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Fragen und Antworten rund um das Fasten
Fasten kann ein Genuss sein, wenn man die Muße hat, sich ganz darauf einzulassen. Foto: fotoexodo - Fotolia

In der Zeit bis Ostern wird traditionell gefastet. Die meisten Menschen praktizieren ein sogenanntes „Teilfasten“. Gemeint ist damit der zeitweise freiwillige Verzicht auf Fleisch, Süßigkeiten, Alkohol oder Fernsehen. Doch immer populärer wird auch das Fasten im engeren Sinne, der befristete Verzicht auf feste Nahrung. Dieses Fasten hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Körper, soll heilsame Prozesse in Gang setzen und zu innerer Ruhe und Klarheit führen. Wer mit dem Gedanken spielt, das Fasten selbst einmal auszuprobieren, hat viele Fragen. Einige der häufigsten möchten wir an dieser Stelle beantworten.

Wie viele Kalorien darf man beim Fasten täglich zu sich nehmen?

Die Leber beginnt nach einiger Zeit damit, die Fettreserven im Körper zur Energiegewinnung heranzuziehen. Dieser Leberstoffwechsel, und damit viele heilsame Prozesse im Körper, kommt erst in Schwung, wenn man unter 500 Kalorien täglich zu sich nimmt. Deshalb sollte man bei der Kalorienaufnahme, z. B. durch Saft, unter 500 Kalorien bleiben.

Müssen während des Fastens Vitamin- und Mineralstoffpräparate zugeführt werden?

Nein. Selbst für eine Fastendauer von bis zu vier Wochen ist bei Menschen mit ausgewogenem Ernährungsstatus eine Mikronährstoffergänzung in der Regel nicht notwendig. Außerdem werden beim Buchingerfasten durch gute Frucht- und Gemüsesäfte täglich Vitamine und Mineralstoffe zugeführt.

Werden beim Fasten Muskeln abgebaut?

Man sollte keine Nulldiät machen, denn dabei wird tatsächlich auch die Muskulatur abgebaut wird. Bei dem üblichen Fasten allerdings, bei dem man in Form von z. B. Saft oder Brühe eine geringe Menge an Kohlenhydraten zu sich nimmt, und bei gleichzeitiger Bewegung baut man keine nennenswerte Mengen an Muskulatur ab. Studien und Erfahrungen zeigen, dass während des Fastens die körperliche Leistungsfähigkeit steigen kann, vor allem bei gleichzeitigem leichtem Ausdauertraining.

Verursacht Fasten eine Übersäuerung?

Während des Fastens kann aufgrund der Energiegewinnung aus Fett der Urin durch die Stoffwechselprodukte deutlich sauer werden. Das Blut bleibt aber neutral, jedenfalls, wenn nach Buchinger gefastet und ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Gichtpatienten müssen aber aufpassen und sollten daher nur unter fachkundiger Aufsicht fasten.

Wirkt Fasten wirklich „entschlackend“?

Zunächst einmal: Als Schlacke wird in der Feuerungstechnik Asche bezeichnet, die so stark erhitzt wurde, dass sie zuerst zähflüssig und schließlich beim Abkühlen gesteinsartig fest wird. Diese harten Verbrennungsrückstände backen am Ofen fest und können die Funktion desselben beeinträchtigen.

Als Otto Buchinger im Jahr 1935 den Begriff „entschlacken“ im Zusammenhang mit der Fastentherapie verwendete, war den Menschen der damaligen Zeit das Wort „Schlacke“ als Bezeichnung für die unverbrannten Rückstände der Kohleöfen vertraut. So entstand für einen gestörten Stoffwechsel der bildhafte Vergleich eines Ofens, der erst dann wieder zieht, wenn er von seinen Schlacken befreit ist.

Ein wirkliches Pendent dazu gibt es im menschlichen Körper nicht, der Begriff ist also vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet nicht passend. Auch das „Ausleiten" schädlicher Stoffe ist nur schwer möglich. Dennoch gibt es im Körper Mechanismen, um Schädliches auszugleichen. Diese Prozesse können durch eine Fastentherapie gefördert werden.

Ist Fasten nicht wider unsere Natur?

Nein, eigentlich ist Fasten für den Menschen nichts Ungewöhnliches. Seit Beginn der menschlichen Geschichte gab es Zeiten, in denen wenig Nahrung zur Verfügung stand. Sei es, weil Ernten schlecht ausfielen, Kriege wüteten oder bei der Jagd keine Beute gemacht werden konnte. Seit Jahrtausenden hat sich unser Stoffwechsel an diese mageren Zeiten angepasst – und kann damit möglicherweise besser umgehen als mit ständigem Nahrungsüberfluss. Jedenfalls gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Untersuchungen, die nahelegen, dass Fasten unter bestimmten Umständen einen lebensverlängernden Effekt haben könnte.

 

Fasten „light“ im Alltag statt „All you can eat“
Eine kalorienreduzierte Kost hat Affen neueren Studie zufolge vor Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem Abbau der Hirnsubstanz geschützt. Doch nicht nur das, die Tiere lebten auch länger als ihre Artgenossen in der Vergleichsgruppe. Letztere ernährten sich so, wie wir es heute hierzulande tun: Sie durften essen, soviel sie wollten. Mehr

 

Fastenrekorde im Tierreich
Einen der Rekorde im Fasten hält der Königspinguin. Er ist in der Lage, mehrere Monate bei antarktischer Kälte ohne Zufuhr von Nahrung zu verbringen.

Wechselwarme Tiere können noch besser ohne Nahrung auskommen: Leisten- und Nilkrokodile können bis zu einem Jahr ohne Futter überleben. In dieser Zeit zehren die Tiere von den Fettreserven in ihrem Schwanz. Der australische Laubfrosch Cyclorana alboguttata fastet während der Trockenzeit 10 Monate im Boden eingegraben, bis die nächste Regenzeit kommt. Bleibt der Regen aus, kann es schon einmal vorkommen, dass die Tiere über mehrere Jahre ohne Nahrungsaufnahme im Boden überdauern.

 

 

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