DGK e.V. -Seit September 2004 werden in einer Gruppe von streng religös überzeugten Impfgegnern in Holland Rötelnerkrankungen beobachtet. Insgesamt sind bisher mehr als 300 Fälle berichtet worden.
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Röteln, Holland, Bibelgürtel
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Röteln im holländischen 'Bibelgürtel'

(Marburg, 30.05.05) Seit September 2004 werden in einer Gruppe von streng religös überzeugten Impfgegnern in Holland Rötelnerkrankungen beobachtet. Insgesamt sind bisher mehr als 300 Fälle berichtet worden. Unter ihnen sind mindestens 23 schwangere Frauen, bei denen Schäden für die Ungeborenen drohen.

Eine vergleichbare Krankheitswelle gibt es auch in der kanadischen Provinz Ontario. Als Ursache für die aktuelle Krankheitswelle in den Niederlanden und Kanada nennen Experten religiöse Motive. Impfgegner beider Länder stünden in Kontakt miteinander. In Kanada seien aktuell 214 laborbestätigte Röteln-Infektionen registriert. Die Behörden rechneten jedoch mit einer wesentlich höheren Dunkelziffer.

Reisende nach Holland sollten ihren Immunschutz gegen Röteln überprüfen und sich gegebenenfalls dagegen impfen lassen, am besten mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung). Schwangere, die keine Immunität besitzen, sollten diese Regionen derzeit meiden. Eine Impfung gegen Röteln ist in der Schwangerschaft nicht möglich.

Quelle:
Susan Hahné, Jeannette Macey, Graham Tipples, Paul Varughese, Arlene King, Rob van Binnendijk1, Helma Ruijs, Jim van Steenbergen, Aura Timen, Anton M van Loon and Hester de Melker: Rubella outbreak in an unvaccinated religious community in the Netherlands spreads to Canada. Eurosurveillance Weekly 2005;10 (20): 19/05/2005
http://www.eurosurveillance.org/ew/2005/050519.asp

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