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(Marburg, 25.07.05) Nach giftigen Algen im Meer wird Genua nun von einer Hepatitis-A-Epidemie heimgesucht: Innerhalb weniger Tage mussten 21 Patienten mit Gelbsucht in Krankenhäuser der Hafenstadt. Medien berichteten, fast alle hätten zuvor Meeresfrüchte gegessen.
Vergangene Woche waren 200 Badegäste mit Übelkeit und Fieber in Kliniken gekommen, nachdem sie im Ligurischen Meer gebadet hatten. Eine tropische giftige Alge (Ostreoptis ovata) hatte sich dort vermutlich durch Umweltverschmutzung ungewöhnlich rasch ausgebreitet. Ob die Hepatitis-Fälle mit den giftigen Algen in Zusammenhang stehen, ist jedoch noch unklar. Experten hatten bereits davor gewarnt, dass die Algen auch Speisefische und Muscheln befallen könnten. Allerdings meinte Prof. Dante Bassetti vom Martino-Hospital in Genua, die Algen hätten mit der Hepatitiswelle nichts zu tun.
Hepatitis A ist verursacht eine akute Leberentzündung mit den klinischen Zeichen einer Gelbsucht mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Die Entzündung der Leber, ausgelöst durch Viren, wird dabei im Allgemeinen nicht chronisch und führt normalerweise zu keinen dauerhaften Schäden wie Hepatitis B. Allerdings kann die Krankheit gerade bei Erwachsenen mehrere Wochen oder sogar Monate dauern und in seltenen Fällen auch einmal lebensgefährlich verlaufen.
Ungenügend gegarte Muscheln und Fische können ebenso eine Infektionsquelle sein wie Eiswürfel, Speiseeis, ungeschältes Obst und Gemüse oder nicht abgekochtes Wasser. Am besten ist es, sich rechtzeitig vor einer Reise durch eine Hepatitis-A-Schutzimpfung zu schützen.
Mehr Informationen finden Sie unter:
Hepatitis A: Krankheitsbild und Impfung

