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Es ging mir sehr schlecht. Ich war 51 Jahre alt und absolut fertig. Jede Bewegung verursachte Schmerzen. Ich konnte auch tagsüber kaum die Augen offen halten, hatte keinen Appetit und nahm in kurzer Zeit sechs Kilo ab. Ich war depressiv und fühlte mich total unsicher. Meine Familie war sehr besorgt und brachte mich zu den verschiedensten Ärzten.
Da ich Diabetikerin bin, dachte man, die Symptome hätten damit zu tun. Dann wurde auch die Schilddrüse untersucht. Schließlich wandte ich mich an einen Gynäkologen, weil meine Probleme auch
typisch für die Menopause waren. 19 Jahre waren vergangen seit meiner Totaloperation, nach der ich nie eine Hormonbehandlung bekommen hatte. Der Gynäkologe machte eine Knochendichtemessung. Das Ergebnis: Osteoporose mit massivem Verlust an Knochenmasse und hohem Frakturrisiko, besonders in Wirbelsäule und Hüfte. Die Behandlung begann sofort mit Hormonsubstitution und Kalzium. Außerdem musste ich meine Ernährung anpassen und körperlich trainieren. Das baute meine Knochenmasse im Laufe eines Jahrs ganz beachtlich auf, und allmählich fühlte ich mich deutlich besser. Nach zwei Jahren hatte ich meine alte Kraft zurück und wieder Freude am Leben.
Ich beteilige mich seitdem als freiwillige Helferin im mexikanischen Komitee zur Prävention von Osteoporose. Dort wird wichtige Informationsarbeit gemacht: Frauen, die Totaloperationen haben oder älter als 40 sind, wird geraten, ihren Arzt aufzusuchen, damit sie keine Zeit verlieren für die notwendigen Untersuchungen und die adäquate Behandlung. Und denjenigen, die bereits Osteoporose haben, wird empfohlen, mit einer positiven Haltung Therapie und Bewegungsübungen zu machen. Nach meinen Erfahrungen kann man Osteoporose in den Griff bekommen.
zum Download:
Patientengeschichte_Isabel.pdf


