DGK e.V. -Die Influenzaimpfung schützt vor Grippe und deren Komplikationen. Klar, das erwartet man. Das ist aber nicht alles.
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Grippeschutzimpfung ist ein Multitalent

(Marburg, 19.01.2007) Die Influenzaimpfung schützt vor Grippe und deren Komplikationen. Klar, das erwartet man. Das ist aber nicht alles. Schon 2004 war in einer schwedischen Studie aufgefallen, dass die Influenza- und Pneumokokkenschutzimpfung „im Doppelpack“ besser wirken, als wenn eine Impfung nur für sich gegeben wird. Eine aktuelle amerikanische Studie förderte noch mehr Talente an Licht:

Daten von über 17.000 Patienten mit einer Pneumonie (Lungenentzündung), die in Kliniken behandelt werden mussten, haben die Forscher genauer analysiert. 1.245 Patienten sind an den Folgen der Erkrankung gestorben. Es fiel auf, dass die Sterberate bei gegen Influenza Geimpften um 70 Prozent niedriger war, als bei ungeimpften Patienten. Die Forscher berücksichtigten dann weitere Kriterien, denn bei den Patienten ohne Grippeschutzimpfung waren mehr mit chronischen Krankheiten und weniger mit Pneumokokkenimpfung, das heißt also anfälliger für Pneumonien. Nach dieser „Korrektur“ zeigte sich aber immer noch ein deutlicher Vorteil, die Sterberate war um 39 Prozent geringer.

Die Grippeschutzimpfung ist grundsätzlich für alle ab 60 Jahre empfohlen, darüber hinaus sollte die jährliche Spritze für chronisch Kranke, zum Beispiel Diabetiker, Asthmatiker und chronisch Herzkranke, eine Selbstverständlichkeit sein. Die genannten Gruppen bekommen außerdem auch die Pneumokokkenimpfung von der Kasse erstattet. Aber auch ansonsten Gesunde, die zum Beispiel beruflich mit vielen Menschen Kontakt haben, profitieren von der Grippeschutzimpfung. Derzeit ist es noch ruhig in Sachen Influenza. Wer sich noch schützen möchte, kann dies jetzt nachholen.

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