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Hand aufs Herz - Deutschland wird Lebensretter!
Quelle: giz-Fotolia

Jährlich sterben in Deutschland 5.000 Menschen an einem Herzstillstand, weil Anwesende nicht helfen - das soll sich jetzt ändern.

(Marburg, 23. September 2013) Deutschland braucht mehr Ersthelfer, denn die aktuelle    Bilanz ist alarmierend und beschämend:
Nur 15 Prozent der Bundesbürger helfen im Ernstfall. Dass es auch anders geht, zeigen unsere Nachbarn in den Niederlanden und Skandinavien: Dort liegt die Rate bei über        60 Prozent. Wenn eine Reanimation begonnen wird, kann laut Deutschem Reanimationsregister in 50 Prozent der Fälle der Kreislauf wieder hergestellt werden.



Quelle: koszivu_FotoliaHerzstillstand – jetzt zählt jede Sekunde
Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. In 70 Prozent der Fälle geschieht der Kollaps zu Hause. Anwesend – und damit potentielle Helfer – sind oft Angehörige oder Freunde. Mit bis zu 100.000 Fällen pro Jahr ist der plötzliche Herztod eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. Dabei ist es gerade bei einem Herzstillstand unerlässlich, schnell zu handeln: Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt – es treten unwiderrufliche Schäden auf. Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend erhöhen.

Leben retten ist einfach – jeder kann es
Der Grund für die Tatenlosigkeit ist Unwissenheit und die Angst, etwas falsch zu machen. Viele Menschen sind im Ernstfall überfordert, weil sie zuerst an die stabile Seitenlage oder den Wechsel zwischen Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung denken. Dabei kann Wiederbelebung so einfach sein: „Prüfen, Rufen, Drücken sind drei leicht zu merkende Schritte bei einem Herzstillstand: Reaktion und Atmung checken, Notruf 112 wählen und die Herzdruckmassage sofort beginnen. So kann die Überlebenschance verdoppelt bis verdreifacht werden“, ermutigt Prof. Dr. Dr. Hugo Van Aken, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Jeder kann helfen: Eine Herzdruckmassage als wichtigste Maßnahme kann jeder durch-führen (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) // Quelle: Initiative „Ein Leben retten“


Mit der „Woche der Wiederbelebung“, welche im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ vom 16.9. bis 22.9.2013 stattfand, wollen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) in Kooperation mit dem German Resuscitation Council (GRC) das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer stärken – und damit Leben retten. Bundesweite Aktionen sorgten hier für Aufklärung und praktische Tipps rund um das Thema Wiederbelebung und Erste Hilfe.

Weitere Informationen sowie Plakate und Schulungsmaterial gibt es kostenfrei als Download auf Opens external link in new windowwww.einlebenretten.de.

 

Die 5 häufigsten Fragen: Helfen statt Hoffen!

Ist eine Mund-zu-Mund-Beatmung notwendig?
Nein, das ist nicht die entscheidende Maßnahme bei Menschen mit plötzlichem Herzstillstand! Lebensrettend ist die Herzdruckmassage. Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind, dann tun Sie es - zur Erinnerung: 30mal drücken und danach zweimal beatmen. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel gewonnen!

Ist bei einem Herzstillstand die stabile Seitenlage wichtig?
Nein, denn der Betroffene kann auf diese Weise weder beatmet werden, noch kann der Ersthelfer ihn wiederbeleben. Der Ersthelfer sollte bei einem Herzstillstand gleich mit der Herzdruckmassage beginnen.

Kann ich Schaden anrichten, wenn ich etwas falsch mache?
Die alte Begründung ‚Ich habe den Menschen nicht angefasst, weil ich nichts falsch machen wollte…’ ist überholt, denn man kann eigentlich nichts falsch machen! Bei einem Herzstillstand ist es immer richtig, zumindest die Herzdruckmassage durchzuführen.

Kann ich rechtlich belangt werden, wenn ich etwas falsch mache?
Diese Befürchtung ist grundlos! Der Gesetzgeber schützt den Ersthelfer: Auch wenn durch Erste-Hilfe-Leistungen gesundheitliche Beeinträchtigungen, beispielsweise bei einer Herz-Druck-Massage ein Rippenbruch, entstehen, drohen Ersthelfern keine rechtlichen Konsequenzen.

Wo und wie schnell muss ich bei der Herzdruckmassage drücken?
Drücken Sie fest in der Mitte des Brustkorbs mindestens 100 Mal pro Minute, das entspricht einem Disco-Beat. Denken Sie also an einen Song, wie z. B. „Stayin` Alive“ von den BeeGees oder „Rock Your Body“ von Justin Timberlake. Sie haben den Rhythmus einer Herzdruckmassage. Wechseln Sie sich mit anderen Ersthelfern ab.


Q
uellen:

(1) Pressemitteilung der Aktion „Ein Leben retten – 100 Pro Reanimation“ vom 19.6.2013
(2) Erste-Hilfe-Umfrage von DRK und ADAC, Pressekonferenz in Berlin am 19.03.2013 mit
Prof. Dr. med. Peter Sefrin, Universität Würzburg, Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes
(3) Reanimation: Aus Laien kundige Ersthelfer machen; Deutsches Ärzteblatt online vom 16.9.2013

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