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Parasiten schaden Tier und Mensch
(Marburg, 15.04.08) In Europa können Hunde und Katzen von einer Vielzahl verschiedener Würmer infiziert werden. Nicht alle Helminthen, so der Fachbegriff für Würmer, sind für das Tier oder seine Besitzer gefährlich. Doch gibt es Wurmarten, die schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen können und auf den Menschen übertragbar sind. Der Tierarzt spricht hier von Zoonosen.
Typisches Beispiel einer solchen Zoonose sind die von Bandwürmern verursachten Krankheiten. Bandwurmlarven können die Leber des Menschen befallen und dann langsam und für lange Zeit unbemerkt das Organ zerstören. Eine Heilung ist in den meisten Fällen nicht möglich.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, raten Tierärzte, wie die Ahlenerin Silke Ellerkamp, zu regelmäßigen Wurmkuren: „Ich empfehle, in der Familie lebende Tiere viermal im Jahr zu entwurmen“. Ein- oder zweimalige Behandlungen pro Jahr reichen nach aktuellen Erkenntnissen der europäischen, veterinärparasitologischen Organisationen, ESCCAP, nicht aus, um das Tier umfassend zu schützen.
„Sogar eine monatliche Entwurmung des Haustieres kann in Einzelfällen nötig sein“, weiß die erfahrene Tierärztin. Ein Hund oder eine Katze, die sehr jung oder bereits recht alt sind, sowie Tiere, die sich häufig unbeobachtet in der Natur aufhalten, benötigen eine größere Aufmerksamkeit. Ellerkamp rät: „Schützen Sie sich und Ihr Haustier durch ausreichende Prävention“.

