarn erstmals bei Hausgeflügel aufgetreten. Die in der vergangenen Woche in drei landwirtschaftlichen Betrieben im südungarischen Kiskunmajsa erkrankten Zuchtgänse wurden vom H5N1-Erreger befallen, berichtete der ungarische Rundfunk am Samstag unter Berufung auf die am Vorabend aus dem EU-Referenzlabor in London eingetroffenen Untersuchungsergebnisse.
In Indonesien ist die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Vogelgrippe auf 38 gestiegen. Zuletzte starben ein 15-jähriger Junge im Westen der Insel Java und ein 7-jähriges Mädchen aus Jakarta. Seit 2004 hat H5N1 gemäß den Aufzeichnungen der WHO insgesamt 129 Menschen getötet, rund 200 Millionen Vögel sind entweder am Virus verendet oder wurden getötet.
China meldet neuen Vogelgrippe-Patienten
(Marburg, 14.06.06) Ein 31-jähriger Mann ist in Südchina an der Vogelgrippe erkrankt. Sein Zustand wurde am Mittwoch in chinesischen Medienberichten als lebensbedrohlich beschrieben. Er sei am Freitag mit Fieber, Husten und Schmerzen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Labortests des Gesundheitsamtes von Shenzhen zeigten den H5N1-Virus. Der Fall muss noch durch das Gesundheitsministerium in Peking offiziell bestätigt werden. Dann wäre es die 19. amtlich eingeräumte Infektion eines Menschen in China. 12 von ihnen sind gestorben.
In Deutschland ist es still geworden um die Vogelgrippe. Seit dem Ausbruch der Seuche Anfang April in einem Betrieb in Sachsen, wo ein großer Teil des Bestandes getötet werden musste, gab es in Deutschland keine weiteren Fälle bei Nutztieren. Tatsächlich wirkt die Lage entspannt, denn auch bei Tests von Wildvögeln gab es in letzter Zeit weniger infizierte Tiere, wie das zuständige Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems jetzt berichtete. In der EU sind noch keine Menschen an dem Virus erkrankt.
Vogelgrippe-Weltkongress 2006 in Paris
Erstmals versammeln sich uber 200 internationale Spezialisten (Gesundheitsministerium, Polizei und Militär, Krisenmanagement, Transportunternehmen, öffentliche Vereine , Bürgermeister, Forscher, Pharmalabors, internationale Organisationen (WHO, OIE, Weltbank, EISS, GROG) sowie die Weltspezialisten auf diesem Gebiet ) vom 29. bis 30. Juni 2006 in Paris, um die neuesten Fortschritte bei der Bekämpfung der Vogelgrippe, im Besonderen neue therapeutische Ziele fur Behandlung und Pravention bei Menschen, zu diskutieren und Strategien zur Vermeidung oder Beendigung einer menschlichen Pandemie auszuarbeiten. Unter anderem wird es dann einen Überblick uber die weltweite Ausbreitung der Vogelgrippe geben.
Rumänien: Vogelgrippe breitet sich aus
(Marburg, 23.05.06) In Rumänien ist Geflügel in großen Betrieben und privaten Haushalten mit H5N1 infiziert. Insgesamt sind 38 Seuchenherde bestätigt. Auch Bukarest ist betroffen. 13.000 Menschen in einem Viertel der Hauptstadt Bukarest stehen unter Quarantäne.
Indonesien, Rumänien und Dänemark
(Marburg, 19.05.06) In Indonesien ist die Zahl der bestätigten Todesfälle durch die Vogelgrippe auf 31 gestiegen. Fast alle Todesopfer in Indonesien hatten engen Kontakt mit Geflügel, das in Südostasien traditionell häufig in unmittelbarer Nähe zu Menschen gehalten wird.
Im Norden von Sumatra wurde bei Schweinen das H5N1-Virus nachgewiesen, teilte der Agrarminister mit. Kürzlich starben in dem betreffenden Dorf sechs Mitglieder einer Familie in kurzer Zeit an einer Infektion mit dem H5N1-Virus. Ein siebtes Familienmitglied überlebte die Infektion. Diese so genannten "Cluster", die in jüngerer Vergangenheit mehrfach aufgetreten sind, könnten als Hinweis auf eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung interpretiert werden.
Auch in Dänemark gibt es jetzt einen Fall von Vogelgrippe bei Nutztieren. Wie die Behörden mitteilten, ist ein Geflügelhof auf der Insel Fünen im Süden des Landes betroffen. Um den Betrieb wurde entsprechend der EU-Vorschriften eine Sperrzone eingerichtet. Der Betrieb wurde umgehend komplett geräumt. Bisher wurde in Dänemark das H5N1-Virus nur bei Wildvögeln nachgewiesen.
In Rumänien breitet sich die Vogelgrippe weiter aus. Landesweit hat sich die Zahl der H5N1-Herde nach Angaben von Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur auf 18 erhöht, 16 davon liegen im Kreis Brasov. In 23 weiteren Orten herrsche Vogelgrippeverdacht. Das auch für Menschen gefährliche Virus war eine Woche zuvor in zwei großen Geflügelbetrieben im siebenbürgischen Ort Codlea nahe der Kreisstadt Brasov ausgebrochen.
Familie auf Sumatra an H5N1 gestorben
(Marburg, 16.05.06) Die Vogelgrippe hat in einer Familie auf der indonesischen Insel Sumatra ein fünftes Todesopfer gefordert. In Tests wurde bestätigt, dass der Todesfall auf den Erreger H5N1 zurückzuführen ist, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Die Familie der Opfer stammt aus dem Dorf Tanah Karo, wo es weitere Verdachtsfälle für die Infektion von Bewohnern mit dem Erreger der Vogelgrippe gibt. Alle fünf Familienmitglieder starben innerhalb einer Woche.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bislang weltweit 208 H5N1-Infektionen bei Menschen registriert, 115 dieser Patienten sind gestorben.
Hühner dürfen wieder ins Freie
(Marburg, 12.05.06) Mit Inkrafttreten der neuen "Verordnung zu Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der Klassischen Geflügelpest", die Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer erlassen hat, kann der größte Teil des Freilandgeflügels seinen Stall endlich wieder verlassen. Seit Mittwoch muss Federvieh zum Schutz vor der Vogelgrippe nur noch in gefährdeten Gebieten im Stall bleiben.
