DGK e.V. -Deutsches Grünes Kreuz e. V., Pneumokokken-Konjugatimpfstoff erhält höchste Technologie-Auszeichnung der USA, National Medal of Technology 2007
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Medizin, Gesundheit, DGK, Deutsches Grünes Kreuz e. V., Pneumokokken-Impfstoff erhält höchste Technologie-Auszeichnung der USA, Wyeth, Dr. Ronald Eby, Dr. Velupillai Puvanesarajah, Dr. Dace Madore, Maya Koster, Konjugatimpfstoff, STIKO, National Medal of Technology
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Pneumokokken-Impfstoff erhält höchste Technologie-Auszeichnung der USA

(Marburg, 21.8.2007) Am 27. Juli 2007 fand die feierliche Zeremonie im Weißen Haus statt, bei der US-Präsident George W. Bush vier Forscher des Impfstoffherstellers Wyeth mit der „National Medal of Technology“ auszeichnete. Die Wissenschaftler Dr. Ronald Eby, Dr. Velupillai Puvanesarajah, Dr. Dace Madore und Maya Koster tragen mit ihrer Forschungsleistung dazu bei, dass Säuglinge und Kleinkinder auf der ganzen Welt vor Pneumokokken-Erkrankungen wie Blutvergiftung, Lungen- und Hirnhautentzündung geschützt werden können.

Mit dem 7-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff ist ein effektives Mittel im Kampf gegen diese Bakterien gefunden worden: Pneumokokken-Erkrankungen sind die häufigste durch Impfung vermeidbare Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte im März 2007, dass die Einbeziehung des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs in nationale Impfprogramme in allen Teilen der Welt dringend notwendig sei. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut seit Juli 2006 die Impfung gegen Pneumokokken für alle Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr.

Was bedeutet Konjugatimpfstoff?
Damit ein Pneumokokken-Impfstoff bereits bei Säuglingen und Kleinkindern wirksam ist, bedarf es einer zusätzlichen Proteinkomponente. Herkömmliche Pneumokokken-Impfstoffe, die nur die bakteriellen Oberflächenmoleküle, so genannte Polysaccharide enthalten, sind bei Kindern unter zwei Jahren wirkungslos. Die Polysaccharide müssen also mit einem Eiweiß gekoppelt („konjugiert“) werden. Auf diese Weise bildet das Immunsystem des geimpften Kindes ausreichend Antikörper und ein Immungedächtnis, um jederzeit die Erreger effektiv bekämpfen zu können.

Wie wird der Konjugatimpfstoff hergestellt?
Die „National Medal of Technology“ würdigt die Innovation, die hinter dem Produktionsprozess des 7-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff steht. Die Herstellung beginnt mit der Fermentation und Reinigung des sogenannten Trägerproteins CRM197. Der Impfstoff enthält die sieben Serotypen, die für etwa 80 Prozent der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen wie Blutvergiftung (Sepsis) und fast 90 Prozent der Fälle von Pneumokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung) bei Kindern unter zwei Jahren verantwortlich sind. Von diesen in separaten Fermentationskesseln gezüchteten Bakterientypen isoliert man die entsprechenden Polysaccharide. Allein der Filtrations- und Reinigungsprozess nimmt für jedes einzelne Polysaccharid eine Woche in Anspruch. Das Ergebnis ist schließlich ein gereinigtes Polysaccharid, das von jeweils einem der sieben Serotypen abstammt.

Da jeweils nur ein Serotyp auf einmal gewonnen werden kann, wird dieser Prozess insgesamt siebenmal zur Herstellung einer Charge des Impfstoffes wiederholt. Im nächsten Schritt werden die Polysaccharide und Proteinträger zur Konjugation zusammengeführt, wobei jedes Polysaccharid chemisch aktiviert und gefiltert werden muss. Um die Rohstoffware des Flüssig-Impfstoffes zu gewinnen, werden die dazu notwendigen sieben separaten Konjugationen anschließend kombiniert.

Insgesamt 230.000 Arbeitsstunden, 17 Tonnen Rohstoffe und 300.000 Liter Wasser werden für die Herstellung einer Charge gebraucht. Zwölf Monate und 5.000 Tests später ist die Herstellung der Impfstoff-Charge schließlich beendet. Allein 300 Qualitätskontrolltests garantieren zu diesem Zeitpunkt die Sicherheit des Impfstoffs.

Weitere Informationen: www.dgk.de

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