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Textanfang / Content
Es waren die Wechseljahre, in denen bei mir die Osteoporose entdeckt wurde. Ich hatte immer wieder scheußliche Rückenschmerzen und ging deswegen zu einer Spezialistin in meiner Nähe. Sie maß meine Knochendichte und stellte fest, dass ich an Knochenschwund litt. Es war mein Glück, dass ich gleich an eine kompetente Medizinerin geraten war.
Dennoch sind etliche Wirbel bei mir gebrochen. Wegen nichts. Einfach so. Dann hatte ich starke Schmerzen. Zehn Zentimeter Körpergröße habe ich dabei eingebüßt. Doch inzwischen gibt es bessere Medikamente. In den vergangenen Jahren hatte ich keine neuen Frakturen.
Meinen Haushalt führe ich selbst. Aber es gibt Arbeiten, die fallen mir schwer, zum Beispiel Staub saugen. Da bitte ich jemanden, dies für mich zu tun. Einkaufen gehe ich alleine. Im Supermarkt lege ich alles in einen Wagen. Heimtragen und einräumen helfen mir Nachbarn, oder ich bitte Kinder in meiner Straße darum. Die freuen sich, wenn ich ihnen dafür etwas gebe.
Meine älteste Schwester hat auch schon lange Osteoporose. Sie ist ganz krumm! Sie hätte die Krankheit einfach früher ernst nehmen müssen. Aber man sieht ja so lange nichts. Jetzt nimmt sie endlich Medikamente, und es geht ihr besser. Leider ist sie nachlässig mit den Kontrollen. Ich dagegen lasse meine Knochendichte regelmäßig kontrollieren.
Inzwischen habe ich etwa 15 weitere Personen in meiner Siedlung dazu gebracht, zum Arzt zu gehen, wenn sie plötzlich schlimme Rückenschmerzen ohne richtigen Grund hatten. Sie waren nicht alle an Osteoporose erkrankt, aber doch erschreckend viele. Gerne wüsste ich, wie es den anderen Patienten geht, die in Berlin mit dabei waren. Bei manchen war die Krankheit so schlimm.
zum Download:
Patientengeschichte_Germaine.pdf


