DGK e.V. -Das grau-nebelige kalte Wetter hält nun schon länger an. Könnte man sich da nicht mal was Gutes gönnen und ins Solarium gehen?
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Solarium im Winter? Erhoffter Nutzen, bewiesener Schaden
Winterlandschaft, Quelle: DGK
Quelle: DGK

(Marburg, 21. Januar 2014) Gerade in der dunklen Jahreszeit zieht es wieder Menschen in die künstliche Sonne. Sie erhoffen sich eine gesteigerte Vitamin-D-Produktion: Ein Vitamin, das in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus der Forscher gerückt ist und dem viele positive Wirkungen zugeschrieben werden. So gibt es Hinweise, dass hohe Vitamin-D-Serum-spiegel das Risiko für verschiedene Tumorarten senken könnten. Tut man sich mit einem Besuch in der Lichtdusche nicht Gutes, vor allem im Winter, wenn die Vitamin-D-Spiegel natürlicherweise sinken?

Wohl nicht. Laut einer amerikanischen Studie schadet das Solarium mehr als es nützt: Die Sonnenbank fördert Melanome, verhindert aber andere Tumore nicht, so die Forscher.

Im Rahmen einer großen Studie wurden über 73.000 Frauen 20 Jahre lang beobachtet, und die Nutzung von Solarien in Beziehung gesetzt mit dem Vorkommen von Krebserkrankungen (ohne Hautkrebs). 4.271 Krebserkrankungen wurden im Beobachtungszeitraum diagnostiziert. Die Wissen-schaftler konnten in dieser Studie keinen schützenden Effekt von Solarienbesuchen auf das Krebs-risiko ausmachen. Da das erhöhte Hautkrebsrisiko für Solariennutzer aber belegt ist, warnen die Studienautoren vor der künstlichen Strahlung.

Das sehen Experten hierzulande ähnlich. In einer gemeinsamen Erklärung warnen deutsche Hautärzte und das Bundesamt für Strahlenschutz vor den Folgen des künstlichen Lichts: Aus einer aktuellen Studie gehe hervor, dass Solariennutzer ein um 20 Prozent erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs haben als Menschen, die nicht ins Solarium gehen. Für jene, die sich schon vor dem 35. Lebensjahr mit künstlichem UV-Licht bräunen, steigt die Gefahr demnach sogar um 90 Prozent an. Das Fazit der Experten: Niemand sollte zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels ins Solarium gehen.

Gegen den weitverbreiteten „Winterblues“ hilft die künstliche Sonne übrigens auch nicht. Wirksam gegen das Wintertief ist nur die optische Strahlung, also das für uns normale, sichtbare Licht, das auf die Augen fällt. Die Röhren der künstlichen Sonne geben aber nur UV-Licht ab und die Augen sind beim Brutzeln unter der Röhre – hoffentlich – geschlossen.

Quellen:

(1) M. Zhang et al., Tanning bed use is not associated with internal cancer risk: Evidence from a large cohort study, Cancer Epidemiol Biomarkers & Prevention, online publiziert am 15. Oktober 2013; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-13-0906
(2) Wehner M. R. et al., Indoor tanning and non-melanoma skin cancer: systematic review and metaanalysis. BMJ. 2012 Oct 2;345:e5909. doi: 10.1136/bmj.e5909.
(3) Krebsrisiko: Solarium schadet mehr als es nützt. Ärzte Zeitung online vom 15.11.2013
(4) Vitamin-D-Mangel lässt sich gut ohne künstliche UV-Strahlung vorbeugen: Gemeinsame Presse-mitteilung Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), der Berufsverband der Deutschen Derma-tologen (BVDD) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vom 14.2.2013

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