Die Stallpflicht wird nur noch für Gebiete mit Virus-infizierten Wildvögeln (vor allem an Seen und Flüssen), Regionen mit besonders viel Geflügel und Landstriche mit ausgewiesenen Wildvögel-Rast- und Brutgebieten aufrechterhalten. Auch in Geflügelpest-Sperrgebieten müssen die Tiere im Stall bleiben. Für Enten- und Gänsebestände gelten bei Freilandhaltung besondere Untersuchungsverpflichtungen. In welchen Regionen die Tiere nun weiterhin im Stall bleiben müssen, entscheiden die Kreise und kreisfreien Städte auf ihren ausdrücklichen Wunsch in Eigenregie.
In Dschibuti ist zweijährigen Mädchen an der Vogelgrippe erkrankt. Bei dem Kind sei die gefährliche Virusvariante H5N1 nachgewiesen worden, teilte der Gesundheitsminister des Landes am Donnerstag mit. Damit hat sich erstmals ein Mensch am Horn von Afrika mit der Krankheit infiziert.
Noch keine Entwarnung
(Marburg, 5.05.06) Wegen der Vogelgrippe wird die Stallpflicht für Geflügel in Deutschland auf unbefristete Zeit verlängert. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) habe am Donnerstag einer entsprechenden Regelung zugestimmt, teilte das Ministerium in Berlin mit. Die Eilverordnung solle über den jetzt geltenden Termin 15. Mai hinaus bestehen bleiben und spätestens Ende nächster Woche in Kraft treten. Gegen eine unbefristete Stallpflicht hatte es in den vergangenen Wochen massiven Widerstand von einigen Bundesländer und der Geflügelzuchtbranche gegeben.
"Das Risiko der Verbreitung der Vogelgrippe in Deutschland ist nach wie vor hoch und wird derzeit als deutlich höher eingeschätzt, als bei der ersten Aufstallungsanordnung im Herbst letzten Jahres", betonte Seehofer. Von Entwarnung könne keine Rede sein.
Vogelgrippe erstmals bei Storch nachgewiesen
(Marburg, 4.05.06) Die Asia-Variante des Vogelgrippe-Erregers ist erstmals bei einem Storch nachgewiesen worden. Das Tier hat sich wahrscheinlich in Deutschland infiziert und seinen Brutpartner angesteckt. Experten warnen davor, die Bestimmungen zum Schutz von Geflügel zu lockern.
Das Storchenpaar habe sich nach einer ersten Einschätzung vermutlich nicht in Afrika, sondern in Deutschland infiziert, so Experten vom Friedrich-Loeffler- Instituts (FLI). Die verendeten Tiere hätten sehr viel Virus in sich getragen. Es handelte sich demnach wahrscheinlich um akute, nicht länger zurückliegende und mild verlaufende Infektionen. Es sei zudem unwahrscheinlich, dass infizierte Tiere von Afrika nach Deutschland fliegen könnten.
Stallpflicht vorerst bis Mitte Mai
(Marburg, 27.04.06) Die Stallpflicht für Geflügel in Deutschland ist zunächst nur bis zum 12. Mai verlängert worden. Das hat der Nationale Krisenstab beschlossen. Damit setzten sich die Länder gegen Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer durch. Dieser wollte die Stallpflicht unbefristet verlängern.
In Sachsen war gestern der erste Vogelgrippefall bei einem Wildvogel bekannt geworden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tiergesundheit in Riems wies den H5N1-Erreger bei einer Reiher-Ente nach, die im Landkreis Bautzen gefunden wurde. Noch unklar ist, ob es sich dabei um die für den Menschen gefährliche Asia-Variante handelt.
Erstmals wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 auch bei einem Weißstorch im Osten Brandenburgs nachgewiesen. Bislang sei weltweit kein Fall bekannt, in dem sich Störche mit dem Virus infiziert hatten, sagte eine Sprecherin des FLI.
Stallpflicht in Deutschland bleibt bestehen
H5N1 im Sudan und in der Türkei
(Marburg, 24.04.06) Die Stallpflicht für Geflügel in Deutschland bleibt weiterhin unbefristet bestehen. Ausnahmen für Freilandhaltungen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich, zum Beispiel wenn der Geflügel haltende Betrieb nicht in einer geflügeldichten Region gelegen ist. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte, dass angesichts der zahlreichen positiv getesteten Wildvögel die Gefahr für einen Eintrag des Geflügelpest-Virus in die Nutzgeflügelbestände als nach wie vor hoch angesehen wird (www.fli.bund.de).
Bislang sind in Deutschland 322 Wildvögel, drei Katzen sowie ein Steinmarder positiv auf das hochansteckende Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1 Asia getestet worden. Betroffen war bereits ein Geflügelhof in Westsachsen mit etwa 1.400 Puten, in dem innerhalb eines Tages die Hälfte der Tiere verendet waren.
In Europa und den angrenzenden Ländern gab es bisher Nachweise aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Georgien, Griechenland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, der Schweiz, Serbien und Montenegro, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, der Ukraine, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und aus Zypern. Damit hat sich das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAIV) vom Typ H5N1 Asia auch in Ost- und Zentral-Europa flächendeckend ausgebreitet. Zusätzlich zum Geschehen in Wild- und Nutzvögeln waren in Südostasien, der Türkei, in Aserbaidschan, Ägypten und im Irak Krankheits- und Todesfälle beim Menschen zu verzeichnen.
Siehe dazu auch:
Neue Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts - Hohe Gefährdung für Nutzgeflügel in Deutschland Pressemeldung vom 21. April 2006
Suda: In den zentralsudanesischen Bundesstaaten Khartoum and Gezira sind Fälle von Vogelgrippe durch das H5N1 - Virus aufgetreten. Betroffen sind laut einer Meldung des Internationalen Tierseuchenamtes Geflügel aus Hinterhof- , Freilandhaltung und in kommerzieller Stallhaltung. Von den seuchenbedingten Todesfällen und Keulungen sind mehr als 65.000 Federtiere betroffen.
Türkei: Laut einer Meldung des Internationalen Tierseuchenamtes sind in den türkischen Provinzen Kars und Yozgat erneut Fälle von Vogelgrippe durch das H5N1 - Virus aufgetreten. Betroffen sind Hühner und Gänse in Hinterhof- und Freilandhaltung.
Verlängerte Geflügelstallpflicht?
(Marburg, 19.04.06) Die Vogelgrippe ist in Deutschland seit dem Ausbruch der Seuche Mitte Februar bei bisher 305 Wildvögeln, drei Hauskatzen und einem Steinmarder nachgewiesen worden. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems hervor.
Die meisten Tiere mit dem gefährlichen H5N1-Virus wurden demnach in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt. Dort wurde der Erreger bei 200 Wildvögeln diagnostiziert. Allein 165 dieser positiv getesteten Tiere wie auch die vier Säugetiere stammen von der Insel Rügen, wo die ersten deutschen Vogelgrippefälle aufgetreten waren. Auf einem Geflügelhof im sächsischen Wermsdorf erkrankten nach Angaben des FLI insgesamt 1.400 Truthühner an der Vogelgrippe, rund 800 Tiere starben. Der Bestand mit 14.300 Tieren wurde getötet. Es war der erste Fall von Vogelgrippe bei Nutzgeflügel in Deutschland.
