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Feinstaub, Kaminöfen
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Kaminofen: Behaglichkeit mit Nebenwirkung

Feinstaubbelastung in den Monaten Januar und Februar am höchsten / Quelle vermehrt Kaminöfen und Co.

(Januar 2012) Kamin- und Kachelöfen werden immer beliebter, und das liegt nicht nur daran, dass sie so gemütlich sind. Mehr und mehr Hausbesitzer nutzen den Kamin als Alternative zum Hei-zen mit Öl oder Gas – vor allem in der Übergangszeit. Zwischen 2005 und 2010 wurden mehr als 1,7 Million moderne Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine neu in Betrieb ge-nommen.

Schäden an Herz und Haut
Doch der Trend zum Heizen mit Holz hat laut Deutschem Grünen Kreuz e. V. (DGK) auch  Nebenwirkungen: Beim Verbrennen entsteht unter anderem Staub, der in die Luft gelangt und zu über 90% aus Feinstaub besteht. Die darin enthaltenen sehr feinen, mit dem Auge nicht sichtbaren Partikel, können beim Einatmen bis in die Lunge eindringen und so die Ge-sundheit beeinträchtigen. Dieser Feinstaub wird für viele negative Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die Gesundheit verantwortlich gemacht. Zu den möglichen Folgen gehören die Verstärkung von Allergien und die Zunahme von asthmatischen Anfällen. Erst jüngst wiesen Wissenschaftler in einem deutsch-amerikanischen Forschungsprojekt nach, dass eine erhöhte Feinstaubbelastung Herz- und Gefäßkrankheiten hervorrufen kann. Außerdem stehen die kleinen Partikel im Verdacht, Krebs zu erzeugen und die Hautalterung zu beschleunigen.

Belastung in den Monaten Januar und Februar am höchsten
Gern reden wir von einer „klaren Winterluft“. Doch die gibt es vielleicht seltener als angenommen. Denn: „Die Feinstaubbelastung unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen, und die höchsten Konzentrationen treten in den Wintermonaten auf, in denen durch verstärktes Heizen und höheren Energieverbrauch auch die Feinstaub-Emissionen erhöht sind“, erklärt Ute Dauert, Meteorologin am Umweltbundesamt  im Gespräch mit dem DGK. Erhöht wird die Belastung laut Dauert auch durch die Witterungseinflüsse: „Winterliche Hochdruckwetterlagen mit geringen Windgeschwindigkeiten und einem eingeschränkten vertikalen Luftaustausch begünstigen in den Wintermonaten die Anreicherung von Schadstoffen in den unteren Luftschichten." Das Umweltbundesamt wertet die Daten zur Feinstaubbelastung aus den Messnetzen der Länder und des Umweltbundesamtes jährlich aus.





Betrachtet man die Anzahl der Tage, an denen in den vergangenen Jahren die Tagesmittelwerte den gesetzlichen Grenzwert von 50 ?g/m3 überschritten wurden, so wird deutlich, dass die Monate Januar und Februar regelmäßig die häufigsten Grenzwertüberschreitungen aufweisen.

Aktuelle Auswertung: Mehr Feinstaub im Jahr 2011
In den kommenden Tagen veröffentlicht das Umweltbundesamt die vorläufige Auswertung der Luftqualität für das Jahr 2011. Eines ist, so die Meteorologin, schon jetzt klar: „Die Feinstaubbelastung im Jahr 2011 lag über dem Niveau der vergangenen vier Jahre“.

Luftverschmutzung durch Holzfeuerungsanlagen
Die etwa 15 Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen hierzulande haben einen überraschend großen Anteil an der Feinstaubemission: Sie stoßen insgesamt etwa soviel des gesundheits-schädlichen Staubes aus wie die Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern zusammen!  Seit März 2010 gelten daher neue gesetzliche Regelungen, die dazu beitragen, beim Betreiben von Kamin- und Kachelöfen, Schadstoffe zu vermindern.

Richtiges Befeuern senkt Ausstoß von Feinstaub
Dabei ist Holz – richtig verwendet – ein umweltgerechter Brennstoff. Wer die wichtigsten Grundregeln, wie beispielsweise richtiges Anfeuern oder Regeln der Luftzufuhr  beachtet, kann Gesundheitsrisiken minimieren. Dabei hilft der Ratgeber „Heizen mit Holz” vom Um-weltbundesamt. Er gibt Tipps zum sauberen  Heizen und informiert über gesetzliche Rege-lungen, wie Kamine und Co. schadstoffarm betrieben werden können. Der Ratgeber kann kostenfrei per Mail (uba@broschuerenversand.de ) oder Telefon (01888/305-3355) bestellt, oder im Internet unter www.uba.de/uba-info-medien/3151.html runter geladen werden.


Quellen:
(1) Krishnan Bhaskaran, 20 September 2011: The effects of hourly differences in air pollution on the risk of myocardial infarction: case crossover analysis of the MINAP database; BMJ 343: d5531; doi: 10.1136/bmj.d5531
(2) Pressemitteilung des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden vom11.05.2011:
Feinstaub fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen
(3) A. Vierkötter, 2010: Einfluss von Partikeln aus dem Straßenverkehr auf die extrinsische Hautalte-rung; Hautarzt 61, 538-539
(4) Umweltbundesamt: www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf

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