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Senioren - am Steuer noch sicher?
Fahren im Dunkeln ist für viele Senioren eine besondere Herausforderung. Foto: DGK

Auch langjährige, erfahrene Autofahrer können aufgrund gesundheitlicher Beschwerden oder eingeschränkter Beweglichkeit in gefährliche Situationen geraten. Wir sagen, wann es Zeit ist, das Auto in der Garage zu lassen.

(Ratgeber aus Ihrer Apotheke / dgk) Die meisten Menschen machen mit dem Älterwerden die Erfahrung, dass die Sehkraft nachlässt. Das wirkt sich in den verschiedensten Lebensbereichen aus, so auch beim Autofahren.

Die negativen Auswirkungen spüren viele Senioren besonders bei Fahrten im Dunkeln, denn die Blendungsempfindlichkeit nimmt zu und die Dämmerungssehschärfe ab. Wenn es dann noch regnet, wird das Fahren im städtischen Straßengewühl anstrengend. Obendrein bereitet der Schulterblick Probleme, und mancher muss deshalb etwas mühsam den ganzen Oberkörper drehen. Auch die Reaktionsschnelligkeit lässt im Alter deutlich nach. Das ist leider der Lauf der Dinge. Doch nicht immer merken Senioren selbst, wann sie damit sich und andere in Gefahr bringen und das Auto lieber stehen lassen sollten.

Ein heißes Eisen
Herbert Steinke zum Beispiel war sein Leben lang ein ausgesprochen guter und sicherer Autofahrer. Auch in seinen 80er Jahren fuhr er noch umsichtig und routiniert, allerdings lieber kürzere Strecken. Als dann aber der 90. Geburtstag näher rückte, stieg die Tochter nicht mehr unbesorgt in das Auto des Vaters, wenn er sie bei ihren Besuchen vom Bahnhof abholte. Lieber nahm sie ein Taxi oder den Bus. Doch wie sagt man taktvoll einem Älteren, dass man sich in seinem Auto nicht mehr sicher fühlt?

Die eigentliche Botschaft blieb zwar unausgesprochen, kam bei dem alten Herrn aber an und kränkte ihn ein wenig. Schließlich symbolisiert das Auto Eigenständigkeit und Mobilität. Deswegen fällt es vielen Älteren so schwer, sich endgültig von ihrem rollenden Untersatz trennen, obwohl so mancher Wagen eigentlich fast nur noch in der Garage steht.

Das Auto besser stehen lassen
Wie lange ein Mensch fahrtüchtig ist, hängt nicht allein vom Alter ab, zumal wir alle sehr unterschiedlich altern. Doch bestimmte Faktoren beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit, und sie können sich im Alter häufen, zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten.

Einige Wirkstoffe beeinflussen das Reaktionsvermögen, andere die Einschätzung von Gefahrensituationen, wie zum Beispiel Psychopharmaka. Generelles Fahrverbot gilt für 24 Stunden nach operativen Eingriffen, auch wenn man sich wohlfühlt, oder auch nach einem Behandlungsbeginn mit Opioiden zur Schmerzbehandlung. Das Auto ist ebenfalls tabu nach einer Augenuntersuchung mit weit stellenden Augentropfen, weil sie extrem blendempfindlich machen.

Auch Mittel gegen Bluthochdruck können besonders zu Beginn der Medikation oder nach einem Medikament- oder Dosiswechsel zu Benommenheit und Konzentrationsstörungen führen und die Fahrtüchtigkeit einschränken. Und selbst bestimmte Mittel gegen eine harmlose Erkältung enthalten Substanzen, die das Reaktionsvermögen stark herabsetzen und müde machen können. Obendrein beeinflussen sich verschiedene Arzneien in ihrer Wirkung gegenseitig. Beachten Sie deshalb unbedingt Hinweise im Beipackzettel und fragen Sie in allen Zweifelsfällen Ihren Apotheker.

Ein zu hoher Blutdruck und bestimmte Herzerkrankungen können beim Autofahren ebenfalls gefährlich werden. Riskant am Steuer ist außerdem eine unbehandelte Schlafapnoe, das heißt starkes Schnarchen mit Atemaussetzern. Mit einem gut eingestellten Diabetes gibt es keine Probleme, doch Unterzuckerungen sind eine Gefahr im Straßenverkehr.

Eine fortgeschrittene Parkinsonerkrankung kann nicht nur zu Bewegungsstarre, sondern auch zu Aufmerksamkeits- und Sehstörungen (Doppelbilder) führen. Parkinsonpatienten sollten deshalb ihre Fahrtüchtigkeit in einer Fahrschule oder beim TÜV prüfen lassen. Bei abnehmender Belastbarkeit, Orientierungsproblemen und vor allem beim Verdacht einer Demenzerkrankung ist es Zeit, den Autoschlüssel abzugeben.

Kleine Checkliste

Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen.* Wenn Sie eine oder gar mehrere bejahen müssen, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob Auto fahren noch sicher ist.

  • Verlieren Sie beim Fahren manchmal die Orientierung?
  • Haben Sie Schwierigkeiten, andere Verkehrsteilnehmer, Ampeln oder Verkehrszeichen zu erkennen und rechtzeitig darauf zu reagieren?
  • Fällt das Fahren bei Nacht oder in der Dämmerung besonders schwer und blendet entgegenkommende Pkw stark?
  • Haben Sie Probleme mit Gas-, Kupplungs- oder Bremspedal?
  • Hören Sie Motorengeräusche, Schaltung oder Signale anderer Verkehrsteilnehmer (manchmal) spät oder schlecht?
  • Finden Sie es schwierig, den Kopf zu drehen und über Ihre Schulter zu blicken?
  • Werden Sie im dichten Verkehr oder auf unbekannten Straßen unsicher?
  • Hupen andere Autofahrer häufig wegen Ihres Fahrverhaltens?
  • Verursachen Sie in letzter Zeit häufiger kleinere oder „Beinahe“-Unfälle?
  • Fühlen Sie sich beim Fahren unsicher?
  • Werden Sie schläfrig oder wird Ihnen schwindelig, nachdem Sie Ihre Medikamente eingenommen haben?

*Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“ gibt es kostenfrei bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; im Internet unter: www.alzheimer-forschung.de, Rubrik „Aufklärung & Ratgeber“ oder unter der Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0.

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