Epidemiologisches Bulletin Nr. 31/2006: Lagebericht zur Aviären Influenza unter:
http://www.fli.bund.de/avi_Flu/LB_Influenza.pdf
Die Geflügelwirtschaft ist dafür, dass die Stallpflicht zum Schutz vor der Vogelgrippe verlängert wird. Zunächst sollten die Tiere bis zum 12. Mai weiter eingesperrt bleiben. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer will noch in diesem Monat entscheiden, ob die Stallpflicht verlängert wird.
In Ägypten ist mittlerweile ein vierter Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gestorben.
Geflügelbetrieb in Sachsen betroffen
(Marburg, 5.04.06) Der auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus ist erstmals in einem deutschen Nutztierbetrieb bestätigt worden. Betroffen ist ausgerechnet Sachsens größte Geflügelfarm, ein Putenzuchtbetrieb in Wermsdorf östlich von Leipzig, wie das Sozialministerium in Dresden heute bestätigte. Nun werden alle Tiere, ingesamt rund 16.000 Vögel, gekeult. Rund 700 Tiere waren bereits verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte bei Untersuchungen am Mittwoch das hoch ansteckende Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt. Geprüft werde noch, ob es sich bei dem Virus um die aggressive Variante "Asia" handelt.
In Bayern gibt es sieben neue Fälle von Vogelgrippe. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Montag in München wurden im mittelfränkischen Landkreis Ansbach drei infizierte Schwäne gefunden. Weitere tote Tiere wurden im niederbayerischen Kelheim sowie in den Kreisen Neustadt/Aisch, Garmisch-Partenkirchen und Neu-Ulm entdeckt. Insgesamt gebe es damit 47 Vogelgrippefälle in Bayern, berichtete das Ministerium.
In Kambodscha ist am Mittwoch ein zwölfjähriger Junge an der Vogelgrippe gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer des H5N1-Virus in dem südostasiatischen Land auf insgesamt sechs, wie die Gesundheitsbehörden erklärten. Nach Angaben der Eltern des Jungen sei er mit Geflügel in Kontakt gekommen, das offenbar mit der Vogelgrippe infiziert gewesen sei. Weltweit sind der Vogelgrippe bisher mindestens 108 Menschen erlegen.
Epidemiologisches Bulletin Nr. 29/2006
Aktueller Lagebericht zur Aviären Influenza (Stand 4.04.06):
www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/av_Influ/LB_Influenza.pdf
Krankheitsfälle in Ägypten, Jordanien und Indonesien
(Marburg, 4.04.06) Zwei Mädchen im Alter von sechs und eineinhalb Jahren sind in Ägypten an der Vogelgrippe erkrankt, teilte der ägyptische Gesundheitsminister Hatem el Gabali mit. Ihm zufolge hätten sich beide Mädchen in der Provinz Kafr asch-Scheich (nördlich von Kairo) mit toten Hühnern gespielt und sich mit dem H5N1-Virus angesteckt. Ihr Zustand sei stabil, informierte der Minister. Die Angehörigen beider Mädchen seien gesund. Am 17. Februar war in Ägypten das Verenden von Geflügel gemeldet. Seitdem erkrankten neun Menschen an der Vogelgrippe. Eine 30-jährige Frau aus der Provinz Kaljubija erlag am 18. März der Krankheit.
Jordanien registrierte unterdessen die erste H5N1-Infektion bei Menschen. Es handle sich um einen Ägypter, der zwei Tage zuvor eingereist sei, teilte das Jordanische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Er habe sich bereits in seinem Heimatland infiziert.
In Indonesien ist ein erst ein Jahr altes Mädchen das 23. Todesopfer durch die Vogelgrippe geworden. Tests in einem Labor der Weltgesundheitsorganisation bestätigten laut WHO eine Infektion des Kleinkindes in Jakarta mit dem aggressiven Virustyp H5N1.
Das Robert Koch-Institut zur Einschätzung der aktuellen Situation der Vogelgrippe (aviäre Influenza): www.rki.de/Aktuelle__Informationen.html
Berlin als siebtes Bundesland betroffen
(Marburg, 27.03.06) Als siebtes Bundesland hatte am Freitag Berlin einen Vogelgrippe-Fall gemeldet. Allerdings ist unklar, wo der mit dem H5N1-Virus
infizierte Mäusebussard tatsächlich gefunden wurde. Daher wurde vorsorglich das gesamte Berliner Stadtgebiet zum Geflügelpest-Beobachtungsgebiet erklärt.
Aus China und Indonesien sind am Samstag neue Vogelgrippe-Todesfälle bei Menschen bekannt geworden. Das Gesundheitsministerium in Peking teilte mit, eine am Dienstag in Shanghai verstorbene 29-jährige Frau sei dem Erreger H5N1 erlegen. In Indonesien starb ein einjähriges Mädchen an Vogelgrippe, damit das 23. menschliche Vogelgrippe-Opfer in diesem Land. Das Kleinkind sei laut Untersuchungen eines örtlichen Labors mit dem H5N1-Typ des Virus infiziert gewesen.
Kambodscha, Gazastreifen und Jordanien
(Marburg, 24.03.05) Ein dreijähriges Mädchen ist in Kambodscha an der Vogelgrippe vom Typ H5N1 gestorben. Dies teilte die Regierung und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mit. Das am Dienstag gestorbene Mädchen aus einem rund 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Phnom Penh gelegenen Dorf habe Kontakt mit erkrankten Vögeln gehabt. Es war das fünfte Vogelgrippe-Todesopfer in Kambodscha seit dem ersten Auftreten des Virus Ende 2003. Weltweit sind seitdem mehr als 100 Menschen an dem Virus gestorben.
Die Vogelgrippe ist erstmals auch im Gazastreifen aufgetreten. Entsprechende Tests in Israel bestätigten das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1, so der Chef der israelischen Veterinärbehörde Das Virus sei in einer Geflügelzucht in der Gegend von Netzarim im Gazastreifen gefunden worden, heisst es weiter. In Israel war das H5N1-Virus in der vergangenen Woche in Zuchtbetrieben im Süden des Landes aufgetaucht, unweit des Gazastreifens. Bislang ist kein Fall von Vogelgrippe beim Menschen in Israel bekannt.
