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Selen und Soja schützen vor Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei amerikanischen Männern und die zweithäufigste Ursache aller Todesfälle durch Krebs bei Männern. Die American Cancer Society schätzt die Anzahl der Neuerkrankungen im Jahr 2008 auf 186.320 Fälle in den Vereinigten Staaten.  Aufgrund seiner Häufigkeit und langen Latenzzeit bis zum Ausbruch ist Prostatakrebs ein idealer Kandidat für die gezielte Prävention durch die Ergänzung mit Nährstoffen.

MannDie vor Krebs schützenden Wirkungen des Minerals Selen sowie von Isoflavonen aus Sojabohnen sind speziell im Hinblick auf den Prostatakrebs bereits bekannt. So konnte eine ältere Studie eine deutliche Verringerung der Prostatakrebs-Häufigkeit bei Männern, die täglich 200 mcg Selen in Form von Selenhefe bekamen, belegen.

Eine aktuelle Studie an der amerikanischen Brigham Young Universität beschäftigte sich nun mit dem kombinierten Effekt der beiden Nährstoffe auf die Verhinderung von Prostatakrebs und deren Einfluss auf die Regulierung von Genen für den Stoffwechsel männlicher Sexualhormone, die relevant für die Foto: PhotoAlto                                                     Entstehung von Prostatakrebs sind.

Dafür wurde eine Rattenzüchtung untersucht, die häufiger an hormonell-bedingtem Prostatakrebs erkrankt. Die Tiere bekamen in den ersten 200 Tagen ihres Lebens eine Diät, die mit einer mittleren (0.4 mg/kg) oder hohen (3.4 mg/kg) Konzentration Selen (in Form von Se-methylselenocysteine) und einer niedrigen (10 mg/kg) oder hohen (600 mg/kg) Menge an Soja-Isoflavonen. Dabei wurde die Aktivität der durch androgene Hormone regulierten Gene, für die Androgenrezeptoren und am Stoffwechsel für die männlichen Sexualhormone beteiligten Enzyme in den relevanten Teilen der Prostata gemessen (u. A. Akr1c9, welches Dihydrotestosteron zu 5alpha-androstane-3alpha,17beta-diol reduziert, 5-alpha-Reduktase und Glutathionperoxidase der Leber).

Durch eine kombinierte hohe Dosierung beider Stoffe (Selen und Soja-Isoflavon) konnte gezielt die Aktivität 5-alpha-Reduktase signifikant gesenkt werden im Vergleich zu einer mittleren Dosis. Die hohe Selendosis reduzierte die Anzahl der Androgenrezeptoren sowie andere relevante Gene (Dhcr24 und Abcc4), während die Gabe hochdosierter Soja-Isoflavone die Aktivität anderer Gene (Facl3, Gucy1a3 und Akr1c9) reduzierte. Auf das Gen Abcc4 hatte die kombinierte Gabe von Selen und Isoflavonen zusammen die größte inhibitorische Wirkung. Insbesondere gingen die Effekte von Selen auf die Genaktivität immer in eine vor Krebs schützende Richtung.

Diese Studie konnte als erste eine Reduzierung der Anzahl der Androgenrezeptoren durch eine Ergänzung mit Selen in gesunden Tieren feststellen. Die beobachteten Effekte geben mögliche Erklärungen für die bereits gezeigten krebspräventiven Eigenschaften von Selen.

Die Beobachtungen zeigen außerdem, dass Selen und Isoflavone einzeln für sich deutliche Effekte auf die Genaktivität besitzen, die vor Prostatakrebs schützt, und dass die Kombination der beiden Nährstoffe in hoher Dosis signifikant eine viel größere präventive Wirkung vor Prostatakrebs haben könnte.

Die Forscher folgern aus ihren Beobachtungen, dass eine kombinierte tägliche Ergänzung der Nahrung mit höheren Mengen an Selen und Soja-Isoflavonen einen effektiveren Schutz gegen Prostatakrebs bieten kann, als jeder der beiden Nährstoffe für sich.

Referenzen:

  • aktuelle Studie: Legg, R. et al., 2008. Diets high in selenium and isoflavones decrease androgen-regulated gene expression in healthy rat dorsolateral prostate. Reproductive Biology and Endocrinology, 6(1), 57. 
  • Combs, G.F., 2004. Status of selenium in prostate cancer prevention. British Journal of Cancer, 91(2), 195-9. 
  • Sarkar, F.H. & Li, Y., 2003. Soy isoflavones and cancer prevention. Cancer Investigation, 21(5), 744-57.  
 

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