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Im Jahr 1993 bekam ich eine Kur wegen Rückenproblemen. Am dritten Tag dort zuckte mir beim Joggen ein Schmerz ins Kreuz, der mir fast den Atem nahm. Der Arzt meinte, solche Symptome seien zu Beginn einer Kur normal. Der Masseur am Kurort war erschrocken und riet mir, einen Orthopäden aufzusuchen – heimlich. Der stellte fest, dass ein Brustwirbel nicht in Ordnung war und gab mir ein Schmerzmittel.
Zu Hause ging ich zum Radiologen. Sein Kommentar zu den Röntgenbildern: „Wenn Sie eine Frau wären, würde ich meinen, Sie hätten Osteoporose.“ Dass ich tatsächlich eine Wirbelfraktur hatte, zeigte ein Szintigramm. Daraufhin meinte der Radiologe: „Das ist wohl tatsächlich Osteoporose. Ein gesunder Wirbel bricht nicht beim Joggen.“ Die Knochendichtemessung brachte die Bestätigung. Verordnet wurden Spritzen und eine Basistherapie. Das erzählte ich Bekannten, einer Frau und einem Mann mit Osteoporose – beides Privatpatienten. Sie rieten, nach Bisphosphonaten zu fragen. Der Arzt sagte, das seien gute Medikamente, doch die Kasse würde sie nicht bezahlen.
1994 hatte ich weitere schmerzhafte Frakturen aus völlig nichtigen Anlässen: Ein Wirbel brach, als ich mich abtrocknete, ein zweiter, als ich ganz entspannt ausruhte, und ein dritter sowie zwei Rippen brachen beim Tragen von ein paar Akten.
Schließlich schickte man mich 1995 nach Bad Pyrmont in eine Spezialklinik. Die Untersuchungen dort machten deutlich, dass noch ein weiterer Wirbel gebrochen war – schmerzlos. Jetzt bekam ich ein Bisphosphonat und bin seitdem jedes Jahr in Bad Pyrmont zur Kontrolle. Heute bin ich zwar nur noch 1,85 Meter statt 1,93 groß, aber meine Knochendichte ist wieder akzeptabel, und es sind keine weiteren Frakturen aufgetreten.
zum Download:
Patientengeschichte_Nikolaus.pdf


