DGK e.V. -Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg überreichte ihm die hohe Auszeichnung am 11. Juli in Freiburg.
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Sektion Hören, Prof. Dr. Roland Laszig, Bundesverdienstkreuz
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Prof. Dr. Roland Laszig erhält Bundesverdienstkreuz

Auszeichnung für seine unermüdliche Pionierarbeit

(Marburg, 1. August 2005) Der Geschäftführende Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg und Leiter der Sektion Hören im
Deutschen Grünen Kreuz e. V. , Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Laszig, hat vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.

Der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg überreichte ihm die hohe Auszeichnung am 11. Juli in Freiburg. „Professor Laszig erhielt diese Auszeichnung, weil er sich in herausragender Weise durch seine Arbeit um die Integration von tauben und hörbehinderten Kindern und Erwachsenen in die Gesellschaft verdient gemacht hat“, erklärte der Minister.

Prof. Dr. Dr. h. c. Roland LaszigTaubheit muss heute kein unabänderliches Schicksal mehr sein. Selbst bei Menschen die überhaupt kein Hörvermögen besitzen, kann durch ein Cochlear-Implantat die fehlende Sinneswahrnehmung soweit hergestellt werden, dass die Patienten an der sozialen Kommunikation teilnehmen können.

Roland Laszig hatte in Hannover in den 80er-Jahren am Aufbau des weltweit größten Cochlear-Implantat-Zentrums mitgewirkt. Nach seiner Berufung an das Universitätsklinikum Freiburg im Jahr 1993 hat er das dortige Implantat-Centrum als Kompetenzzentrum für Baden-Württemberg und Referenzzentrum für andere europäische Einrichtungen aufgebaut. Bei dem Cochlear-Implantat handelt es sich um eine Art „elektronisches Innenohr“, das tauben Kindern eine akustische Ankopplung an die Umwelt erlaubt. Die Kinder können dank dieser Hilfe Sprache verstehen und selbst sprechen lernen. Sie sind sogar in der Lage, Fremdsprachen zu erlernen. Gemeinsam mit einem australischen Unternehmen hat Laszig die weltweit erste auditorische Hirnstammprothese entwickelt und 1992 implantiert. Diese Prothese wird heute weltweit eingesetzt.

„Wie erfolgreich die Behandlungsmethode ist, zeigt sich anhand der Zahlen: Mit steigender Tendenz werden mehr als 40 Prozent der operierten Kinder aus Freiburg Regelschulen und über 60 Prozent der Kinder Regelkindergärten besuchen“, betonte Frankenberg. In Freiburg werden jährlich etwa 120 Patienten mit einem Cochlear-Implantat versorgt. Insgesamt sind am Implantat-Zentrum-Freiburg und an der Hals-, Nasen- und Ohren-Klinik rund 850 Patienten in dauerhafter Betreuung. „Verbunden mit dieser spektakulären mikrochirurgischen Operation ist es Roland Laszig in vielfältigen öffentlichkeitswirksamen Aktionen gelungen, viele Menschen für die Probleme Tauber oder Schwerhöriger zu sensibilisieren“, so der Minister. „Die erfolgreiche Behandlung der Kinder und Erwachsenen fördert in hohem Maße deren soziale und gesellschaftliche Integration.“

Professor Laszig hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, auch im Zusammenhang mit seinen internationalen Aktivitäten, etwa der Einrichtung eines Hörzentrums für hörgeschädigte Kinder in Rumänien.

Presseerklärung des Universitätsklinikums Freiburg:
Startet den Datei-DownloadPressemeldung_11-07-05.pdf

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