DGK e.V. -Die Zahl der Mumpserkrankungen in den USA nimmt weiterhin zu. Aus acht Bundesstaaten des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten wurden bereits über 1.300 Fälle berichtet.
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Mumps-Epidemie in den USA

(Marburg, 25.04.06) Im Mittleren Westen der USA ist es zu der heftigsten Mumps-Epidemie seit 20 Jahren gekommen. Aus acht Bundesstaaten wurden bereits mehr als 1.300 Fälle berichtet. Bei den meisten Infizierten handelt es sich um College-Studenten, die als Kinder die MMR-Impfung erhalten hatten. Das enge Zusammenleben der Studenten in Mehrbettzimmern könnte die Ausbreitung der Epidemie gefördert haben. Wenn die offizielle Theorie vom lückenhaften MMR-Schutz stimmt, dann sollten jedoch auch Kinder erkranken.

Während die MMR einen 99-prozentigen Schutz gegen Masern und Röteln bietet, können dennoch etwa 10 Prozent der Geimpften später an Mumps erkranken. Wenn nur eine Impfung erfolgte, sind später 20 Prozent empfänglich für den so genannten Ziegenpeter. Bei Masern sind es den US- Medien zufolge 6 Prozent und bei Röteln 8 Prozent.

Den Beginn lokalisierten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) auf den Bundesstaat Iowa. Es handelt sich um das gleiche Virus, das im vergangenen Jahr in Großbritannien eine ungewöhnlich starke Mumps-Epidemie mit 43.322 (bisher) bestätigten Fällen verursacht hatte (siehe Meldung vom 7.02.05). Bei Reisenden in die USA, vor allem bei Austauschschülern und -studenten, sollten deshalb jetzt der Impfschutz überprüft und fehlende Impfungen nachgeholt werden.

Quellen:
www.cdc.gov/nip/diseases/mumps/default.htm www.aap.org/family/mumpsfactsheet.htm www.aerztezeitung.de/docs/2006/04/21/073a0405.asp?cat=

Mehr zum Krankheitsbild Mumps:

Mumps, häufig auch Ziegenpeter genannt, wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Niesen oder Husten. Die Krankheit bricht zirka zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung aus. Typische Symptome sind Ohrenschmerzen, Schmerzen beim Kauen und eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse. Es kann in seltenen Fällen zu Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen sowie zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und anderer Drüsenorgane kommen. Bleibende Schäden, wie beispielsweise Schwerhörigkeit oder bei Männern Sterilität in Folge einer doppelseitigen Hodenentzündung, sind möglich.

Effektiven Schutz gegen die Infektion bietet die Impfung. In Deutschland wird die Mumpsimpfung in Kombination mit der gegen Masern und Röteln (MMR-Impfung) für Kinder von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Eine 2. Impfung im 2. Lebensjahr ist notwendig, um Impflücken sicher zu schließen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sollten fehlende Impfungen rasch nachgeholt werden. Die Kombinationsimpfung ist auch noch für Erwachsene sinnvoll, die über keine ausreichende Immunität verfügen.

Siehe auch:
Mumps: Krankheitsbild und Impfung

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