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Tetanus: abweichende Empfehlung bei Bisswunden
Foto: Mat Hayward-Fotolia.com

(dgk) Hunde- und Katzenbisse hinterlassen typische Spuren. Oftmals zeigen sich oberflächlich nur kleine Verletzungen, in der Tiefe können aber ausgedehnte Gewebszerreißungen und Quetschungen vorhanden sein. Neben den mechanischen Schädigungen kann es auch zu Infektionen kommen, und diese Gefahr wird von Laien oft unterschätzt.

Problematisch sind Erreger im Speichel, die mit dem Biss in die Wunde gelangen. Dadurch kommt es bei fünf bis 20 Prozent der Hundebissverletzungen zu Infektionen. „Der Speichel von Katzen ist, was das angeht, noch gefährlicher“, erklärt Dr. Ute Arndt, Immunologin beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. Die nadelspitzen Zähne transportieren einen gefährlichen Erreger-Cocktail in die Tiefe des Gewebes. „Die Bisswunden von Katzen entzünden sich in bis zu 50 Prozent der Fälle“, so Arndt.

Daher empfiehlt es sich, auch bei kleineren Bisswunden den Arzt oder die Ärztin auszusuchen, damit die Wunde gereinigt und desinfiziert werden kann. Gegebenenfalls sind weitere Maßnahmen erforderlich. Dazu könnte auch eine Impfung gegen Tetanus gehören. „Normalerweise reicht bei Geimpften eine Tetanus-Auffrischung alle zehn Jahre“, erklärt Ute Arndt. „Liegen jedoch Wunden mit einer erhöhten Infektionsgefahr vor, sollte eine Tetanus-Impfung als Kombinationsimpfung mit Diphtherie und ggf. Keuchhusten bereits dann gegeben werden, wenn die letzte Impfung mehr als fünf Jahre vergangenen ist.“

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