DGK e.V. -Vitamin-D-Mangel könnte eine Ursache für die saisonabhängige Depression sein
Gesundheitsinformationen zu:
Vitamin D, gute Laune, trübe Stimmung, Winter, dunkle Jahreszeit, saisonabhängige Depression, SAD
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Vitamin D und Depressionen

Viele Menschen leiden unter dem grauen, dämmrigen Winterwetter, sind schlapp und depressiv. Die sogenannte Winter- oder Lichtmangeldepression – auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt – ist seit alters her bekannt. Jahreszeitlich bedingte Depressionen sind seltener als andere Depressionsformen; sie betreffen Frauen viel häufiger als Männer. Am Mittelmeer kennt man diese Depressionsform kaum, in Skandinavien ist sie stark verbreitet.

Der Genuss von Sonnenstrahlen wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Das kann fast jeder aus eigener Erfahrung bestätigen. Eine Studie der Washington University School of Medicine, St. Louis, USA, hat das bereits im Jahr 2006 wissenschaftlich belegt. Sie wies nach, dass es  einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen Vitamin-D-Mangel und gedrückter Stimmung.

Vitamin D wird fast zu 90 Prozent über die Einwirkung von Sonnenstrahlen in der Haut gebildet. Fehlt der Haut Sonnenlicht, produziert der Körper nicht genügend Vitamin D. In Deutschland  leiden (laut Nationaler Verzehrsstudie von 2008) 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen unter einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel.

Studie: Consuelo H. Wilkins et al, Vitamin D Deficiencies Is Associated With Low Mood and Worse Cognitive Performance In Older Adults, American Journal for Geriatric Psychiatry, 14: 1032-1040, December 2006



Ein Sonnenbad macht gute Laune
Ein Sonnenbad steigert bei vielen Menschen das Wohlbefinden. Im Winter hingegen können Kälte und Dunkelheit traurig machen. Foto: PhotoDisc

Immer müde und traurig?
Lichtmangel im Winter senkt den Vitamin-D-Spiegel

Ausgerechnet dann, wenn die Tage wieder länger werden, verspüren viele Menschen einen körperlichen und geistigen Leistungsabfall. Die Symptome können von Antriebslosigkeit, psychischer Verstimmung, Krankheitsanfälligkeit bis hin zu Müdigkeitsattacken reichen.

Die wenigsten ahnen, dass solche und weitere unbemerkt ablaufende Körperreaktionen ihren Ursprung in der weit zurück liegenden Menschheitsgeschichte haben. Als unsere Vorfahren vor zehntausend Jahren aus warmen Klimazonen immer weiter nach Norden auswanderten, fanden sie in den fruchtbaren neuen Siedlungsgebieten ein reichhaltiges Nahrungsangebot und damit gute Überlebenschancen. Doch während sie sich auf das kalte Klima durch Verhaltensänderungen vergleichsweise gut einstellen konnten, vermochten sie andere Konsequenzen nicht aufzufangen: Die Biologie des Menschen war und ist auf den Licht- und Sonnenmangel des nördlichen Winterhalbjahrs nicht eingerichtet. Die Problematik verstärkte sich in der Neuzeit sogar noch einmal durch den ständigen Aufenthalt in geschlossenen Räumen und – es mag zunächst etwas paradox erscheinen – durch die Erfindung des künstlichen Lichts vor hundert Jahren.

Auf der einen Seite behindert nämlich abendliches Licht die physiologische Vorbereitung auf die Schlafphase, während künstliche Lichtquellen am Morgen und im Tagesverlauf keinen ausreichenden Reiz für die notwendige Tagesaktivierung liefern. Im Frühjahr sollte man sich deshalb vor allem in der ersten Tageshälfte wenigstens eine Stunde ins Freie gehen. Wer dazu keine Möglichkeit hat, kann ebenfalls effizient Lichtreize sammeln, indem er sich längere Zeit direkt am Fenster aufhält.

Ein anderes Frühjahrsproblem kann allerdings nur echtes Sonnenbaden beheben: Mangel an Vitamin D. Dieser lebenswichtige Vitalstoff wird nur bei direkter Sonneneinstrahlung von der Haut gebildet, und auch nur dann, wenn ausreichend kurzwellige UVB-Strahlen auftreffen. Der in unseren Breiten erhebliche Schrägstand der Sonne im Winterhalbjahr führt nun dazu, dass ein Großteil der UVB-Strahlung durch die Atmosphäre absorbiert wird. Nur eine Minderheit der im nördlichen Mitteleuropa lebenden Bevölkerung erreicht deshalb optimale Körperspiegel an Vitamin D (im Zweifel kann ein Bluttest Klarheit schaffen). Ein Mangel aber erhöht die Anfälligkeit für Depressionen und lässt das Risiko von Darm-, Prostata- und Brustkrebs signifikant ansteigen. Jüngste Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel an der Entstehung von Herzkrankheiten beteiligt sein kann.

Wir tun also gut daran, die Sonne zu suchen, sobald sie im Frühjahr wieder höher am Himmel steht. Ratsam ist, Gesicht, Dekolletee und auch die Arme direkter Sonnenbestrahlung auszusetzen. Zwanzig Minuten sind dabei ein guter Zielwert. Wann immer sich in den nächsten Wochen die Möglichkeit bietet, gilt deshalb: Sonne tanken!

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