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(Marburg, 14.11.05) Der 17. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Stuttgart bot ein vielfältiges Programm, das den gegenwärtigen Stand der klinischen und wissenschaftlichen Kenntnisse zu allen Themen rund um die Inkontinenz im deutschsprachigen Raum repräsentierte. 1.600 Teilnehmer besuchten die Vorträge und Veranstaltungen des Kongresses. Operative und medikamentöse Therapien mit deutlichem Innovationspotenzial bei Harn- und Stuhlinkontinenz bildeten die thematischen Schwerpunkte. Die Inkontinenz im Alter wie auch bei Kindern und Jugendlichen, die Diagnostik, die Inkontinenz nach radikaler Beckenchirurgie, die Physiotherapie und die pflegerischen Aspekte wurden in eigenen Sitzungen abgehandelt. Workshops gaben Einblicke in Diagnostik und Physiotherapie, in Satellitensymposien kamen spezielle Aspekte zu medikamentösen Innovationen zur Sprache.
Bei Belastungsinkontinenz etwa gebe es segensreiche Entwicklungen in der medikamentösen Therapie, sagte Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann, Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V. und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Kongresses. Auch für Operations-Methoden bei dieser Form der Inkontinenz lägen erstaunlich gute Langzeitergebnisse vor, so Jünemann. Darüber hinaus habe sich im Bereich der Hilfsmittelversorgung viel getan: Durch innovative Materialien könnten beispielsweise Folgeerkrankungen durch Wundliegen weitgehend ausgeschlossen werden.
Im Spiegel der Zielsetzungen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft mit Aufklärung und Bemühung um die Enttabuisierung des Problems „Inkontinenz“ bezeichnete Kongresspräsident Prof. Dr. Ulrich Humke, Ärztlicher Direktor der Urologischen Klinik am Katharinenhospital, Klinikum Stuttgart, das Patientenforum unter dem Motto „Für alle, die kontinent bleiben und werden wollen“ als absoluten Höhepunkt des Kongresses. Das Forum war für von Inkontinenz Betroffene und deren Angehörige gedacht. In kurzen Statements informierten Experten zu medizinischen Themen und zur Infrastruktur von Beratungsstellen, Kontinenz-Zentren und Selbsthilfegruppen.
Weiterführende Informationen sowie eine aktuelle Übersicht über die ärztlichen Beratungsstellen, Kontinenz-Zentren und Selbsthilfegruppen der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. sind im Internet abrufbar unter www.kontinenz-gesellschaft.de.
Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. bietet für Betroffene und Interessierte darüber hinaus eine Telefon-Hotline zum Thema Kontinenz an. Die Hotline ist montags bis freitags, jeweils von 15 bis 20 Uhr, unter der Nummer 0 18 05 / 23 34 40 (€ 0,12 pro Minute) zu erreichen.
Themen der Kongress-Pressekonferenz:
Die Arbeit einer Kontinenz-Selbsthilfegruppe – Wie wird Betroffenen geholfen?
Sonja Hanle, Kongresspräsidentin, Sprecherin der Kontinenz-Selbsthilfegruppe
Bedeutung_der_Selbsthilfegruppen.pdf
Dranginkontinenz des alternden Mannes – Ursache, Diagnostik und Therapie
Professor Dr. med, Ulrich Humke, Kongresspräsident; Ärztlicher Direktor der Urologischen Klinik am Katharinenhospital, Klinikum Stuttgart
Dranginkontinenz_des_alternden_Mannes.pdf
Neue Medikamente und Operationen helfen bei Belastungsinkontinenz
Professor Dr. med. Klaus-Peter Jünemann, 1. Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e. V.; Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel
Neue_Medikamente_und_Operationen.pdf
Therapie und Versorgung der Stuhlinkontinenz – Wann greift welche Behandlungsstrategie?
Dr. med. Franz Raulf, Chefarzt Chirurgie II – Koloproktologie, Raphaelsklinik Münster
Therapie_und_Versorgung.pdf

