DGK e.V. -Patientengeschichte Ottilia, geb. 1958, Ungarn, Toscani-Ausstellung Osteoporose
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Patientengeschichte Ottilia, geb. 1958, Ungarn, Toscani-Ausstellung Osteoporose
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Ottilia - 1958 - Ungarn
Ottilia - 1958 - Ungarn

Als ich die Straße an einem Zebrastreifen überquerte, wurde ich von einem Motorrad überfahren. Ich verlor das Bewusstsein. Als ich wieder aufwachte, erfuhr ich, dass die gesamte Hüfte vollkommen kaputt war. Vier große Operationen waren nötig, um die Knochen einigermaßen zusammenzufügen. Ich war 37 Jahre alt und verbrachte sechs Monate im Bett. Meine Beine, meine Arme, die Gelenke – einfach alles schmerzte. Aber mit – ebenfalls schmerzhafter – Physiotherapie lernte ich allmählich, mich aufrecht zu halten. Fast zwei Jahre vergingen, bis ich wieder laufen konnte. Ich war nun 39 Jahre alt, da kam das nächste Problem. Ich hatte starke Rückenschmerzen. Nach sechs Monaten ging ich endlich zum Arzt. Die Diagnose: Osteoporose. Die Erkrankung hatte sich durch das lange Liegen und den Bewegungsmangel entwickelt. Ich bekam sofort ein Bisphosphonat, mit dem Knochenmasse zurückgewonnen und das Fortschreiten der Osteoporose aufgehalten werden konnte.

Aufgrund der Unfallfolgen hinke ich noch immer stark. Daran kann man auch nichts mehr ändern. Aber ich kann laufen und mich bewegen. Meine Osteoporose wurde rechtzeitig entdeckt und effektiv behandelt, so dass sie mich nicht zusätzlich behindert.

Nach einer Phase der Teilzeitarbeit bin ich nun wieder voll in meinem Beruf als Hebamme tätig. Mein Mann und unser Kind wie auch meine Kollegen von der Geburtsstation haben mich in all der Zeit bestens unterstützt. Und sie tun das weiter.

An dem Ausstellungsprojekt beteilige ich mich, um zu helfen. Meine Botschaft an Ärzte: Untersucht Patienten, die längere Zeit liegen oder kaum Bewegung haben, auf Osteoporose. Meine Botschaft an Betroffene: Bleibt in Bewegung!


zum Download:
Startet den Datei-DownloadPatientengeschichte_Ottilia.pdf

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