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(Marburg, 12.07.06) Vor einer Fahrt nach Österreich sollten Reisende ihren Impfschutz gegen Mumps überprüfen. Mit 150 Erkrankten weise das Land gegenwärtig die höchste Erkrankungsrate seit Jahrzehnten auf. Betroffen seien besonders die Bundesländer Kärnten, Niederösterreich und Wien.
Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Virusinfektion der Speicheldrüsen, vor allem der Ohrspeicheldrüse. Die Krankheit bricht 12 bis 25 Tage, meist 16 bis 18 Tage, nach der Ansteckung aus und zeigt sich in Fieber, Kopfschmerzen und einer sichtbaren Schwellung der Ohrspeicheldrüse. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen wie einer Hirnhaut- oder Hodenentzündung kommen.
Eine Impfung wird normalerweise erstmals im Kindesalter zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat vorgenommen. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres sollte eine zweite Impfung erfolgt sein, da nur dann eine sichere Immunität erreicht wird.
Erwachsene, die diese Impfungen versäumt haben, können sich auch noch vor der Abreise impfen lassen. Nicht nötig ist das, wenn die Krankheit bereits überstanden wurde. Geimpft wird wie bei Kindern mit einem Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfstoff - und das auch, wenn gegen eine oder zwei der Erkrankungen Immunität bestehen sollte! Bei Erwachsenen reicht eine Impfdosis. Für sie ist die Impfung in der Regel allerdings kostenpflichtig.
Quelle:
Schmid D, Pichler A-M, Wallenko H, Holzmann H, Allerberger F. Mumps outbreak affecting adolescents and young adults in Austria, 2006. Euro Surveill 2006;11(6):E060615.1. Available from: www.eurosurveillance.org/ew/2006/060615.asp#1
Weitere Informationen:
Mumps: Krankheitsbild und Impfung