Die Vogelgrippe hat nun auch Jordanien erreicht. Das gefährliche Virus H5N1 wurde bei totem Geflügel in einem Dorf etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Amman entdeckt. Labortests einer Geflügelprobe hätten eine Infektion mit H5N1 ergeben, so der Gesundheitsminister des Landes heute.
Lagebericht zur Aviären Influenza: u.a. geographische Darstellungen der Verbreitung von H5N1 in Deutschland, Europa und weltweit, Informationen zur Situation in Asien und Afrika unter:
www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/av_Influ/lb_rb_influenza.pdf
H5N1 bei 226 Wildvögeln in Deutschland
(Marburg, 22.03.06) Die Zahl der nachgewiesenen Vogelgrippe-Fälle in Deutschland hat sich auf 226 erhöht. Die Bundesregierung wird am Mittwoch ein Forschungsprogramm zur vorstellen, um die Suche nach potenten Impfstoffen voranzutreiben.
In Aserbaidschan sind in den vergangenen Wochen fünf Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Bei allen Opfern sei das H5N1-Virus festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit.
Pakistan meldete zugleich die ersten Seuchenfälle in Geflügelbeständen. Auf zwei Hühnerfarmen im Nordwesten des Landes sei das hochansteckende H5N1-Virus aufgetreten, sagte ein Sprecher des pakistanischen Landwirtschaftsministeriums am heutigen Dienstag. Das hätten Tests bestätigt.
Neue Fälle auf Rügen
(Marburg, 21.03.06) Bei drei weiteren Vögeln ist in Mecklenburg-Vorpommern das aggressive Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden.Dabei handelt es sich um drei Schwäne, die von der Insel Rügen stammten, teilte das Agrarministerium am Montag in Schwerin mit. Zwei Tiere kamen aus Neukamp bei Putbus, ein weiterer Schwan stammte aus Moritzdorf bei Sellin.
In fünf Provinzen Afghanistans ist bei Geflügel (Puten und Hühner) die Vogelgrippe ausgebrochen. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris heute mitteilte, sind 13 Ausbrüche in den Provinzen Jalalabad (4), Kabul (6), Laghman (1), Vardak (1) und Kunar (1) aufgetreten. Die betroffenen Regionen wurden unter Quarantäne gestellt.
Auch Malaysia hat am Montag den dritten Ausbruch der Vogelgrippe innerhalb eines Monats gemeldet. Im Dorf Seberang Prai im nördlichen Bundesstaat Penang seien sechs tote Hühner mit dem tödlichen H5N1-Virus gefunden worden, erklärten die Behörden. Fälle menschlicher Ansteckung mit der Vogelgrippe seien bislang nicht bekannt.
Ägypten meldete einen dritten Fall von Vogelgrippe beim Menschen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kairo infizierte sich eine 30-jährige Frau, die Hühner gehalten und einige von ihnen kürzlich geschlachtet habe, mit dem Virus. Die Frau werde behandelt, ihr Zustand sei stabil. Am Freitag war eine an Vogelgrippe erkrankte Frau in der Provinz Kaljubija nördlich von Kairo gestorben. Am Sonntag gaben die Behörden den zweiten menschlichen Fall bekannt. Der infizierte Mann aus derselben Region werde im Krankenhaus behandelt, hiess es. Die ersten Fälle des Virus bei Geflügel wurden in Ägypten im Februar bekannt. Todesfälle beim Menschen gab es im Nahen Osten ausserdem im Irak und in der Türkei.
Ägypterin an Vogelgrippe gestorben - Weitere Ausbreitung in Israel
(Marburg, 20.03.06) In Ägypten hat die Vogelgrippe ein erstes Menschenleben gefordert. Laut dem ägyptischen Gesundheitsminister starb eine 30-jährige Frau in der Freitagnacht im Kairoer Spital für Infektionskrankheiten am H5N1-Virus. Die Besitzerin einer kleinen privaten Geflügelfarm hatte trotz Verbot der Behörden vor rund einem Monat weiter Geflügel gezüchtet und ihre Tiere, nachdem bereits einige an Vogelgrippe gestorben waren, selbst gechlachtet, gerupft und gekocht.
In Israel breitet sich das Vogelgrippevirus H5N1 weiter aus. Das Landwirtschaftsministerium bestätigte heute, dass das tödliche Virus drei Ortschaften mit Geflügelzuchtbetrieben erfasst hat. Insgesamt standen vier Gebiete unter Vogelgrippe-Verdacht. Die Europäische Union verhängte ein Importverbot für Geflügel aus Israel. Der Verdacht auf Vogelgrippe bei vier Menschen in Israe, Beschäftigte zweier Geflügelfarmen, hat sich Medienberichten zufolge nicht bestätigt.
In Deutschland trat die Vogelgrippe bisher in sechs Bundesländern auf. In Bayern wurde mittlerweile bei 24 Wildvögeln das gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Ein toter Schwan im Augsburger Stadtgebiet, eine Ente aus Lindau am Bodensee sowie drei Schwäne aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt waren mit H5N1 infiziert.
Vogelgrippe in zwei Geflügelhöfen in Israel?
(Marburg, 17.03.06) In zwei Putenfarmen im Süden Israels sind in den vergangenen Tagen ersten Untersuchungen zufolge mehr als zehntausend Tiere an der aggressiven Vogelgrippe-Variante H5N1 gestorben. Dies teilte Schimon Pokomonsky vom Agrarministerium am Freitag mit. Er ist Experte für Geflügelkrankheiten und für die Tests verantwortlich. Bis zu einer endgültigen Bestätigung könne es aber noch zwei Tage dauern, sagte Pokomonsky. Bislang war in dem Land noch kein Vogelgrippefall entdeckt worden.
Afghanistan, Birma, Schweden und Dänemark
(Marburg, 16.03.06) Afghanistan hat am Donnerstag erstmals das Auftreten des gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 gemeldet. Wie die Regierung mitteilte, wurde der Erreger bei sechs Wildvögeln aus verschiedenen Regionen des Landes nachgewiesen.
Im asiatischen Birma (Myanmar) wurde bereits am Montag eine Infektion von Hühnern mit dem besonders aggressiven Virusstrang H5N1 gemeldet. Mehr als 100 Hühner waren in einem Betrieb in der Mitte des Landes gestorben.
Auch in Schweden und Dänemark wurden mittlerweile Fälle bekannt. Die skandinavischen Landern meldeten erste Fälle des auch für Menschen gefährlichen Virus-Stamms H5N1.
Katastrophenfall im Norden Deutschlands aufgehoben
(Marburg, 15.03.06) Die Landkreise Rügen, Ost- und Nordvorpommern haben vier Wochen nach den ersten Fällen von Vogelgrippe in Deutschland den
Katastrophenfall wieder aufgehoben. Auch ohne Hilfe von Bund und Land sei die Lage inzwischen beherrschbar, da nur noch wenige tote Vögel gefunden würden, teilten die Landratsämter mit.
