DGK e.V. -In der Schweiz ist es in den letzten Monaten zu einem starken Anstieg von Masernfällen gekommen. Nach Angaben des Berner Bundesamtes für Gesundheit in der Schweiz (BAG) wurden seit Jahresbeginn bis Anfang Juli bereits 414 Erkrankungen registriert.
Gesundheitsinformationen zu:
Medizin, Gesundheit, DGK, Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e. V., Top-News, 18. Juli 2007: Masernfälle in der Schweiz deutlich gestiegen
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel

DGK Gesundheit Internet 2008


 

 





bookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Meldungen / Archivmeldungen 6 / Masernfälle in der Schweiz deutlich gestiegen, top-news juli 2007
Masernfälle in der Schweiz deutlich gestiegen

Reisemediziner raten, den persönlichen Impfschutz überprüfen zu lassen

(Marburg, 18.7.2007) In der Schweiz ist es in den letzten Monaten zu einem starken Anstieg von Masernfällen gekommen. Nach Angaben des Berner Bundesamtes für Gesundheit in der Schweiz (BAG) wurden seit Jahresbeginn bis Anfang Juli bereits 414 Erkrankungen registriert. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde aus dem Kanton Luzern (236 Fälle) gemeldet. Aber auch Bern (61), Genf (34) Zürich (16) und Zug (14) sind betroffen.
Sorgen bereitet Jean-Luc Richard vom BAG der hohe Anteil schwerer Krankheitsverläufe, darunter auch Hirn- und Lungenentzündungen. Jeder zehnte Kranke musste in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Eine vergleichbare Krankheitswelle mit 1.100 Fällen hatte es in der Schweiz erst im Jahr 2003 gegeben. Die größte Epidemie nach Einführung der Impfung gab es in dem Alpenstaat 1997, als 6.400 Erkrankungen gemeldet wurden. Die Durchimpfungsrate liegt landesweit im Schnitt bei 86 Prozent, am niedrigsten ist sie mit 78 Prozent in Luzern, wo nun die meisten Masernfälle auftraten.

In Deutschland sehen die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zwei MMR-Impfungen (Kombinationsimpfung Masern-Mumps-Röteln) vor. Die beiden Impfungen sollten vor dem zweiten Geburtstag abgeschlossen sein. Versäumte Impfungen sollten rasch nachgeholt werden; das ist jederzeit möglich. Dennoch gibt es zahlreiche Menschen, die keine Immunität gegen den Krankheitserreger besitzen, weil sie weder geimpft sind, noch die Krankheit im Kindesalter durchlebt haben.

Auch in Deutschland werden immer wieder Masernausbrüche registriert, zum Beispiel im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen. 2007 wurden bisher 409 Masernerkrankungen gemeldet.

Masern sind eine Virusinfektion, die leicht über Tröpfchen übertragen werden. Nach einer Inkubationszeit von acht bis zwölf Tagen kommt es zu rötlichem, großfleckigem Ausschlag. Weitere Symptome sind hohes Fieber, Bronchitis, Abgeschlagenheit und Lichtempfindlichkeit oder Bindehautentzündung. Lungen- und Mittelohrentzündung können als Komplikationen hinzukommen. Gefährlich ist vor allem die Gehirnentzündung (Masern-Enzephalitis), denn 30 Prozent der Betroffenen sterben, jeder Fünfte behält Schädigungen zurück.
Vor allem erkranken Kinder. Nicht geimpfte Jugendliche und Erwachsene, die an Masern erkranken, zeigen noch häufiger als Kinder einen schweren Krankheitsverlauf.

Anlässlich der akuten Masernfälle in der Schweiz wird für Reisewillige grundsätzlich empfohlen, den persönlichen Impfschutz zu überprüfen. So sollte neben den Standardimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie beispielsweise für die Reiseziele rund um das Mittelmeer auch der Schutz gegen Hepatitis A vorhanden sein und für viele Regionen in Südosteuropa, in Skandinavien und den Baltischen Staaten der Schutz gegen die von Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Vor Reisen mit Kindern ist es ratsam, deren Impfstatus auf Vollständigkeit zu überprüfen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unseren Impfseiten:
Impfen und Infektionskrankheiten

Weitere Meldungen


 

Fusszeile / Impressum