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Gleichgewicht halten ist eine Herausforderung für Jung und Alt
Quelle: The Photos / Fotolia

(Marburg, 18. September 2012) Hautaufschürfungen, Prellungen, blaue Flecken und im schlimmsten Fall Knochenbrüche können Folgen eines Sturzes sein. Aus Kindertagen kennt jeder die schmerzhaften Erfahrungen, denn erst nach und nach lernen Kinder die Kunst des Gleichgewicht-haltens. Leider sinkt im Alter diese Fähigkeit wieder, und die Sturzanzahl steigt an. Stürze sind die häufigsten Fälle in der ärztlichen Notaufnahme, vor allem bei Kindern bis sechs Jahren und Senioren.

Als Grund für einen Sturz werden oft äußere Gegebenheiten wie unebene oder rutschige Bodenoberflächen, versperrte Wege, unsichere Klettergerüste oder herumliegende Hindernisse angegeben. Die eigentliche Ursache des Fallens liegt jedoch häufig in unserer Gleichgewichtsfähigkeit, die der Körper durch Muskelstärke und Haltungskontrolle reguliert. Während sich diese bei Kindern erst noch vollständig entwickeln, nehmen sie bei Senioren mit zunehmendem Alter immer mehr ab. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen dem Alter und der geringen Gleichgewichtsfähigkeit bzw. der hohen Sturzanzahl. Während unserer Lebensmitte sind Haltungskontrolle und Muskelkraft hingegen optimal entwickelt, sodass uns auch ein kurzzeitiges Ungleichgewicht nicht umwirft, sondern wir uns ohne Probleme wieder „ins rechte Lot rücken“ können.
Sturzverletzungen können langwierige Folgen haben, wie beispielsweise Kopfverletzungen oder Knochenbrüche. Das kann dramatisch sein, denn für Senioren hängt von der körperlichen Aktivität oft ein selbstständiges Leben ab. Aber auch bei Kindern können schwerwiegende Verletzungen zu Verzögerungen in der Gleichgewichtsentwicklung führen oder sogar die Mobilität dauerhaft beein-trächtigen.

Doch wie können Stürze aktiv vermieden werden? Zunächst gilt es die Umgebung auf Gefahren zu prüfen, diese zu mildern oder zu entfernen. Treppengitter oder Eckenschützer bieten Kindern mehr Sicherheit, und Senioren helfen oft Griffe oder Halterungen. Um die Haltungskontrolle und Muskel-stärke zu verbessern, ist Bewegung für Jung und Alt gefragt. Die Art der Sturzprophylaxe kann dabei sehr vielseitig gestaltet werden und ist abhängig von den Vorlieben des Einzelnen. Eine neue Studie (1) zeigt: Einfach mal einen Einbeinstand machen, sich seitwärts bewegen oder um die eigene Achse drehen sind leichte und effiziente Methoden, die gerade Senioren gut in den Alltag integrieren können. Am besten werden die täglichen Miniübungen um ein aktives Programm ergänzt, dass Muskelkraft und Ausdauer stärkt. Dazu können Kippbretter, Therapiekreisel oder die Kombination mehrere Geräte aus dem Sportunterricht (z. B. Floß aus Matten und Bällen) eingesetzt werden. Für Kinder – und auch Senioren – eignen sich zur Sturzprophylaxe ebenso moderne Sportarten wie Inline-Skaten, Slacklining (Balancieren auf einem Gurtband) oder die Kampfkunst des Thai Chi. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Neu jedoch sind Programme, die ein gemeinsames Training von Enkeln und Großeltern zum Ziel haben. Zusammen im Gleichgewicht bleiben motiviert und macht auch einfach mehr Spaß!

Quellen:

  1. Müller T.: Gleichgewichtstraining. Öfter mal auf einem Bein stehen – das verhindert Stürze. Internet: http://www.springermedizin.de/oefter-mal-auf-einem-bein-stehen--das-verhindert-stuerze/3186250.html

  2. Clemson L.,Fiatarone Singh M., Bundy A., Cumming R., Manollaras K., O’Loughlin P., Black D.: Integration of balance and strength training into daily life activity to reduce rate of falls in older people (the LiFE study): randomised parallel trial. BMJ 2012, 345: e4547

  3. Bischoff A.: Bewegung im Alter. Richtiges Training bewahrt Senioren vor Stürzen. MMW-Fortschr.Med. 2012, 154 (3): 33

  4. kindersicherheit.de/pdf/2011DatenFakten.pdf, Homepage von der Bundesarbeits-gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.

  5. Baumann H.: Mut tut gut. Mobile. Beilage mobilepraxis Nr. 36. 2007 (06)

  6. Granacher U., Muehlbauer T., Gollhofer A., Kressig R., Zahner L.: An intergenerational approach in the promotion of balance and strength for fall prevention – a mini review. Gerontology 2011, 57: 304-315

  7. Seeber G., Zalpour C.: Auswirkungen des “Slacklinings” auf die Gleichgewichtsfähig-keiten von Senioren. Prävention Gesundheitsförderung 2012, 7: 30-35

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