DGK e.V. -Winterliche Temperaturen können gefährlich werden bei Erkrankungen des Herzens, der Lunge oder auch bei einem Tumor. Beugen Sie vor!
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Kälte: Was chronisch Kranke wissen sollten
Winterweg, Quelle: DGK
Quelle: DGK

(RaIA/dgk) Im Winter haben nicht nur Erkältungskrankheiten Hochsaison: Auch die Anzahl der Herzinfarkte und Angina-pectoris-Anfälle bei Herzpatienten steigt in der kalten Jahreszeit deutlich an. Eine Studie aus Belgien bestätigt nun: Starke Temperatur-schwankungen sind grundsätzlich schlecht für die Herzgesundheit. Die Kälte belastet die Herzkranzgefäße. Die Blutgefäße verengen sich, so dass das Herz gegen einen größeren Widerstand anpumpen muss. Eine typische Situation im Winter: Morgens früh raus aus der gut geheizten Wohnung, um draußen noch schnell Schnee vom Gehweg zu schippen. Für einen gesunden Menschen ist das anstrengend, aber meist nicht gefährlich. Doch wer bereits an einer koronaren Herzerkrankung (KHK) leidet, muss vorsichtig sein. Durch den plötzlichen Temperatursturz können sich die Herzkranzgefäße verkrampfen und Durchblutungsstörungen des Herzens mit einem schmerzhaften Engegefühl in der Brust verursachen. Der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Schmerzen sind Alarmsignale
Eine Studie der Universität Antwerpen zeigt, dass ein Absinken der Temperatur um 10 Grad zu einem Anstieg der Herzinfarktrate um 7 Prozent führt. „Wenn ein bisher Gesunder in die Kälte hinausgeht und plötzlich Schmerzen, einen Druck oder Brennen im Brustkorb verspürt und Atemnot bekommt, ist das ein Warnzeichen“, erklärt der Kardiologe Dr. Frank Sonntag vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung: „Dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der das Herz gründlich untersucht.“ Solche Brustschmerzen dürften keinesfalls als Reizung der Bronchien durch die Kälte verharmlost werden. Sie können Vorboten einer Angina pectoris oder gar eines Herzinfarkts sein. Wer bereits an einer chronischen Herzerkrankung leidet, sollte bei Kälteeinbrüchen starke körperliche Anstrengungen, wie beim Sport oder Schneeschippen, unbedingt meiden. Das vorgeschädigte Herz wird durch den Doppelstress überfordert.

Ausschlaggebend ist dabei nicht die tatsächliche, sondern die gefühlte Temperatur. Eine Temperatur von –3 °C kann bei Gegenwind oder Smog unangenehmer sein als ein windstiller Wintertag mit –5 bis –10 °C. Bei Frostgraden im zweistelligen Bereich ist körperliche Belastung auf das absolut nötige Minimum zu beschränken. Herzkranke sollten schon morgens vor dem Brötchen- oder Zeitungsholen ihre Medikamente eingenommen haben. Ein Akut-Nitrat oder ein Hub Nitrospray wenige Minuten vor dem Verlassen des Hauses entspannt und erweitert die Blutgefäße. Das entlastet das Herz. Bei akuten Beschwerden helfen zwei Hübe Spray unter die Zunge.

Winterluft stresst die Lunge
Die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes wärmen und feuchten die Luft beim Einatmen an. Das ist gerade im Winter wichtig, weil sonst die kalte Luft beim Atmen die Atemwege auskühlt. Gefährlich ist das nicht nur für ältere Menschen und Patienten mit Atemwegserkrankungen, sondern auch für Gesunde, die bei Minusgraden intensiv Sport betreiben. Denn je höher die Anstrengung, desto größer ist auch die eingesaugte Luftmenge. Wer dabei durch den Mund atmet, kühlt schnell seine Bronchien aus. Sogar bei Profisportlern kann es dadurch zu chronischen Entzündungen und Belastungsasthma kommen.

Vor allem Patienten mit Asthma oder COPD (= chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) macht der Winter schwer zu schaffen. Die Bronchien reagieren auf die kalte Luft, indem sie sich zusammen ziehen. Doch nicht nur klirrende Minusgrade, auch winterliches Nieselwetter kann Atembeschwerden auslösen. Denn die winzigen Tröpfchen in der nasskalten Luft enthalten Staubpartikel. Diese können die Atemwege bei Asthma oder chronischer Bronchitis zusätzlich reizen. Lungenkranke sollten deshalb auch bei Nieselregen größere Anstrengungen vermeiden. Ein bis zwei Hübe eines Arznei-sprays vor dem Hinausgehen helfen, die Atemwege zu erweitern und einem Anfall vorzubeugen. Sport ist fast immer gut – aber lieber drinnen.

Wichtig für Krebskranke
Außen kalt und innen überheizt: Trockene Heizungsluft und ständige Temperaturwechsel reizen im Winter die Haut und Schleimhäute. Bei einer Tumorbehandlung können sich zudem durch Chemo-therapie und andere zielgerichtete Therapien die Mund- und Rachenschleimhäute vorübergehend entzünden. Umso wichtiger ist deshalb eine gute Befeuchtung der Raumluft durch Wasserschalen auf der Heizung oder regelmäßiges, kräftiges „Stoßlüften“. Denn ein gutes Raumklima schont die strapa-zierte Haut und Schleimhaut und beugt somit Erkältungen vor.

Schneeschippen: Besser nicht bei Herz-Erkrankungen
Jetzt hat der Winter Einzug gehalten. Herzkranke sollten wissen: Bei Kälte ziehen sich die Arterien zusammen und damit steigt der Blutdruck. Daher können Anstrengungen im Freien riskant sein. Manchmal ist Nachbarschaftshilfe gefragt, zum Beispiel beim Schneeschippen. Mehr

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