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Impfung gegen die Neue Grippe („Schweinegrippe“)
Der beste Schutz gegen die Neue Influenza ("Schweinegrippe") ist der Impfschutz. Foto: Pixtal

(09.10.09) Seit April dieses Jahres zirkuliert ein neues Influenza-Virus, und das weltweit. Da im Moment die Bevölkerung keine nennenswerte Immunität gegen dieses Virus besitzt und es gut von Mensch zu Mensch übertragbar ist, sind die WHO-Kriterien für eine Pandemie erfüllt.

Das veranlasste die Behörden aller Länder, über Impfempfehlungen und die Beschaffung von Impfstoff zu entscheiden. Die Pandemie-Impfstoffe sind bei der europäischen Zulassungsbehörde EMEA zugelassen worden und werden im Laufe des Monats Oktober verfügbar sein.

Am 8. Oktober veröffentlichte die Impfkommission STIKO die Empfehlungen für Deutschland:

„Die Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) sollte in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe in folgender zeitlicher Reihenfolge und Abstufung erfolgen: Mit der Impfung der Indikationsgruppen 1, 2 und 3 sollte bei Verfügbarkeit der Impfstoffe sofort begonnen werden:

1.    Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material

2.    Personen im Alter ab 6 Monate mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z. B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Malignome, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische und neuromuskuläre Grundkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte mit T- oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion

3.    Schwangere (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen.

4.    Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle für ungeimpfte Risikopersonen (s. 2. und 3. und Säuglinge unter 6 Monaten) sein können

5.    alle übrigen Personen ab dem Alter von 6 Monaten bis 24 Jahre

6.    alle übrigen Personen im Alter von 25 bis 59 Jahre

7.    alle übrigen Personen ab 60 Jahre


Die STIKO ist sich bewusst, dass die Datenlage für die Empfehlung derzeit begrenzt ist, sich diese aber kurzfristig nicht verbessern lässt. Sie kann es allerdings nicht vertreten, eine Empfehlung hinauszuzögern.

„Ein solches Abwarten wäre gleichbedeutend damit, in klarer Erwartung einer epidemischen Gefahr auf den Einsatz eines zugelassenen Impfstoffes im Rahmen seines Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprofils zu verzichten und somit zusätzliche schwere und tödliche Infektionen im Herbst und Winter 2009/2010 in Deutschland in Kauf zu nehmen.“

Es ist nicht vorhersehbar, wie sich die Pandemie weiter ausbreitet, ob und wie sich das Virus verändert und sich möglicherweise aggressivere Krankheitsverläufe entwickeln. Daher wird die STIKO-Empfehlung einer fortlaufenden Anpassung unterliegen, wenn es die Situation erfordert. Die ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) mit Sitz in Stockholm prognostiziert aufgrund aktueller norwegischer und englischer Daten sowie Daten aus den vergangenen Pandemien, dass schätzungsweise 30 Prozent der europäischen Bevölkerung an der Neuen Influenza erkranken könnten. 0,6 bis 1 Prozent der Infizierten müssten in der Folge in eine Klinik eingewiesen werden.

Als oberste Ziele gegen die Ausbreitung der Influenza A (H1N1)-Pandemie, zu denen auch die vorbeugende Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) gehört, sieht die STIKO in der:

  • Senkung der durch die Neue Influenza A (H1N1) verursachten Anzahl der Erkrankungen in der Bevölkerung und der Sterblichkeit (klinisch-medizinisches Ziel)

sowie in der

  • Verlangsamung der Virusausbreitung (epidemiologisches Ziel), das bei Erreichen des Zieles wiederum zu einer Senkung der Krankheitslast führen kann.

Nutzen-Risiko-Bewertung
Daten insbesondere aus den USA, Kanada und Australien haben gezeigt, dass Personen mit chronischen Grundkrankheiten sowie Schwangere und Wöchnerinnen im Falle einer Erkrankung an Neuer Influenza A (H1N1) ein mehrfach erhöhtes Risiko für einen schweren bzw. tödlichen Krankheitsverlauf gegenüber Personen ohne derartige Risikofaktoren haben und deshalb vordringlich geimpft werden sollten.

Als dringlich erachtet wird ebenfalls die Impfung von Beschäftigten in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material – zu ihrem eigenen Schutz und dem ihrer Patienten.

Alle bisher verfügbaren Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der pandemischen Impfstoffe sprechen gegen eine besondere Nebenwirkungsträchtigkeit dieser Impfstoffe. Für Schwangere liegen jedoch bislang keine Daten zur Sicherheit der adjuvantierten pandemischen Impfstoffe vor, so dass diese bis zum Vorliegen weiterer Daten mit nicht-adjuvantierten Spaltimpfstoffen geimpft werden sollten, die prinzipiell mit den saisonalen Grippeimpfstoffen vergleichbar sind. In den USA und Kanada besteht eine generelle Impfempfehlung gegen die saisonale Influenza bei Schwangeren, so dass es hier langjährige Erfahrungen mit der Verimpfung von saisonalen Influenza-Impfstoffen bei Schwangeren gibt.

Außerdem weist die STIKO darauf hin, dass aufgrund eines möglichen zeitgleichen Auftretens von saisonalen Influenzaviren neben der Vorbeugung gegen die Neue Influenza A (H1N1) auch Impfungen gegen die saisonale Influenza notwendig sind. Sie weist auch darauf hin, dass für gefährdete Personen wie etwa chronisch Kranke und alle ab 60 Jahre ein Impfschutz gegen Pneumokokken empfohlen ist, da Pneumokokken-Erkrankungen häufig infolge einer Influenza auftreten. Diese Impfung wird einmalig gegeben und nur bei Patienten mit einem chronischen Nierenleiden oder einem schweren Immundefekt im Abstand von fünf Jahren wiederholt.

Weiterführende Informationen:
www.rki.de
www.pei.de


"Schweinegrippe": Informationen für Bürger

  • Bürger-Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit: 030 346 465 100

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