DGK e.V. -In Schweden wurde in einem Legehennenbetrieb mit 40.000 Tieren die Newcastle Krankheit festgestellt.
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Newcastle-Krankheit in Europa

Schweden und Rumänien

(Marburg, 19.12.05) In Schweden wurde in einem Legehennenbetrieb mit 40.000 Tieren die Newcastle Krankheit festgestellt. Das teilt das Internationale Tierseuchenamt (OIE) www.oie.int/eng/en_index.htm mit. Die Tiere wurden getötet. Es soll sich um ein Paramyxovirus Typ 1 handeln.
Bereits Ende November meldete das OIE weitere Fälle in Rumänien. Die Virusseuche wurde bei 170 Legehennen in einer Hinterhofhaltung ohne ausreichende Hygienevorkehrungen in Silistea, Landkreis Constanta festgestellt. Der Hennenbestand war nicht gegen das Virus der Newcastle Krankheit geimpft. Die überlebenden Tiere wurden umgehend getötet.

Weitere Informationen:
http://www.oie.int/eng/maladies/fiches/a_A160.htm


Dänemark, Frankreich, Griechenland und Türkei

(Marburg, 10.11.05) Die für Menschen ungefährliche, für die betroffenen Tiere aber tödliche Newcastle-Krankheit ist bereits in mehreren europäischen Ländern aufgetreten. Das Virus befällt vor allem Hühnervögel, seltener Wasservögel oder andere Vogelarten. Eine Vorbeugung durch Impfung ist möglich.

Im Oktober wurden bereits in Dänemark nach dem Auftreten der Newcastle-Krankheit 41.000 Hühner eines Zuchtbetriebs nahe des Dorfes Broager, rund 20 Kilometer Luftlinie von Flensburg entfernt, getötet. Labortests hätten die Virusinfektion bestätigt. In Frankreich besteht nun im Departement Ille-et-Vilaine der Verdacht auf Newcastle Krankheit. Betroffen ist ein Masttaubenbestand mit 8.500 Tieren im Distrikt Louvigné-de-Bais. Die Viruserkrankung wurde an Hand von Blutproben und typischer Krankheitserscheinungen diagnostiziert. Wie das Virus in den Bestand gelangt ist, ist bisher ungeklärt. Umliegende Geflügelbestände sind unauffällig.

In der griechischen Präfektur Thessaloniki ist nach einer Eilmeldung des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) in Paris die Newcastle Krankheit ausgebrochen. Betroffen ist ein Legehennenbetrieb mit 3.100 Tieren. Bei den Tieren war die Viruserkrankung trotz Impfung ausgebrochen. Umliegende Geflügelbetriebe sind laut OIE unauffällig.

Auch aus der Türkei wird ein Fall von Newcastle Krankheit gemeldet.

HINTERGRUND:
Die Newcastle-Krankheit ist eine Viruserkrankung bei Geflügel, die auch auf Ziervögel und Papageien übergehen kann. Erreger ist ein Paramyxovirus, das Newcastle-disease-Virus. Die Krankheit ist nach dem Tierseuchenrecht anzeigepflichtig und wird – da das Krankheitsbild an die Geflügelpest (Vogelgrippe) erinnert – auch als "atypische Geflügelpest" bezeichnet. Erkranktes Geflügel zeigt unter anderem Erscheinungen wie Fieber, Störungen in der Eiproduktion, Atemnot, Verdauungsstörungen und zentralnervöse Symptome.

Im Falle eines Ausbruchs müssen die betroffenen Bestände getötet und fachgerecht beseitigt werden. Die Infektion ist für den Menschen ungefährlich, sie kann allenfalls über Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion eine Augenbindehautentzündung hervorrufen. Hygiene im Umgang mit erkrankten Tieren sollte also selbstverständlich eingehalten werden.

In Deutschland schreibt die Geflügelpest-Verordnung eine regelmäßige Newcastle-Impfung für jeden Hühner- und Truthühnerbestand vor. Dies
gilt auch für Hobby-Haltungen. Die Impfung wird von Tierärztenvorrangig als Schluckimpfung angeboten, kann aber auch als Injektion
verabreicht werden.

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