DGK e.V. -Patientengeschichte Klaus, geb. 1948, Deutschland,Toscani-Ausstellung Osteoporose
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Klaus - 1948 - Deutschland
Klaus - 1948 - Deutschland

Stellen Sie sich vor, Sie heben ein kleines Kind hoch und ein Schmerz fährt Ihnen mit solcher Wucht in die Brust, dass Sie das Kind fast fallen lassen.

So ging es mir. Ich war 45 Jahre alt. Als Ingenieur hatte ich mit Zupacken und Heben nie Schwierigkeiten. So habe ich mir wegen der Schmerzen keine Gedanken gemacht, sondern mich zum Arzt geschleppt und mir eine Spritze geben lassen. Zerrung in der Brust. Die Diagnose klang einleuchtend. Das wiederholte sich, als mir bei der Gartenarbeit der gleiche Schmerz in die Brust haute. Erst beim dritten Mal wurde ich misstrauisch und suchte einen Neurologen auf. Der überwies mich zum Orthopäden. Dort wurde zwar erstmals Osteoporose als Ursache notiert, aber als Therapie versuchte der Arzt mich einzurenken! Die Schmerzen danach sind nicht zu beschreiben! Aber es kam noch schlimmer, es hieß, da das Renken nicht geholfen habe, sei nun nichts mehr zu machen.

Erst zwei Jahre später bekam ich Hilfe. Der nächste Orthopäde verschrieb mir ein wirksames Medikament, Physiotherapie und eine Kur in einer Spezialklinik in Bad Pyrmont. Von da an ging es mir allmählich besser. Doch die Osteoporose macht mir schwer zu schaffen. Sie ist ausgelöst durch eine Mastozythose, das heißt, die Mastzellen fressen meine Knochen sozusagen weg. Ich bin permanent in Behandlung. Meinen Beruf konnte ich zwölf Jahre nur mit Unterbrechungen ausüben. 2000 wurde ich mit erst 52 Jahren Rentner wegen Erwerbsunfähigkeit.

Meine Familie ist eine große Stütze. Mein Sohn hat von sich aus seine Knochendichte messen lassen. Osteoporose kann ja vererbt werden. Noch ist alles in Ordnung. Aber er wird nach ein paar Jahren erneut die Werte nehmen lassen. Meine Tochter hoffentlich auch.

zum Download:
Startet den Datei-DownloadPatientengeschichte_Klaus.pdf

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