DGK e.V. -Schmerzen im Bereich der Achillessehnen sind unter Läufern häufig und werden oft erstmal ignoriert. Ein Fehler, denn die Beschwerden können chronisch werden.
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Tendinopathie, Schmerzen Achillessehne, Schmerzen Achillessehnen, Achillessehnen
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Tendinopathie: Achillesferse der Freizeitsportler
Achillessehnenreizung
Quelle: blas_Fotolia

(Marburg, 30. April 2014) Diffuse, dumpfe oder stechende Schmerzen im Bereich der Achillessehne und Anlaufschmerz morgens beim Aufstehen – das können Symptome einer Achillessehnenreizung sein. Bei einem chronischem Verlauf mit einer Beschwerdedauer von mehr als 6 Monaten kann es zu Degenerationen des Gewebes kommen. Die sportliche Leistungsfähigkeit wird in vielen Fällen dauerhaft eingeschränkt. Damit es nicht so weit kommt, müssen Betroffene schnell handeln.



Wir haben für Sie die Expertin Ursula Wappelhorst, Physiotherapeutin, Dozentin für Physiotherapie und Buchautorin zu dem Thema befragt.

 
DGK: Was genau ist eine „Achillessehnenentzündung“?
Wappelhorst: Zu einer Entzündung der Achillessehne, einer Tendinopathie, kommt es in der Regel durch eine Überlastung wie beispielsweise abrupter Belastungssteigerung im Sport oder beim Joggen auf hartem Untergrund. Durch die Überlastung kommt es zu kleinen Verletzungen, so genannten Mikrotraumen im Gewebe und damit einhergehenden Entzündungsreaktionen.

DGK: Besteht die Gefahr, dass die Probleme chronisch werden?
Wappelhorst: Ja, wenn es während der Regeneration des Gewebes immer wieder erneut zu Überlastungen kommt, besteht durchaus die Gefahr einer Chronifizierung. Das passiert, wenn man die Sehne stark beansprucht, bevor die „Verletzung“ richtig ausgeheilt ist. Diese wiederholten Überlastungen führen letztendlich zu schmerzhaften Veränderungen der Sehne. Im Gegensatz zu einer akuten Entzündung fehlen bei einer chronischen Tendinopathie allerdings die klassischen Anzeichen einer Entzündung wie Überwärmung oder Rötung.

DGK: Warum sind die Schmerzen morgens stärker?
Wappelhorst: Morgendliche Anlaufschmerzen sind typisch für degenerative Prozesse. Das Gewebe ist nach der langen Nachtruhe besonders unelastisch und schmerzhaft. Mit zunehmender Bewegung wird die Durchblutung besser, das Gewebe wird ‚weicher‘ und durch die Bewegung werden sog. Bewegungsrezeptoren* gereizt und überlagern die Schmerzempfindung.
* Anmerkung der Redaktion: Rezeptoren in Muskeln und Gelenken, die z. B. Muskelspannung und –länge messen und diese Informationen ans Gehirn weiterleiten.

DGK: Was kann helfen?
Wappelhorst: Man muss bei der Behandlung unterscheiden, ob es sich um eine akute oder chronische Tendinopathie handelt. Bei der akuten Form ist sicher eine Trainingspause und Entlastung der Achillessehne beispielsweise durch Massagen oder auch Friktionsbehandlungen* sinnvoll. Bei der chronischen Tendinopathie kommen verschiedene Maßnahmen wie Stoßwellentherapie, Injektions-behandlungen oder auch ein exzentrisches Krafttraining der Wadenmuskulatur zum Einsatz.
* Anmerkung der Redaktion: Eine Friktionsbehandlung ist eine Spezialmassage an Muskel-Sehnenübergängen und Sehnen-Knochenübergängen. Ziel der Behandlung, die vom Patienten oft als sehr intensiv empfunden wird, ist es, den Muskeltonus zu senken, die Durchblutung im Sehnenbereich zu verbessern und Schmerzen zu lindern.

DGK: Was bedeutet „exzentrisches“ Krafttraining?
Wappelhorst: Exzentrisch bedeutet, dass die Wadenmuskulatur sich unter Belastung verlängern muss, wie beispielsweise beim Trepperuntergehen.

DGK: Wie geht die Übung?
Wappelhorst: Das Training* sieht vor, dass der Patient mit der betroffenen Seite im Zehen-spitzenstand mit dem Vorfuß auf einer Stufe steht und sich aus dieser Position unter Verlängerung der Wadenmuskulatur langsam nach unter sinken lässt. Anschließend bringt man sich mit der nicht betroffenen Seite wieder in die Ausgangsposition und wiederholt diese Übung 15 x in drei Sätzen. Das Ganze zweimal am Tag über einen Zeitraum von 12 Wochen.
* in Anlehnung an H. Alfredson et al. (1998)

DGK: Gibt es Studien, die die Wirksamkeit belegen?
Wappelhorst: Die Wirksamkeit dieses Trainings nach Alfredson wurde in zahlreichen Studien belegt. Allerdings ist das Training sehr zeitaufwendig und stellt nicht nur deshalb hohe Anforderungen an die Compliance der Patienten. Denn besonders zu Beginn ist das Training auch durchaus schmerzhaft. Patienten, bei denen beide Seiten betroffen sind können dieses Training ebenfalls nicht durchführen, da die Betonung ausdrücklich auf der Exzentrik, also dem Nachlassen liegt.

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