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Weitere Informationen:
Masern: Krankheitsbild und Impfung
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www.rki.de
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Aktuelle Informationen unter: Harmlose Kinderkrankheiten?
Masern in Kenia sowie Kinderlähmung im Jemen, in Indonesien und Somalia
(Marburg, 12.01.06) Impfungen zählen zu den effektivsten Präventionsmaßnahmen und helfen, schwere Infektionskrankheiten zu verhindern. Gleichwohl machen noch immer zu wenige von den Angeboten sich gegen Diphtherie, Röteln, Masern, Polio, usw. impfen zu lassen, Gebrauch. Bei großen Impflücken drohen Massenausbrüche. Dann werden so genannte Kinderkrankheiten zur echten Gesundheitsgefahr.
Masern werden auch heute noch von vielen als harmlose Kinderkrankheit angesehen, obwohl sie von einer Reihe zum Teil schwerwiegender Komplikationen bis hin zum Tod begleitet werden. Im Dezember 2005 starben zehn Kleinkinder in Rumänien an Masern, da sich die Infektionskrankheit epidemieartig ausgebreitet hatte.
In Kenia herrscht zur Zeit eine Masern-Epidemie. Vor allem in der Gegend um Nairobi wurden in den vergangenen Tagen von etwa 100 Fällen berichtet. Da die Durchimpfung der kenianischen Bevölkerung gegen Masern nicht ausreicht, sind seit Anfang Januar umfangreiche Impfkampagnen im Gange, um die weitere Ausbreitung einzuschränken.
Reisende nach Kenia sollten unbedingt über einen belastbaren Masernschutz verfügen oder sich mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff gegen Masern impfen lassen.
In Deutschland gilt seit Jahren die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), dass alle Kinder im Alter von 11 bis 14 Monaten und ein zweites Mal zwischen 15 und 23 Monaten mit dem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) geimpft werden sollen.
Weitere Infos unter:
Masern: Kranheitsbild und Impfung
www.rki.de/cln_011/nn_225576/DE/Content/InfAZ/M/Masern/masern.html
www.agmasern.de
www.ibera-online.de
Im vergangenen Jahr sind nach längerer Pause in Somalia wieder Fälle von Kinderlähmung (Poliomyelitis) aufgetreten, und zwar vorwiegend in der Umgebung von Mogadishu. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 131 Fälle diagnostiziert. Die Epidemie ist noch nicht unter Kontrolle, obwohl inzwischen große Impfkampagnen angelaufen sind.
Auch im Jemen sind 2005 nach neun Jahren erstmals wieder Erkrankungsfälle an Kinderlähmung aufgetreten, insgesamt 478. Die meisten Fälle wurden im Südosten des Landes in der Provinz Hodeida beobachtet.
Erstmalig seit zehn Jahren ist die Krankheit 2005 auch in Indonesien wieder aufgetreten. Die meisten Kinderlähmungsfälle kamen im Westen der Insel Java vor, wo zwischenzeitlich große Impfkampagnen eingeleitet wurden. Es wurden aber auch Fälle in Zentraljava sowie auf der Insel Sumatra beobachtet. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 297 Fälle in Indonesien berichtet worden.
Reisende nach Indonesien, und vor allem auf die Inseln Java und Sumatra, Somalia und in den Jemen sollten unbedingt auf einen guten Impfschutz gegen Poliomyelitis achten. Außerdem verlangt Saudi-Arabien bei der Einreise aus dem Jemen von Personen unter 15 Jahren einen entsprechenden Impfnachweis.
In Deutschland ist die Impfung gegen Kinderlähmung für alle Kinder empfohlen, begonnen wird bereits im dritten Lebensmonat. Eine Auffrischung gibt es im Alter von 9 bis 17. Erwachsene sollten über mindestens vier Impfungen verfügen. Diese Standardimpfungen werden von den Kassen übernommen. Aufgefrischt wird nach zehn Jahren dann, wenn eine Reise in Risikogebiete geplant ist, also jetzt aktuell Indonesien und Afrika, weiterhin bei Reisen nach Indien oder Pakistan.
Weitere Informationen unter:
Neuer Fall von Polio
Polio in Indonesien
Polio: Krankheitsbild und Impfung
www.ibera-online.de