In Brandenburg stieg die Zahl der bestätigten Infektionen bei Wildvögeln um drei auf zehn. Aus Rügen und Ostvorpommern wurden vier weitere Befunde gemeldet. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang insgesamt 5.000 Vögel sowie 300 Säugetiere untersucht. Bei rund 160 Wildvögeln, drei Katzen und einem Steinmarder wurde das Virus in dem Bundesland nachgewiesen.
Die Krankheit ist nach wie vor nur unter Tieren und von Tier zu Mensch übertragbar. Insgesamt 98 Menschen sind bislang in Ostasien, der Türkei und im Irak an Vogelgrippe gestorben. Nun hat es erstmals auch Todesopfer in Aserbaidschan gegeben. Die Republik Aserbaidschan östlich der Türkei bestätigte am Montag den Tod dreier mit der Vogelgrippe infizierter Menschen. Die Opfer waren in der Küstenregion des Landes am Kaspischen Meer gestorben.
Geflügelpest-Verdacht bei Nutztieren nicht bestätigt
(Marburg, 14.03.06) Das Verbraucherschutzministerium gibt Entwarnung: Der Geflügelpest-Verdacht in einem oberfränkischen Geflügelbetrieb im Landkreis Lichtenfels hat sich nicht bestätigt. Bei Schnelltests an sieben verendeten Jungenten aus einem Geflügelbetrieb im nordbayerischen Landkreis Lichtenfels wurde zunächst Influenza-A festgestellt, wie das bayerische Umweltministerium am Montag in München mitteilte. Das Friedrich-Loeffler-Institut teilte gestern Abend mit, dass es sich nicht um die Geflügelpest auslösenden Influenza-A-Typen H5 bzw. H7 handelt. Die eingeleiteten Sperrmaßnahmen wurden durch die zuständigen Behörden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.
Die Vogelgrippe ist in Deutschland bislang nur bei Wildvögeln, drei Katzen und einem Steinmarder festgestellt worden. In Bayern gibt es bislang zwölf Fälle bei Wildvögeln. Ende vergangener Woche waren die ersten Infektionen aus Nordbayern bekannt geworden: Im Landkreis Erlangen-Höchstadt war das Virus in zwei toten Schwänen entdeckt worden, in Hirschaid im Landkreis Bamberg wurde eine an der Vogelgrippe verendete Wildente entdeckt.
Um ein Übergreifen des Virus auf Nutztiere zu verhindern, gilt derzeit eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel sowie ein umfassendes Monitoring von Wildvögeln und auf Fleisch fressende Säugetiere. Zudem dürfen betriebsfremde Personen Geflügelställe nicht mehr betreten.
Die Vogelgrippe breitet sich in Europa und Afrika weiter aus. In Rumänien ist am Montag die erste Stadt wegen des Vogelgrippevirus unter vollständige Quarantäne gestellt. Es handelt sich um die Donauortschaft Cernavoda im Südosten des Landes mit rund 20.000 Einwohnern. Das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 sei vom Referenzlabor in Bukarest bei mehreren Nutzvögeln bestätigt worden, meldete das Landwirtschaftsministerium am Montag.
Anleinpflicht für Hunde - Ausgehverbot für Katzen
(Marburg, 10.03.06) In den Sperr- und Überwachungszonen der sechs Bundesländer, in denen aggressive Vogelgrippeviren des Typs H5N1 bei Wildvögeln nachgewiesen wurden, erließ das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) eine Anleinpflicht für Hunde, auch Katzen dürfen in diesen Gebieten nicht frei herumlaufen.
Derzeit sind in Deutschland noch keine Erkrankungsfälle bei Nutzgeflügel aufgetreten. Bisher wurden auch nur aus Asien Erkrankungen beim Menschen bekannt. Das Virus ist vor allem für Geflügel hochansteckend. Experten vermuten jetzt, dass das Virus über Tafel- und Reiherenten aus Sibirien nach Deutschland gekommen ist. Die Vögel brüten in Westsibirien und überwintern zum Beispiel an der Ostseeküste, am Bodensee, in Mannheim oder im französischen Landstrich Dombes, wo das Virus in einem Putenmastbetrieb auftrat.
In sechs Bundesländern wurden die Vogelgrippeviren ausschließlich bei Wildvögeln sowie bei Hauskatzen und einem Steinmarder nachgewiesen.
(Marburg, 9.03.06) Dr. Ute Arndt, Immunologin beim Deutschen Grünen Kreuz, und Dr. Hans-Joachim Götz, Vorsitzender des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte stehen am 10. März von 11 bis 13 Uhr Rede und Antwort zur aktuellen Situation. Die Telefone sind unter den Rufnummern 0 30/23 87 63 35 oder 0 30/23 87 63 36 geschaltet.
Die Erreger der Vogelgrippe sind mittlerweile in sechs Bundesländern nachgewiesen: Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.rki.de, www.bmelv.de, www.fli.bund.de. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat eine Hotline eingerichtet, die täglich von 9 bis 17 Uhr erreichbar ist: Tel. 0 18 05/76 85 55.
Neue Fälle in Brandenburg, der Schweiz und Rumänien
(Marburg, 3.03.06) In Brandenburg sind zwei weitere Fälle von Geflügelpest mit dem H5N1-Virus bei tot aufgefundenen Wildvögeln bestätigt worden. Nach Mitteilung des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit in Riems wurden die Erreger bei einem Blesshuhn aus dem Landkreis Barnim und bei einem Schwan aus Märkisch-Oderland gestern Abend (2. März) festgestellt.
In der Schweiz sind vier weitere Fälle von Vogelgrippe entdeckt worden. Das Virus H5 wurde bei zwei toten Enten in Genf, beide im Parc Barton gefunden. An Vogelgrippe starb außerdem eine Ente in Ramsen sowie ein Blässhuhn in Stein am Rhein im Kanton Schaffhausen, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) am Freitag bekannt gab.
In Rumänien sind Vogelgrippe-Fälle in bislang nicht betroffenen Gebieten nachgewiesen worden. Noch ist aber nicht klar, ob es sich dabei um das gefährliche H5N1-Virus handelt. In Rumänien sind seit Ausbruch der Vogelgrippe 40 betroffene Gebiete registriert worden.
H5N1 erstmals bei Haustier nachgewiesen
(Marburg, 1.3.06) Bei einer auf der Insel Rügen in der Nähe der Wittower Fähre tot aufgefundenen Katze hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems eine Infektion mit dem H5N1-Virus festgestellt. Dies gab der Präsident des Instituts, Prof. Dr. Thomas Mettenleiter, gestern bekannt. Ob es sich um die hoch pathogene Variante handelt, die in Asien und der Türkei zu Erkrankungen bei Menschen geführt hat, wird noch untersucht.
