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Deutsches Grünen Kreuz e. V. (DGK) sammelt Spenden in Höhe von fast 100.000 Euro für Kinder in Afrika
(Marburg, 27.04.06) Malaria ist neben Durchfall, Unterernährung, Masern und Lungenentzündung eine der fünf Haupttodesursachen in Entwicklungsländern. Sie fordert jährlich bis zu zwei Millionen Menschenleben - mehr als Hunger, Aids oder Bürgerkrieg. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jedes Jahr rund 400 Millionen Menschen an Malaria erkranken. Betroffen sind vor allem schwangere Frauen und Kinder. In jenen Gebieten, in denen Malaria ständig vorkommt (den MalariaeEndemiegebieten in Afrika), sterben täglich etwa 3.000 Kinder.
Malaria ist keine Epidemie, die vorübergeht, sondern eine ständige Bedrohung. Zwar erwirbt, wer eine afrikanische Kindheit überlebt, eine gewisse Immunität. Doch manche Insektenschutzmittel, mit denen man die Moskitos einst erfolgreich bekämpfte, sind heute wirkungslos. Und die meisten in Afrika erhältlichen Medikamente wirken aufgrund der Resistenzen, die der Erreger entwickelt hat, nicht mehr ausreichend. Wirksame Kombinationspräparate kosten ein Vielfaches und sind für den größten Teil der afrikanischen Bevölkerung unerschwinglich. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht.
Was bleibt, ist das altbewährte Moskitonetz, das bei Nacht – die malariaübertragenden Mücken sind nachaktiv – Schutz bietet. Wie erfolgreich diese simple Methode wirkt, zeigt ein Beispiel aus Tansania. In diesem Gebiet konnte dank der schützenden Netze die Kindersterblichkeit bereits um die Hälfte gesenkt werden. Doch oft fehlt sogar für Moskitonetze das Geld.
Um ein einziges Kind zu schützen, sind drei Euro schon genug. So viel kostet ein mit Insektiziden imprägniertes Netz. Das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) rief daher 2004 mit der Aktion "Kinder für Kinder gegen Malaria" zu einer Spendenkampagne in Schulen auf. Schulklassen veranstalteten Basare, Theaterabende, Sportaktionen, Infostände und spendeten den Erlös. Im Dezember 2005 beteiligen sich auch die BRIGITTE-Leserinnen an der Spendenaktion. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Insgesamt weit über 90.000 Euro kamen zusammen, und täglich gehen weitere Spenden ein. Allen Unterstützern ein herzliches Dankeschön!
„Die von Ihnen geförderte Aktion, die auf den ersten Blick so simpel erscheint, geht (...) einen anderen Weg. Sie erreicht die Menschen ohne Umwege und mit großem Effekt. Ich freue mich sehr, einen kleinen Beitrag zur Anschaffung der Moskitonetze leisten zu können“, schrieb beispielweise eine BRIGITTE-Leserin. Der Spendenerlös geht direkt und ohne Abzüge an "Roll back Malaria", die Malaria zurückdrängen, die 2000 initiierte Aktion der WHO, des Kinderhilfswerks UNICEF, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP) und der Weltbank. Das Spendenkonto bleibt weiterhin bestehen.

