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Bei einem Familientreffen sagte mein Vetter Juan bei der Begrüßung: „Arturo, du bist kleiner geworden. Da stimmt etwas nicht mit deinen Wirbeln.“ Meine Frau stimmte sofort zu. Ich wollte es aber nicht hören. Ich war doch erst 48 Jahre alt!
Aber mein Vetter bestand darauf, meine Knochendichte zu messen. Nun, ich gab nach. Schließlich ist Juan Spezialist für Knochenerkrankungen. Ich selbst bin Zahnarzt, und wenn Juan Probleme mit den Zähnen hat, hört er ja auch auf mich. Das Ergebnis der Messung gab Juan Recht. Es waren tatsächlich Wirbel eingebrochen, um genau zu sein zwei, und das hatte mich drei Zentimeter Körpergröße gekostet. Der Grund war Osteoporose. Nun suchte Juan nach der Ursache dafür. Er fand heraus, dass meine Nieren kein Kalzium rückresorbieren konnten, ich also einen renalen Kalziumverlust habe, der meine Knochen brüchig machte.
Von nun an durfte ich paradoxerweise keine Milchprodukte zu mir nehmen und musste statt dessen viel grünes Gemüse essen, um meinen Kalziumbedarf auf diesem Wege zu decken. Das war keine ganz leichte Umstellung. Und ich sollte jeden Tag für ausreichend Bewegung sorgen. Ich jogge täglich, mache Gymnastik und esse alle Gemüse mit viel Kalzium, am liebsten Brokkoli.
Aber ich nehme auch jeden Morgen ein Medikament, ein Bisphosphonat, das den Knochenabbau bremst. Dadurch ist der Stoffwechsel meiner Knochen wieder ausgeglichen. Nach und nach konnte auf diese Weise sogar wieder Knochen aufgebaut werden. Ich bin zwar ein Stückchen geschrumpft, aber meine Frau Irma ist jetzt beruhigt, denn ich sorge dafür, dass mir keine Wirbel mehr brechen.
zum Download:
Patientengeschichte_Arturo.pdf