Das Tier war ein Streuner und erst vor kurzem einem Mann zugelaufen, der in ständigem Kontakt zu den Gesundheitsbehörden stehe. Bei ihm seien keine Symptome einer Erkrankung festgestellt worden.
Mettenleiter rät Katzenbesitzern, ihre Tiere besonders im Bereich des Zentrums der Infektionen um die Wittower Fähre nicht frei laufen zu lassen. "Obwohl die Kadaver weitgehend abgeräumt sind, sterben weiterhin Tiere an einer H5N1-Infektion, die dann als Infektionsquelle dienen können", erläuterte Mettenleiter. Dass Katzen sich mit dem Virus infizieren können, wenn sie infizierte Vögel fressen, ist seit längerem aus Asien bekannt. Eine Ansteckung von Menschen durch infizierte Katzen sei bisher noch nicht nachgewiesen. In Bayern und Baden-Württemberg wurden nach Bekanntwerden der ersten Infektion eines Säugetiers mit dem H5N1-Virus die Vorsorgemaßnahmen verschärft. In den Sperrbezirken müssen Katzen im Haus bleiben und Hunde angeleint werden, in den Beobachtungsgebieten wird es empfohlen.
Hunde und andere Säugetiere scheinen weniger empfänglich für die Vogelgrippe zu sein. Obwohl die Hundehaltung im von der Vogelgrippe stark betroffenen Asien weit verbreitet ist, wurden bisher keine H5N1-Infektionen entdeckt - nur bei Hauskatzen, Raubkatzen und Frettchen. In den vergangenen Wochen wurde ein relativ großes Katzensterben im Irak beobachtet - auch durch H5N1.
Für Fragen und Antworten zu Vogelgrippe bei Katzen lesen Sie:
www.who.int/csr/don/2004_02_20/en/print.html
www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/av_Influ/Fachinfo_Katzen.pdf
In der Schweiz ist ein zweiter Fall von Vogelgrippe aufgetaucht. Bei einem toten Schwan, der am Bodenseeufer bei Egnach gefunden wurde, ist das Vogelgrippe-Virus H5 nachgewiesen worden. Zuvor fand sich das Virus bei einem Gänsesäger in Genf. (siehe Meldung vom 27.2.06)
Der Verdacht auf den Ausbruch der Vogelgrippe im westafrikanischen Niger hat sich bestätigt. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris (OIE) meldet, wurde das Virus im Magaria Distrikt in der Region Zinder nachgewiesen. Betroffen sind 20.000 Hühner in kleinbäuerlicher Haltung ohne jegliche Bio-Sicherheitsmaßnahmen.
Erste Fälle in Bayern nachgewiesen
(Marburg, 28.2.06) Nach Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist nun auch Bayern von dem gefährlichen Virus heimgesucht worden. Ein Schwan und eine Stockente seien mit dem gefährlichen H5N1-Virus infiziert, teilte das Verbraucherschutzministerium des Freistaats am Dienstag in München mit. Die verendeten Tiere seien vergangene Woche in Süd- und Südwest-Oberbayern gefunden worden. Das Ergebnis war zuvor vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bestätigt worden.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden am Morgen zwei neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Bundesrepublik nach offiziellen Angaben 130 Wildvögel mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert.
Auch in Schweden wurde der gefährliche Erreger in Wildvögeln nachgewiesen, erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Dienstag. Eine Bestätigung, ob es sich um den auch für Menschen gefährlichen Erreger H5N1 handelt, steht noch aus.
In Rumänien wurde bei Hausgeflügel wie Hühnern, Puten und Gänsen der Vogelgrippevirus festgestellt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Ob es sich um den Virus H5N1 handelte, der in Rumänien schon aufgetreten ist, sollten weitere Test zeigen.
Erreger weitet sich aus
(Marburg, 27.2.06) Die Vogelgrippe hat sich am Wochenende in Norddeutschland und am Bodensee weiter ausgebreitet. Zwei in der brandenburgischen Uckermark gefundene Vögel wurden nach Angaben der Behörden positiv auf den Virus H5N1 getestet. Damit ist nach Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg ein viertes Bundesland von der Tierseuche betroffen, die Zahl der in ganz Deutschland bestätigten Fälle bei Wildvögeln auf 126 gestiegen. Die Suche nach weiteren infizierten Tieren geht bundesweit weiter.
Auch in der Schweiz ist die Vogelgrippe angekommen: Bei einer letzte Woche tot am Genfersee aufgefundenen Ente wurde das Virus H5 nachgewiesen.
In Ostfrankreich hatte das Virus H5N1 in einem Zuchtbetrieb 400 Truten getötet, wie das Landwirtschaftsministerium in Paris am Samstag berichtete. Am Sonntag wurde der Erreger in 15 verendeten Wildschwänen nachgewiesen.
In China hatten sich zwei weitere Menschen mit dem Vogelgrippevirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium in Peking berichtete, ein 9-jähriges Mädchen und eine 26-jährige Bäuerin hätten sich mit dem gefährlichen Virus infiziert. Beide hätten Kontakt mit erkranktem Geflügel gehabt.
Weitere Bundesländer betroffen
(Marburg, 24.2.06) Die Vogelgrippe hat auf zwei weitere Bundesländer übergegriffen. In Schleswig-Holstein wurde das Virus H5N1 bei zwei toten Wildenten in Neustadt und am Timmendorfer Strand gefunden. Auch am Bodensee trug ein totes Tier den Erreger. Ob es sich um dessen besonders aggressive Variante handelt, ist noch unklar. Der Verdacht einer Infizierung mit dem aggressiven Vogelgrippevirus H5N1 bei einer Hausente aus einem Geflügelbestand auf der Insel Rügen hat sich hingegen endgültig nicht bestätigt.
In Rumänien haben sich die Sorgen um die Ausbreitung der Vogelgrippe verstärkt, nachdem erstmals auch bei einer Taube das gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen wurde. Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems können sich Tauben zumindest im Tierversuch zwar anstecken. Sie spielen laut Institut jedoch als Überträger des Virus keine Rolle, da sie zu wenig davon ausscheiden.
In Südkorea ist nach Medienberichten erstmals die Vogelgrippe bei Menschen nachgewiesen worden. Bestätigt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Fälle, stiege die Zahl der erfassten Erkrankungen auf 174 in acht asiatischen Ländern. Betroffen seien vier Koreaner, die während der Ausbreitung der Tierkrankheit in dem Land Anfang 2004 an der Vernichtung von totem Geflügel beteiligt waren, berichtete am Freitag die staatliche Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das staatliche Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention. In Südkorea waren nach offiziellen Angaben bislang keine Menschen erkrankt.
