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Grippewelle schwappt nun auch nach Europa
(Marburg, 25.01.08) Laut Mitteilungen des europäischen Influenza-Überwachungssystems EISS (European Influenza Surveillance Scheme) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat die Grippewelle Europa erreicht: Österreich, Bulgarien, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, die Schweiz und Großbritannien melden eine erhöhte Influenza-Aktivität. Es wird erwartet, dass sich die Viruskrankheit weiter auf andere Länder ausbreitet. Wer jetzt noch nicht geimpft ist, sollte rasch die noch bestehende Chance nutzen, um noch rechtzeitig einen Schutz aufbauen zu können.
In diesem Jahr wird die Grippewelle offenbar vor allem von dem Influenza-Typ H1N1 verursacht, der im Vergleich zu dem in den Jahren zuvor vorherrschenden Stamm H3N2 zu meist milderen Epidemien führt. Die gute Nachricht ist, dass der derzeit zirkulierende Influenza-Virusstamm durch den Impfstoff abgedeckt ist. Das heißt also: Alle, die mit dem aktuellen Grippeimpfstoff geimpft wurden, sind zu einem hohen Prozentsatz vor einer Erkrankung geschützt.
In den vergangenen Jahren waren durch H1N1 am häufigsten Jugendliche betroffen, in dieser Saison ist es wohl eher die arbeitende Bevölkerung. Dies zeigen zumindest Beobachtungen aus Irland, Spanien, Großbritannien und der Schweiz.
Dennoch sind vor allem ältere und durch chronische Krankheiten vorbelastete Menschen am stärksten gefährdet, schwer und mit Komplikationen, wie etwa einer Lungenentzündung, zu erkranken, betont die ECDC-Direktorin Zsuzsanna Jakab.
Für Deutschland meldet die Arbeitsgemeinschaft Influenza eine noch schwache Aktivität aller erfassten Atemwegserkrankungen, aber eine hohe sogenannte Positivenrate. Das bedeutet, dass bei jeder zweiten untersuchten Probe von Patienten mit einem solchen Infekt ein Influenzavirus nachgewiesen werden kann.
Weiterführende Links:
Arbeitsgemeinschaft Influenza:
http://influenza.rki.de/agi
EISS:
http://www.EISS.org
ECDC:
http://ecdc.europa.eu

