DGK e.V. -Es gibt deutliche Hinweise, dass die globale Erwärmung zur Ausbreitung der Zecken beiträgt, weshalb auch weiterhin steigende FSME- und Borreliose-Erkrankungszahlen zu befürchten sind.
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Die Zecke – das gefährlichste Tier in Thüringen

(Marburg, 24.04.07) Es gibt deutliche Hinweise, dass die globale Erwärmung zur Ausbreitung der Zecken beiträgt, weshalb auch weiterhin steigende FSME- und Borreliose-Erkrankungszahlen zu befürchten sind, warnte Professor Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena bei der Pressekonferenz des Deutschen Grünen Kreuzes am 24. April in Erfurt. Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete bundesweit
einen dramatischen Anstieg der autochthonen, das heißt in Deutschland erworbenen,FSME-Erkrankungsfälle in Deutschland um 25,2 Prozent von 431 Fällen im Jahr 2005 auf 546 Fälle im vergangenen Jahr. In Thüringen kam es 2004 und 2005 zu je acht Erkrankungen, 2006 wurden drei neue Fälle gemeldet.

Im Epidemiologischen Bulletin vom 13. April 2007 hat das RKI die Gebiete in Deutschland Ivöllig neu bewertet. Insgesamt sind 129 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen: Fast gesamt Baden-Württemberg (39 von 43 Kreisen, 7 sind neu hinzugekommen), 74 Kreise in Bayern (19 neue Kreise), 8 in Hessen (3 neue Kreise ausgewiesen), 7 in Thüringen (4 neue Kreise) und unverändert 1 Kreis in Rheinland-Pfalz. Vereinzelte Erkrankungen wurden außerdem aus Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gemeldet, lediglich in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und im Saarland wurden bisher noch keine FSME-Erkrankungen erworben.

Borreliose ist bundesweit verbreitet, sie wird in durchschnittlich 15 Prozent aller Zecken gefunden. Gegen Borreliose gibt es aber noch keine Impfung. Obgleich die Datenlage für die Borreliose nicht so exakt ist wie die Erfassung der FSME, kann man von steigenden Zahlen ausgehen: 675 Menschen erkrankten 2006 in Thüringen, 2005 waren es 265 gewesen, stellt Süss dar. Wichtig ist, die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen (z. B. aufgrund der typischen Wanderröte rund um die Stichstelle), denn je eher die Krankheit diagnostiziert wird, desto besser ist sie mit Antibiotika zu behandeln.

Die Symptomatik der FSME, so Privatdozent Dr. Georg Hagemann, Facharzt an der Klinik für Neurologie an der Universitätsklinik in Jena, verläuft typischerweise zweiphasig. Viele der Betroffenen durchlaufen „nur“ die erste Phase mit Anzeichen eines grippalen Infektes. Nach einigen beschwerdefreien Tagen kann es dann aber erneut zu hohem Fieber und zu weitreichenden neurologischen Anzeichen einer Gehirn bzw.
Hirnhautentzündung kommen: Sprach- und Schluckstörungen, Lähmungen oder auch psychische Veränderungen. Es muss bedacht werden, dass das Risiko für schwere Erkrankungsverläufe und Folgeschädigungen mit steigendem Lebensalter deutlich zunimmt.

Die Impfung gegen FSME kann die Erkrankung sicher verhindern, die Wichtigkeit dieser Vorsorge hob Dipl.-Med. Reinhard Böhner vom Gesundheitsamt Erfurt hervor. Da die FSME-Impfstoffe sehr gut verträglich sind, sollte keiner aus Sorge vor etwaigen Nebenwirkungen die Impfung aufschieben. Bei einer Beratung durch das Gesundheitsamt oder den Hausarzt können alle anstehenden Fragen zur Impfung besprochen werden.

Vor dem Hintergrund steigender FSME-Erkrankungszahlen müssen weiterhin Anstrengungen unternommen werden, die FSME-Durchimpfungsrate aller Bevölkerungsgruppen von Jung bis Alt weiter zu verbessern, hielt Frank Weidle von der Gesellschaft für

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