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Resveratrol: Zellenschutz aus der blauen Traube
Weintrauben
Blaue Trauben enthalten den Pflanzenstoff Resveratrol.

Resveratrol schützt vor Alterskrankheiten
und zerstört Krebszellen

Resveratrol ist ein Pflanzenstoff, der antioxidativ und genregulierend wirkt und mittlerweile bekannt dafür ist, vor Alterskrankheiten zu schützen. Im Tierversuch konnte eine Verlängerung der Lebensdauer nachgewiesen belegt werden.
Resveratrol kommt vor allem im Wein und in roten Weintrauben vor. Die durchschnittlich gute Gesundheit der französischen Bevölkerung im Alter trotz regelmäßigen Rotweinkonsums, das sogenannte "französische Paradox", ist wahrscheinlich zum Teil auf Resveratrol zurückzuführen. Die meisten Wissenschaftler haben bisher die Idee lebensverlängernder Medikamente abgelehnt, nun wurde aber mit Resveratrol ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.

Anfang Juni 2008 wurde das junge Forschungsunternehmen Sirtis an den großen Pharmakonzern GlaxoSmithKline für 720 Millionen US-Dollar verkauft. Sirtis wurde 2004 gegründet, um Medikamente zu entwickeln, die einen Resveratrol-ähnlichen Effekt haben, und insbesondere wie Resveratrol die Sirtuin-Gene aktivieren (siehe dazu unsere Information zu Resveratrol).

Dr. David Sinclair, einer der Gründer von Sirtis meint dazu: "Der Nutzen dieser
Forschung ist so groß, dass die Firma, die in der Entwicklung von Resveratrol-ähnlichen Medikamenten führend ist, an die Spitze der gesamten Pharmabranche aufsteigen und heutige Medizin stark verändern könnte."
Ein Artikel aus der Märzausgabe 2008 der Zeitschrift "Advances in Experimental Medicine and Biology" berichtet, dass Resveratrol bei der Zerstörung von Krebszellen der Bauchspeicheldrüse hilft, in dem es die veränderten Mitochondrien der Krebszellen hemmt. Mitochondrien sind Organellen in der Zelle, die sie mit Energie versorgen. Durch die Störung der Mitochondrien der Krebszellen steht keine Energie mehr für diese zur Verfügung und sie sterben ab.

Dr. Paul Okunieff und seine Gruppe am Universitätsklinikum Rochester behandelten Bauchspeicheldrüsenkrebszellen mit 50 mg/ml Resveratrol, bevor sie bestrahlt wurden. Eine zweite Gruppe Krebszellen bekam nur die Bestrahlung. Die Forscher fanden in den mit Resveratrol behandelten Krebszellen einen Anstieg an freien Radikalen, die häufigste Ursache des programmierten Zelltodes. Die Fähigkeit der Bauchspeicheldrüsenzellen, Verdauungsenzyme auszuleiten führt auch zur Ausleitung von Medikamenten und erklärt die hohe Resistenz von Bauchspeicheldrüsenkrebs gegen Chemotherapie. Die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass diese Resistenz durch Resveratrol abgeschwächt  wird und so gegen die medikamentöse Behandlung sensibilisiert.

In einem anderen Artikel desselben Magazins berichtete die Forschungsgruppe darüber, warum Resveratrol normales Gewebe schützt. Dr. Okunieff kommentiert, "Resveratrol scheint einen therapeutischen Nutzen zu haben, indem es Tumorzellen gegen Strahlentherapie sensibilisiert, dagegen aber normales Gewebe genau vor dieser schützt. [...] Während weitere Studien notwendig sind, zeigt diese Entdeckung jedoch, dass Resveratrol eine vielversprechende Zukunft als Teil der Krebsbehandlung haben wird."

Quelle: Sun W, Wang W, Kim J (2008): "Anti-cancer effect of resveratrol is associated with induction of apoptosis via a mitochondrial pathway alignment", Adv Exp Med Biol. 2008;614:179-86. PMID: 18290328

DGK-Info Resveratrol

Der Pflanzenstoff Resveratrol kommt vor allem in der Haut von blauen Trauben, sowie in geringeren Mengen in Erdnüssen, Himbeeren und einigen anderen Pflanzen vor. Eine groß angelegte Studie zum Alkoholkonsum fand das erstaunliche Ergebnis, dass durch maßvolles Trinken von Rotwein das Sterblichkeitsrisiko für alle Krankheiten bei den Konsumenten etwa 40% erniedrigt war.

Auf diesem Weg kam man auf Resveratrol, und zahlreiche Studien seit den 90er Jahren weisen dem Stoff seitdem unter anderem folgende positive Eigenschaften zu:

  • Starkes Antioxidans
  • Gute Schutzwirkung gegen kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Krebsvorbeugend und chemotherapeutische Effizenz ohne Toxizität
  • Moduliert Entzündungsprozesse und degenerativ-entzündliche Krankheiten

Besonders an Resveratrol ist außerdem, dass es zusätzlich als "genetischer Schalter" wirkt, und die Aktivität von Langlebigkeits-Genen erhöht. Insbesondere erhöht es die Produktion des "Sirtuins" Sirt1. Sirtuine werden nicht nur durch Resveratrol, sondern auch durch eine stark reduzierte Kalorienzufuhr ohne Mangel an Nährstoffen aktiviert. Diese sogenannte kalorische Restriktion ist die am besten erforschte und etablierte Möglichkeit, die maximale Lebensdauer auch im Menschen zu erhöhen.

Das durch kalorische Restriktion und Resveratrol aktivierte Sirt1-Enzym reguliert wichtige Aktivitäten der Zelle und arbeitet direkt an der DNA, um die Aktivität zahlreicher weiterer Gene zu modulieren, und damit einen der kalorischen Restriktion ähnlichen Effekt zu erzielen. Diese Effekte verursachen schließlich Wirkungen wie eine Verminderung von Entzündungsfaktoren, besseren körpereigenen Schutz gegen Krebs und kardiovaskuläre Prävention. Auch vermutet man eine Verbesserung der genomischen Stabilität durch die Arbeitsweise der Sirtuine, jedoch sind deren Auswirkungen noch zu großen Teilen unerforscht.

Es existieren heutzutage Studien, die Ergebnisse durch hohe Dosen zeigen (beispielsweise 14mg/kg zum Schutz des Herzens vor freien Radikalen, was etwa 1g pro Tag im Menschen entspricht).

Man sollte allerdings deswegen nicht übermäßig viel Rotwein trinken, da Weine nur wenige Milligramm an Resveratrol pro Liter enthalten, und da trotz Resveratrol die schädliche Wirkung eines regelmäßigen, sehr hohen Alkoholkonsums nicht gemildert würde. Empfehlenswerter ist die Einnahme einer Nahrungsergänzung mit Resveratrol.

Mittlerweile existieren auch in deutschen Online-Apotheken und Vitaminshops Präparate mit 25 bis 100 mg Resveratrol pro Kapsel, mit denen bereits viele der positiven Wirkungen erreicht werden können. Da die Erkenntnisse zu hohen Dosen Resveratrol noch neu sind, wird zur Prävention empfohlen, sich selbst weiter über dosisabhängige Auswirkungen von Resveratrol zu informieren, und vorerst eine geringe tägliche Dosis zu wählen.

Weitere Informationen: http://www.lef.org/resveratrol
(dort unter "References" zahlreiche Studien zu Resveratrol)

 

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