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- Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen. Foto: DKFZ
(Heidelberg/Marburg, 06.10.2008) Der Nobelpreis für Medizin wurde heute, 6. Oktober 2008, dem deutschen Tumorforscher, Prof. Dr. Harald zur Hausen, sowie den beiden Entdeckern des HI-Virus, Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier, zuerkannt.
Harald zur Hausen erhält die Auszeichnung für seine grundlegenden Arbeiten zur Krebsentstehung durch Humane Papillomviren (HPV). Er wies nach, dass HPV Gebärmutterhalskrebs auslösen und ermöglichte damit die Entwicklung der HPV-Impfstoffe, die Frauen vor Gebärmutterhalskrebs schützen. Mit Harald zur Hausen hat nach neun Jahren erstmals wieder ein deutscher Wissenschaftler den Medizinnobelpreis bekommen.
Die Französin Françoise Barré-Sinoussi und ihr Landsmann Luc Montagnier isolierten Anfang der 1980er Jahren bei schwer erkrankten Patienten das HI-Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst. Damit wurden die Voraussetzungen für die antiretrovirale Behandlung der Infektion geschaffen.
Der Preis wird am 10. Dezember 2008, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm verliehen.
» mehr über Humane Papillomviren und Gebärmutterhalskrebs...