Erster Verdacht bei Nutztier
(Marburg, 23.02.06) Auf Rügen könnte das Vogelgrippe-Virus einen Geflügelbestand infiziert haben. Es gebe einen ersten Verdachtsfall bei einer Ente, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus mit. Das infizierte Tier stammt aus einem kleinen Bestand aus der Nähe von Putbus, der 106 Enten und Hühner zählte. Der betroffene landwirtschaftliche Betrieb lag innerhalb der Vogelgrippe-Schutzzone, weshalb die Tiere untersucht worden seien. Bei einer der Enten habe das zuständige Landeslabor einen Grippevirus festgestellt. Diese Diagnose ist unspezifisch und lässt noch nicht zwingend auf den hochgefährlichen Erreger H5N1 schließen. Trotzdem wurden alle Tiere des Betriebs vorsorglich getötet.
Nach weiteren Funden auf Rügen und auf der der Hansestadt Wismar vorgelagerten Naturschutzinsel Walfisch erhöht sich die Zahl toter Wildvögeln mit H5N1 mittlerweile auf insgesamt 110.
Frankreich hat einen weiteren Fall von Vogelgrippe gemeldet. Bei einer am vergangenen Sonntag in der Region Ain im Osten des Landes entdeckten Wildente wurde das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen. Das verendete Tier war einen Tag nach einer ebenfalls mit H5N1 infizierten Ente in der gleichen Region entdeckt worden.
In Österreich wurde am Mittwoch erstmals das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 bei Haustieren identifiziert. In einem Tierheim bei Graz im Bundesland Steiermark wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei Hühnern und Enten der Erreger festgestellt.
Bestätigungen aus 14 Ländern
(Marburg, 22.02.06) Auf eine Ausweitung der Vogelgrippe von Rügen auf das Festland gibt es derzeit keine neuen Hinweise. Die Zahl der nachweislich an dem gefährlichen Virus H5N1 gestorbenen Wildvögel in Mecklenburg-Vorpommern stieg bis zum Dienstagabend auf 103. Unterdessen wurde das Virus H5N1 erstmals auch in Ungarn entdeckt. Damit ist die Tierseuche der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge seit Anfang Februar in 14 Ländern neu ausgebrochen: Irak, Nigeria, Aserbaidschan, Bulgarien, Griechenland, Italien, Slowenien, Iran, Österreich, Deutschland, Ägypten, Indien und Frankreich.
In Indonesien ist ein weiteres Todesopfer durch die Vogelgrippe gemeldet worden. Erste Tests hätten bei einer 27 Jahre alten Frau, die in dieser Woche starb, den aggressiven Virustyp H5N1 festgestellt, sagte ein Sprecher der Sulianti-Saroso-Klinik für Infektionskrankheiten in Jakarta am Mittwoch. Das Ergebnis müsse aber noch von einem Labor der WHO bestätigt werden. Bislang gibt es 19 bestätigte Todesfälle durch die Seuche im nach der Bevölkerungszahl viertgrößten Land der Welt.
Virus wird widerstandsfähiger
(Marburg, 21.02.06) Bei 22 weiteren Vögeln von der Insel Rügen hat das Friedrich-Loeffler-Institut den Vogelgrippe-Erreger festgestellt. Bislang wurde das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 somit bei insgesamt 103 Vögeln gefunden.
Nach den ersten Vogelgrippefällen auf dem deutschen Festland ist der Katastrophenalarm am Montagabend auf nahezu ganz Vorpommern ausgeweitet worden. Nach dem Landkreis Rügen riefen vorsorglich auch die betroffenen Nachbarkreise Nord- und Ostvorpommern den Katastrophenfall aus. Zudem wurden alle Landkreise und großen Städte an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zur Überwachungszone erklärt. Die Untersuchungsergebnisse von knapp 30 toten Vögeln, die in der Region gefunden worden waren, stehen noch aus.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilte am Montag mit, dass der Erreger der Vogelgrippe durch Mutationen für Hühner gefährlicher geworden sei, jedoch nicht für den Menschen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Virus zunehmend tödlicher für Hühner und auch Mäuse werde, und nun etwa drei Mal so lang - sechs Tage - bei warmen Temperaturen im Freien überdauern könne.
Aktuelles unter:
Robert Koch-Institut www.rki.de
Weltgesundheitsorgansiation WHO www.who.int
Friedrich-Löffler-Institut FLI www.fli.bund.de/
Welttiergesundheitsorganisation OiE www.oie.int
Virus erreicht Festland
(Marburg, 20.02.06) Das H5N1 - Vogelgrippevirus hat das deutsche Festland erreicht. Bei einen Bussard aus Ostvorpommern und eine Silbermöwe aus Nordvorpommern wurde im nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems eine Infektion mit dem hoch ansteckenden Virus festgestellt. Dem Institut zufolge wurde auf der Insel Rügen bislang bei 79 Wildvögeln das H5N1 - Virus nachgewiesen. Vorsorglich begann am Sonntag die Tötung von Wirtschaftsgeflügel in besonders gefährdeten Betrieben.
Auch weltweit befand sich das Virus weiter auf dem Vormarsch. In Frankreich wiesen Experten den Erreger erstmals bei einer toten Wildente in der Nähe von Lyon nach. In Indonesien starb wieder ein Mensch an der Vogelgrippe. Auch in Asien breitet sich das Virus weiter aus: Am Samstag wurde der H5N1-Erreger erstmals in Indien nachgewiesen.
H5N1 auf Rügen - weitere Fälle
(Marburg, 17.02.06) Auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es zehn weitere Fälle von Vogelgrippe. Von 40 im Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf Riems geprüften Proben sei in jeder vierten das hochgefährliche Virus H5N1 nachgewiesen worden, teilte das Landesagrarministerium am Donnerstagabend in Schwerin unter Berufung auf erste Untersuchungsergebnisse mit.
Nach Forscheransicht schwebt die Bevölkerung in Deutschland trotz der verendeten Schwäne auf Rügen nicht in akuter Vogelgrippe-Gefahr. Maßnahmen wie die Stallpflicht und das Anleinen von Hunden seien aber sinnvoll, sagte der Biochemie-Professor Wolfgang Garten vom Institut für Virologie in Marburg.
