DGK e.V. -Im Herbst suchen Spinnen auch in Häusern Unterschlupf. Doch keine Angst: Bisse durch die Hausgenossen sind selten und recht harmlos, wie neue Studien bestätigen.
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Gefährlichkeit von Spinnen wird völlig überbewertet
Im Herbst suchen Spinnen auch in Häusern Unterschlupf. Doch keine Angst: Bisse durch die Hausgenossen sind selten und recht harmlos, wie neue Studien bestätigen.
Wer eine Spinne in der Wohnung findet, sollte sie zurück in die Natur bringen // Quelle: Troyka - Fotolia

Im Herbst suchen Spinnen auch in Häusern Unterschlupf. Doch keine Angst: Bisse durch die Hausgenossen sind selten und recht harmlos, wie neue Studien bestätigen.

(Marburg, 11. Oktober 2013) Spinnen – Vielen graust es alleine schon bei dem Gedanken, einem der schwarzen Achtbeiner in der Wohnung zu begegnen. Gerade in den Herbst-monaten kommen die Tiere gern in menschliche Behausungen, um der zunehmenden Kälte zu entfliehen.


Für alle, die vor den Bissen ihrer ungebetenen Gäste Angst haben, kann Entwarnung gegeben werden. Schweizer Forscher sind den Spinnenbissen auf den Grund gegangen. Das Ergebnis der Unter-suchung zeigte: Die Gefährlichkeit von Spinnen wird sowohl von Ärzten als auch von Laien vollkommen überbewertet.

Ausgewertet wurden Daten von allen Schweizer Hausärztinnen und -ärzten zu Spinnenbissen, die dem Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrum gemeldet worden waren. Insgesamt wurden lediglich 14 Spinnenbisse registriert, die von fünf einheimischen Arten wie etwa der Hauswinkelspinne stammten. Verglichen mit der Anzahl Spinnenarten, die in Europa leben, ist die Zahl der Bisse damit sehr gering: In Europa sind 4500 Spinnenarten heimisch, in Deutschland und der Schweiz sind es etwa 900. Zudem riefen alle Bisse nur leichte Symptome hervor, wie schwache Schmerzen, Rötungen und Schwellungen.

Ganz anders sieht das bei Stichen von Wespen und Bienen aus. Laut Wolfgang Nentwig vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern sterben wegen allergischer Reaktionen auf Wespen- oder Bienengift in Europa mehrere Menschen pro Jahr, während weltweit seit 50 Jahren kein einziger Todesfall wegen einer giftigen Spinne registriert wurde – auch nicht in Ländern wie Brasilien oder Australien, wo die gefährlichsten Spinnen beheimatet sind.

Bleibt die Frage, warum so viele Menschen Angst vor den Tieren haben. Manche Fachleute glauben, dass uns die Angst vor Spinnen angeboren ist. Doch wahrscheinlicher ist ein psychologischer Erklärungsansatz: Spinnen entsprechen überhaupt nicht dem, was wir gerne als Kuscheltier bezeichnen. Sie sind uns vollkommen fremd. Experten aber haben beobachtet, dass Menschen umso mehr Angst vor einem Tier haben, je mehr es vom menschlichen Schema abweicht.

Wer eine Spinne im Haus findet, sollte sie dennoch nicht mit dem Staubsauger aufsaugen, sondern sie lieber mit einem Glas zurück in die Natur setzen. Die Tiere sind praktische Helfer und fressen lästige Insekten wie Fliegen und Mücken – auch im Haus.

Quellen:

Wolfgang Nentwig, Markus Gnädinger, Joan Fuchs, Alessandro Ceschi: A two year study of verified spider bites in Switzerland and a review of the European spider bite literature, Toxicon, 22. August 2013, 73, 104–110;
www.aerzteblatt.de/nachrichten/55599/Spinnenbisse-viel-weniger-gefaehrlich-als-angenommen

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