DGK e.V. -Patientengeschichte Martina, geb.1962, Deutschland, Toscani-Ausstellung Osteoporose
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Patientengeschichte Martina, geb.1962, Deutschland, Toscani-Ausstellung Osteoporose
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Martina - 1962 - Deutschland
Martina - 1962 - Deutschland

Osteoporose traf mich mit 25 Jahren im Schlaf. Als ich aufwachte, konnte ich mich vor Schmerzen nicht mehr rühren. Nach drei Wochen kannte man die Ursache: eine Wirbelfraktur, ausgelöst durch Knochenschwund. Warum ich daran leide, ist bis heute nicht klar. Ich war sportlich aktiv und habe mich auch immer recht gesund ernährt. Knochenschwund war für mich eine Alterskrankheit. Seit 1988 weiß ich, es trifft auch junge Menschen. 1991 brachen mir bei der Geburt meines Sohnes zwei Rippen. 1998 brachen vier Wirbel. Man versteifte nun 13 Wirbel mittels Metallschienen, um mich wieder aufzurichten. Die entsetzlichen Schmerzen blieben. Zweimal brachen die Metallschienen aus der Verankerung, das letzte Mal durch die Haut nach außen. Mittlerweile ist im Röntgenbild nicht mehr erkennbar, welche Knochen wie häufig gebrochen sind. Die Brüche betreffen alle Rippen und die gesamte Wirbelsäule einschließlich der Halswirbel. Eine erfolgreiche Therapie wurde bisher nicht gefunden. Berufstätig bin ich schon lange nicht mehr. Ich habe 17 Zentimeter an Körpergröße verloren und bin nicht mehr belastbar. Ein Teufelskreis! Ich bräuchte Bewegung, doch die ist gefährlich. Und dazu die ständigen Schmerzen ... Die Krankheit hat unser Leben radikal verändert. Osteoporose macht Schmerzen und – einsam. Ich kann meinen Mann nicht unterstützen und nicht mit meinem Sohn herumtollen. Vieles bleibt unerledigt. Und die Freunde? Irgendwann ruft einfach keiner mehr an. Wir leben ziemlich isoliert und sind völlig überfordert. Wir bräuchten mehr Hilfe, als von der Krankenkasse vorgesehen. Wenn es doch etwas gäbe, das in Fällen wie meinem hilft! Dann könnten wir vielleicht wieder wie eine ganz normale Familie unser Leben meistern. zum Download:

Startet den Datei-DownloadPatientengeschichte_Martina.pdf

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