Seit heute gilt in Deutschland die Stallpflicht für Geflügel. In der Schweiz und in Liechtenstein muss das Federvieh ab Montag in den Stall. In Vorarlberg ist die Stallpflicht auf drei Risikogebiete begrenzt.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat eine Hotline für Bürger eingerichtet, die Fragen zur Vogelgrippe haben. Sie ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr unter den Telefonnummern 0 18 88 / 529 - 4601 oder - 4602,-4603,- 4604,und -4605 erreichbar.
Fälle bestätigt
(Marburg, 16.02.06) Am Mittwoch hatte das Riemser Institut bei den beiden Höckerschwänen und einem Habicht die Existenz des H5N1-Erregers bestätigt. Das Landes-Agrarministerium verbot die Freilandhaltung von Hausgeflügel sowie Märkte und Ausstellungen mit Geflügel und den mobilen Geflügelhandel.
Die Schwäne könnten sich nach Einschätzung des Riemser Instituts bei Wildenten angesteckt haben, die sich wiederum bei Zugvögeln infiziert haben könnten. Für möglich gehalten wird auch, dass die Schwäne vor der Kälte in Osteuropa geflohen sind und das Virus von dort mitgebracht haben.
Weitere verendete Vögel sollen eingesammelt und zur Untersuchung in das Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems bei Greifswald oder in das Landesamt für Landwirtschaft nach Rostock gebracht werden, wie Nostitz sagte. Bereits am Mittwoch waren allein auf der Insel Rügen rund 100 tote Vögel eingesammelt worden.
Nach den Vogelgrippefällen auf der Insel Rügen sind auch in Brandenburg mehrere tote Schwäne entdeckt worden. Die Tiere wurden nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums am Mittwoch in Karwe bei Neuruppin sowie in der Prignitz gefunden.
Allerdings gebe es keinen Grund zur Panik, sagte Agrarminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch. Die Vogelgrippe bleibe eine Tierseuche, die nur bei sehr engem Kontakt zu infizierten Tieren übertragen werden könne.
Verdachtsfälle gibt es auch in Dänemark. Auch Schweden ordnete Stallpflicht an, ebenso verbot Norwegen die Freilandhaltung im Süden des Landes. Die Schweiz verhängte ab kommendem Montag eine landesweite Stallpflicht für Geflügel.
Foto: Y.R. Berlin
Vogelgrippe auf Rügen
(Marburg, 15.02.06) Zwei von vier auf der Ostsee-Insel Rügen verendete Schwäne wurden in einem Schnelltest positiv auf H5N1 getestet. Damit hat nach Darstellung des Robert Koch-Instituts in Berlin der Vogelgrippetyp definitiv Deutschland erreicht, der beim Menschen eine lebensgefährliche Krankheit auslösen kann.
Auch Österreich bestätigt H5N1-Vogelgrippe-Virus in Schwänen. Die toten Vögel waren in der Nähe von Graz gefunden worden - im Grenzgebiet zu Slowenien, wo Schwäne zuletzt ebenfalls positiv auf Vogelgrippe getestet worden waren. Erst am Wochenende war der Virustyp in Italien und Griechenland nachgewiesen worden. In Asien sind bereits 91 Menschen daran gestorben, darunter mehrere Kinder.
In Deutschland gilt die Stallpflicht für Nutzgeflügel bereits ab Freitag, 17. Februar 2006, und auf Rügen ab sofort, verkündete Verbraucherschutzminister Horst Seehofer. Neben der Stallpflicht ordnete Seehofer ein generelles Verbot von Geflügelveranstaltungen und -märkten an. Ausnahmen für solche Veranstaltungen sollen unter strikten Auflagen und lokal zugelassen werden. Zudem soll die Beobachtung und Untersuchung von Schwänen ausgeweitet werden, die als Frühindikator für die Ausbreitung der Krankheit gelten.
Foto: Y.R. Berlin
Mehr Informationen unter:
www.rki.de
www.who.int
Wissenswertes
Die Vogelgrippe oder Geflügelpest ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Erkrankung, die in Tierbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Einige besonders aggressive Erregerstämme, z. B. der Stamm H5N1, können auch für Menschen gefährlich sein. Noch springt diese Tierseuche nur im Ausnahmefall und bei engem Kontakt zum Geflügel auf den Menschen über und führt hier in etwa der Hälfte der Fälle zum Tod.
Fast alle Infektionen von Menschen erfolgten durch den engen Kontakt mit infizierten Vögeln. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind so gut wie ausgeschlossen. Nur zwei Mal - im Herbst 2004 in einer Familie in Thailand - wurde bislang eine Ansteckung von Mensch zu Mensch beobachtet. Diese Fälle gelten jedoch als noch nicht endgültig geklärt.
Befürchtet wird allerdings, dass ein Mensch gleichzeitig an einem menschentypischen Stamm und dem Tierseuchenerreger H5N1 erkrankt und sich dabei das Erbmaterial der beiden Influenzaviren austauscht. Dann kann im schlimmsten Fall ein neuer aggressiver Virusstamm entstehen, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist und zu einer schnellen, weltweiten Verbreitung – einer Pandemie – führt.
Drei große Influenza-Pandemien gab es im 20. Jahrhundert: die "spanische Grippe" zwischen 1918 und 1920, die weltweit zwischen 20 und 100 Millionen Menschen tötete; die "Asiatische Grippe" von 1957 mit bis zu zwei Millionen Toten und die "Hongkong-Grippe", an der 1968 knapp eine Million Menschen starben. Experten sind sich einig, dass eine neue Pandemie jederzeit auftreten könnte. Noch gibt es den gefürchteten Vogelgrippe-"Supervirus" aber nicht.
Der Seuchenerreger wird von infizierten Tieren weitergegeben, kann aber auch durch rohe oder unzureichend gekochte Produkte wie Eier und Geflügelfleisch oder durch Kleider, Schuhe oder andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden. Allein der Konsum von Hähnchen oder Eiern macht nicht krank, sofern beides gut gekocht ist: Viren werden bei Temperaturen über 70 Grad zerstört.
Aktuelles zu Influenza und Vogelgrippe im Web:
Robert Koch-Institut:
www.rki.de unter „Aktuelle Links“ > Vogelgrippe
Arbeitsgemeinschaft Influenza:
http://influenza.rki.de/agi
Auswärtiges Amt:
www.auswaertiges-amt.de unter „Länderinfos“, Merkblatt > Vogelgrippe
Weltgesundheitsorganisation (WHO):
http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/en/
Europäische Kommission:
http://europa.eu.int/comm/health/ph_threats/com/Influenza/avian_influenza_en.htm
Informationen zu Impfungen allgemein:
Deutsches Grünes Kreuz:
dgk > Impfen und Infektionen, www.ibera-online.de
Robert Koch-Institut:
www.rki.de > Infektionsschutz

