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Neue Empfehlungen zum Impfen

STIKO hält an Empfehlung der HPV-Impfung fest

(Marburg, 27.07/12.08.2009) Alljährlich erscheinen Ende Juli im Heft 30 des Epidemiologischen Bulletins die neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, der STIKO. Diesmal gibt es wesentliche Änderungen im Impfkalender für Kinder und Erwachsene und auch sonst das eine oder andere Neue.

„Nimm zwei“ gegen Windpocken
Bislang wurden Kinder mit 11 bis 14 Monaten ein Mal gegen Windpocken geimpft, nur Jugendliche ab 13 Jahren bekamen zwei Impfungen. Nach den neuen Vorgaben der STIKO sollen nun alle Kinder zwei Mal gepikst werden, das zweite Mal mit 15 bis 23 Lebensmonaten. Warum wird dies nun empfohlen? Kleine Kinder, die bisher nur ein Mal geimpft wurden, haben sich in einigen Fällen dennoch mit den Windpockenviren angesteckt. Allerdings verlief die Krankheit dann in der Regel in sehr milder Form mit nur wenigen Pusteln. Mit der nun empfohlenen zweiten Dosis wird der Impfschutz noch sicherer.
Wichtig ist die Windpockenimpfung, weil Komplikationen wie Hirn-, Hirnhaut-, Gefäß- oder Lungenentzündungen verhindert werden, die manchmal im Zuge einer Windpockenerkrankung auftreten. Die häufigste Komplikation ist eine zusätzliche Infektion mit Bakterien, die über die Windpockenläsionen in die Haut eindringen. Dann ist oftmals eine antibiotische Behandlung notwendig.

Keuchhustenimpfung für Erwachsene
Ebenfalls neu ist, dass jeder Erwachsene bei der nächsten fälligen Impfung gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie einmalig einen 3-fach-Kombinationsimpfstoff bekommen soll, der zusätzlich gegen Keuchhusten schützt. Warum das? Wer schon mal Keuchhusten hatte, weiß es: Husten, anfallsweise bis hin zum Erbrechen, wochenlang fühlt man sich elend. Das ist noch die „harmlose“ Variante, wie sie häufig bei Erwachsenen vorkommt. Und doch kann es auch bei ihnen manchmal zu Komplikationen wie Lungenentzündungen kommen, zu Leisten- oder Rippenbrüchen durch die heftigen Hustenattacken. Über 70 Prozent der Keuchhustenpatienten sind über 15 Jahre alt. Das liegt auch daran, dass man alle 10 bis 15 Jahre wieder erkranken kann, denn nur so lange hält die natürliche Immunität an, auch der Impfschutz ist zeitlich begrenzt. Die Bakterien zirkulieren sehr stark in der Bevölkerung, die Ansteckungsgefahr ist groß. Lebensbedrohlich ist Keuchhusten für Säuglinge, sie müssen unbedingt vor der Erkrankung bewahrt werden, bis ihr eigener Impfschutz aufgebaut ist. Selbst geimpft werden sie zwar das erste Mal schon mit zwei Lebensmonaten, aber erst nach der dritten Impfdosis sind sie vor dem Erreger sicher, die vierte Dosis im zweiten Lebensjahr verlängert den Impfschutz dann, bis sie fünf Jahre alt sind. Wird die Bakterienzirkulation in der erwachsenen Bevölkerung mittels einer Impfung stark gesenkt, profitieren indirekt auch die Babys gleich in ihren ersten Lebenswochen davon.

Einen Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten gibt es nicht, deshalb ist es wichtig, bei der nächsten fälligen Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie, die alle 10 Jahre notwendig ist, einen Kombinationsimpftoff gegen Tetanus, Diphtherie, und Keuchhusten (Td-ap) zu bekommen. Fehlt auch noch eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung, kann auch ein Vierfachimpfstoff (Td-ap-IPV) zum Einsatz kommen.

