DGK e.V. -Im Kreis Mettmann sichtet das Gesundheitsamt momentan sämtliche Impfausweise von 60.000 Schülern.
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Ohne Masernimpfung Schulverbot, Zweiter Todesfall wegen Masern
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Ohne Masernimpfung Schulverbot

(Marburg, 16.05.07) Im Kreis Mettmann sichtet das Gesundheitsamt momentan sämtliche Impfausweise von 60.000 Schülern. Etwa 80 Ärzte, Verwaltungsangestellte und Schülerinnen und Schüler der Altenseminare nehmen seit Dienstag Impfausweise von Kindern und Jugendlichen aller Schulen des Kreises kritisch unter die Lupe.

Ziel: Der Leiter des Gesundheitsamtes, Rudolf Lange, will wissen, wie es um den Impfschutz der Schüler bestellt ist. Sollten von der sich derzeit in NRW ausbreitenden Masernwelle Schulen im Kreis Mettmann getroffen werden, würde allen Schülerinnen und Schülern ohne Infektionsschutz der Schulbesuch untersagt.

Wenn keine Impfung vorliegt, bekommen die Eltern über der Schüler eine entsprechende Empfehlung. Nicht geimpft werden muss, wer Masern nachweislich hatte. Für alle, die keinen Schutz nachweisen können, heißt es im Falle eines Falles: Schule fällt aus.

Ähnliche Aktionen gab es bereits vor zwei Wochen im Düsseldorfer Süden am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium (Benrath) und am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Münster: Alle nicht oder nur unzureichend geimpften Kinder wurden vorläufig vom Unterricht freigestellt, bis die versäumten Impfungen nachgeholt waren oder aber zwei Wochen lang an der Schule kein weiterer Krankheitsfall auftrat.
In Düsseldorf sind das zuständige Gesundheitsamt und die Schule zufrieden: Bis Donnerstag, 10. Mai, konnten alle Schülerinnen und Schüler und auch alle Lehrkräfte des Benrather Gymnasiums einen Schutz vor Masern nachweisen. Schulverbote sind daher nicht mehr erforderlich. Für das Hittorf-Gymnasium gibt es noch keine Entwarnung. „Wegen der Ansteckungszeiten müssen wir hier noch mindestens bis zum 21. Mai auf weitere Fälle gefasst sein“, so der Kinder- und Jugendarzt Dr. Axel Iseke.

An der Lottenschule in Monheim - hier erkrankten acht Kinder, zudem fielen sechs Lehrer aus - und auch an der Albert-Schweitzer-Schule in Hilden, wo zwei Fälle vorliegen, ließ man ebenfalls alle Impfausweise der Schüler und Lehrer überprüfen. In Langenfeld muss bei Kindergarten-Anmeldung das Impfbuch vorgelegt werden.

Quellen:
Rheinische Post www.rp-online.de; Pressemitteilungen der Stadt Münster vom 8.05.07 / 11.05.07 u.a.


Zweiter Todesfall wegen Masern

(Marburg, 27.04.07) In diesem Jahr ist bereits ein zweites Kind in Deutschland an Masern gestorben. Der 13 Monate alte Junge aus Nordrhein-Westfalen habe sich während des Masernausbruchs 2006 infiziert, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Donnerstag unter Berufung auf das Katholische Klinikum in Duisburg mit. Er habe sich als Säugling bei seiner jungen Mutter angesteckt und später eine schwere Maserngehirnentzündung bekommen. Bei dieser Epidemie war auch ein Junge erkrankt, der im Alter von drei Jahren in diesem Januar gestorben war.

Die Zahl der Masernerkrankungen in Nordrhein-Westfalen steigt unterdessen weiter an. Nach Angaben des Landesinstituts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Münster hat sie sich seit Jahresbeginn auf fast 80 erhöht. Unter den Betroffenen befänden sich 60 Kinder und Jugendliche.

Während der Masernepidemie in Nordrhein-Westfalen 2006 waren 1.726 Menschen (2005: 34) erkrankt. Deutschlandweit waren es insgesamt rund 2.281 Erkrankungen (2005: 780). Ausgelöst wurde die Epidemie durch erkrankte jugendliche Schüler.

Auch in vielen beliebten Reiseländern besteht ein Ansteckungsrisiko. In der Schweiz gab es seit Beginn des Jahres bereits weit mehr als 100 Masernerkrankungen. Und auch in Italien, Spanien, Österreich und vor allem der Türkei kommt es immer wieder zu großen Epidemien mit Tausenden von Erkrankungen. Wer Urlaubsreisen in diese Länder plant, sollte unbedingt gegen Masern geimpft sei.

Weitere Informationen :
Masern: Krankheitsbild und Impfung
Masern-Epidemie 2006

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut / Stand: Juli 2006:
Startet den Datei-DownloadSTIKO_Juli06.pdf

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