DGK e.V. -Eine 14 Jahre alte Schülerin aus der Wetterau / Hessen ist an Masern gestorben.
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Schülerin aus Hessen an Masern gestorben

(Marburg, 11.03.05) Eine 14 Jahre alte Schülerin aus der Wetterau / Hessen ist an Masern gestorben. Das Mädchen war nicht gegen die Viruserkrankung geimpft, wie der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Jörg Bremer, am vergangenen Donnerstag in Friedberg mitteilte.

Die 14-Jährige sei bereits am 23. Februar der Infektion erlegen, sagte Bremer. Seit Anfang 2005 wurden dem Gesundheitsamt bereits mehr als 30 Erkrankungen gemeldet - meist seien nicht geimpfte Kinder betroffen.

Beim Auftreten von Masern dürfen Kinder ohne Impfschutz für etwa 14 Tage - der Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit - Schule oder Kindergarten nicht besuchen. Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion weiter gegeben.

Die Zahl der Masernerkrankungen in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) deutlich zurückgegangen: Wurden 2002 noch 4.657 Fälle registriert, waren es 2003 insgesamt 777 und im vergangenen Jahr 124. Das RKI führt den Rückgang auf die bessere Impfrate zurück.

Das ist allerdings kein Grund, bei der Impfung nachzulassen, so das Deutsche Grüne Kreuz e.V. Es kommt immer wieder zu größeren Ausbrüchen wie zuletzt etwa in Coburg oder Verden, wenn die Impfraten zu niedrig sind. Um die Masern zu eliminieren, müssen 95 Prozent der Kinder geimpft sein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden haben die Masern 2002 und 2003 je zwei Menschen das Leben gekostet. In einem von etwa 10.000 Fällen endet die Erkrankung tödlich. Als Komplikationen treten zum Beispiel Lungenentzündungen auf, besonders gefürchtet ist die Gehirnentzündung (Masern-Enzephalitis). Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. ruft dringend zur Impfung gegen die hoch ansteckende Krankheit auf. Mit einer zweimaligen Schutzimpfung im ersten und zweiten Lebensjahr kann die Krankheit verhindert werden. Auch im späteren Lebensalter ist die Impfung jederzeit nachholbar.

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