Aufgefrischt gegen Kinderlähmung
Jeder Erwachsene soll irgendwann in seinem Leben eine Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung erhalten haben; diese besteht, wenn man sich erst als Erwachsener impfen lässt, aus zwei oder drei Impfungen (je nach Impfstoff). Jetzt empfiehlt die STIKO, dass jeder zumindest eine weitere Auffrischimpfung erhalten haben soll. Babys werden vier Mal gegen Polio geimpft, da es die Grundimmunisierung mit Kombinationsimpfstoffen für Kleinkinder so vorsieht; Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren bekommen eine Auffrischung. Sie wären demnach also vollständig geimpft. Jeder Erwachsene sollte also checken, ob er Grundimmunisierung und Auffrischimpfung erhalten hat. Darüber hinaus sind weitere Auffrischimpfungen nur noch fällig, wenn Reisen in Polio-Endemiegebiete in Afrika und Asien geplant sind.

Enge Kontaktpersonen gegen Meningokokken impfen
Meningokokken sind Erreger einer sehr gefährlichen Hirnhautentzündung. Auch eine Blutvergiftung, eine Sepsis, können sie auslösen. Wer engen Kontakt zu einem Patienten hat, bekommt vorsorglich Antibiotika, denn die Gefahr, ebenfalls zu erkranken, ist erhöht. Nach den neuen STIKO-Empfehlungen sollen alle, die engen Kontakt zum Patienten haben, zusätzlich gegen Meningokokken geimpft werden. Das geht natürlich nur dann, wenn es eine Erregertyp ist, gegen den es einen Impfstoff gibt. Dies sind Meningokokken vom Typ C, der am zweithäufigsten vorkommt, vom Typ A, W135 oder Y. Gegen den häufigsten Typ B gibt es noch keine Impfung. Liegt eine Erkrankung mit der Serogruppe C vor, empfiehlt die STIKO, ausschließlich mit einem Meningokokken-C-Konjugatimpfstoff zu impfen, bei den anderen Erregern mit einem sogenannten Polysaccharidimpfstoff.

Pneumokokkenimpfung bei Vorerkrankungen
Klarheit gibt es nun auch in der Empfehlung für eine Wiederimpfung mit dem gegen 23 verschiedene Pneumokokken gerichteten Impfstoff. Die Impfempfehlung betrifft alle ab 60 Jahre und Patienten mit chronischen Krankheiten. Nach den neuen STIKO-Empfehlungen sollen Wiederimpfungen nun nach fünf statt nach sechs Jahren erfolgen, allerdings nur bei einer sehr begrenzten Personengruppe: bei Patienten mit bestimmten Immundefekten, wozu auch Patienten ohne Milz gehören, sowie bei chronischen Nierenkrankheiten. Chronisch kranke Kinder erhalten die Wiederimpfung nach drei Jahren. Alle Personen ab 60 Jahre, die nicht zusätzlich unter einer der genannten Erkrankungen leiden, sowie alle anderen chronisch Kranken, zum Beispiel mit Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Lungenproblemen, erhalten nur eine einzige Impfung.

HPV-Impfung bleibt weiterhin empfohlen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt weiterhin unverändert die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahre. Zu diesem Ergebnis ist die STIKO nach Durchsicht der bislang zur Verfügung stehenden Literatur zur HPV-Impfung einschließlich der seit der Impfempfehlung vom März 2007 neu hinzugekommenen Studiendaten gekommen. In der aktuellen Diskussion über den Nutzen der HPV-Impfung haben mehrere deutsche Wissenschaftler unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen im November 2008 den Nutzen der Impfung in Frage gestellt, und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte die STIKO um eine erneute Bewertung der HPV-Impfung gebeten.

Ergebnis: Die verfügbaren Impfstoffe gegen HPV sind zu nahezu 100 Prozent wirksam zur Verhinderung von Infektionen mit HPV 16 und 18 und damit assoziierten Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. Das gilt unter der Bedingung, dass Mädchen und junge Frauen geimpft werden, die noch nicht mit entsprechenden HPV-Typen infiziert sind (Initiates file downloadEpidemiologisches Bulletin 32/2009 vom 10. August 2009).

RKI und STIKO
Das Robert Koch-Institut bietet sämtliche Informationen zum Impfen auf seiner Webseite an Opens external link in new windowwww.rki.de. Zur Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV-Impfung) ist Opens external link in new windowdort auch die aktuelle wissenschaftliche Bewertung der STIKO veröffentlicht. Sie ergänzt die wissenschaftliche Begründung, die im Epidemiologischen Bulletin 12/2007 publiziert worden ist.

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