DGK e.V. -Jetzt wird fleißig gehackt, gegraben und gesät. Gartenliebhaber müssen den Jahresverlauf der anfallenden Tätigkeiten kennen – doch sie sollten auch ihren Impfstatus im Blick haben.
Gesundheitsinformationen zu:
Tetanus, Tetanusimpfung, Tetanus-Impfung
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www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Tetanus: Nur geimpft im Garten werkeln
Senior bei der Gartenarbeit
Quelle: lightpoet - Fotolia

(3. April 2014) Im Gartenmonat April sind Hobbygärtner voller Elan: Jetzt werden Kartoffeln gesetzt, Stauden gepflanzt, früh blühende Sträucher geschnitten und endlich der letzte Winter-schutz aus den Beeten entfernt. Wer im Garten arbeitet, kann sich allerdings schnell verletzen. Die dreckige Gartenschere, die Dornen am Rosenstock oder ein Holzsplitter am Gartenzaun prädestinieren für Ritzer und Schrammen. Die Gefahr dabei: Durch kleinste Verletzungen können Tetanus-bakterien in die Wunde gelangen.

Tetanus-Auffrischimpfungen werden häufig vergessen
Die Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) gehört eigentlich zu den am besten akzeptierten Impfungen in Deutschland. Während allerdings die Durchimpfungsrate bei Kindern sehr gut ist (in der Regel über 95 Prozent), sinkt sie mit zunehmenden Alter ab.* Genaue Zahlen gibt es nicht, da es hierzulande keine Impfregister gibt. Doch laut Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach achten nur 47 Prozent der Befragten ab 16 Jahren auf die regelmäßige Tetanus-Auffrischimpfung.** Sie ist alle 10 Jahre fällig. Wie in vielen Industriestaaten zeigt sich Wundstarrkrampf in Deutschland daher heute als Erkrankung bei Erwachsenen und älteren Menschen.

Dornenstiche können fatale Folgen haben
Das für den Wundstarrkrampf verantwortliche Bakterium, Clostridium tetani, ist ein Überlebenskünstler und übersteht widrige Bedingungen jahrzehntelang. Dazu wandelt es sich vom aktiven Keim um in eine sogenannte Sporenform, die problemlos beispielsweise in Erde, Staub oder in Tierkot überdauert. Auch an Pflanzen haften die Sporen, und so kann schon ein kleiner Dornenstich fatale Folgen haben. Tiefe Wunden, an die kaum Luft kommt, sind der ideale Nährboden für die Keime. Wenn Tetanus-sporen in Wunden gelangen, wandeln sie sich zurück in die aktive Form, die Bakterien vermehren sich und geben Giftstoffe ins Gewebe ab. Diese Toxine gelangen entlang der Nervenbahnen bis ins Rückenmark. Sie stören massiv bestimmte Vorgänge in der „Datenübertragung“ zwischen Nerven-zellen und so gerät die Muskulatur unter außergewöhnliche Spannung. Schmerzhafteste Krämpfe, oft ausgelöst durch optische und akustische Reize, sind die Folge. Atemprobleme kommen hinzu, der Patient ist währenddessen bei vollem Bewusstsein.
Eine intensivmedizinische Therapie ist in solchen Fällen unumgänglich, aber dennoch sterben bis zu 20 Prozent der Patienten. Die vergleichsweise leichtere Form tritt auf, wenn nur eine Teilimmunität vorhanden ist, zum Beispiel wenn die Auffrischimpfung längst überfällig ist. Dann treten die Krämpfe möglicherweise „nur“ an der Stelle auf, wo die Keime über eine Wunde in den Körper gelangt sind.

Auffrisch-Impfung im Viererpack
Die Tetanus-Schutzimpfung wird von STIKO ausnahmslos allen empfohlen. Nach der aus 3 Impfungen bestehenden Grundimmunisierung (Babys benötigen zur Grundimmunisierung 4 Impfungen mit Kombi-Impfstoffen) reicht bei Erwachsenen eine Auffrischung alle 10 Jahre aus, um den vollen Impfschutz zu erhalten – auch wenn der Abstand zur letzten Impfung einmal deutlich größer ausgefallen ist. Sinnvoll ist, die Tetanus-Auffrischimpfung mit einer Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Keuchhusten und Polio zu kombinieren. Wer das tut, erhält mit einem einzigen Piks eine vierfache Wirkung!

* Gesundheitsberichterstattung des Bundes (www.gbe-bund.de, Prävalenz von Tetanusimpfungen, Abfrage vom 25.03.2014)
** Institut für Demoskopie Allensbach: Impfen in Deutschland, Allensbacher Kurzbericht vom
15. November 2013; http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_reportsndocs/PD_2013_10.pdf

Telefonischen Impfsprechstunde beim Deutschen Grünen Kreuz e. V.
Haben Sie noch Fragen? In der telefonischen Impfsprechstunde beim Deutschen Grünen Kreuz können Sie sich beraten lassen: jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr unter Tel. 06421 / 293 -188.

 

Weitere Informationen aus dem DGK-Web:

Tetanus
In Deutschland waren in den vergangenen Jahren vor allem ältere Menschen von Wundstarrkrampf betroffen. Mit Tetanus-Bakterien infizierten sie sich meist bei der Gartenarbeit durch leichte Verletzungen oder durch andere Wunden, die im höheren Alter häufig sind.  M e h r  ...

Impfschutz für Erwachsene
Alle Personen sollten über einen ausreichenden Impfschutz verfügen, das gilt auch für Erwachsene! Während der vergangenen Jahre wurde die Notwendigkeit von regelmäßigen Impfungen und Auffrischungen bei Kindern immer wieder betont und darauf hingewiesen, der Impfschutz bei Erwachsenen hingegen oft vernachlässigt.  M e h r  ...

Der Zeckentest für den Garten
Zecken lauern nicht nur in Wald und Wiese. Wie eine Studie unter Beteiligung des Robert Koch-Institutes in Berlin zeigte, stellt der direkte Kontakt mit Büschen in Gärten ein bisher unterschätztes Risiko dar, über Zeckenstiche an Borreliose und FSME zu erkranken.  M e h r  ...

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