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Früherkennung: Psychose-Karriere abwenden
Foto: LUO810

Eine Psychose entwickelt sich nicht von heute auf morgen, sie kündigt sich an. Warnzeichen können Misstrauen, Konzentrationsstörungen oder Antriebslosigkeit sein. Diese sind jedoch selbst für Experten schwer zu deuten. Das könnte sich bald ändern: In einem von der EU geförderten Forschungsprogramm wird ein Früherkennungs-System entwickelt, mit dessen Hilfe psychotische Erkrankungen bereits erkannt werden können, bevor sie ausbrechen.

Früherkennung mit hohem Nutzen

Das wäre ein riesiger Fortschritt, denn eine frühzeitige Behandlung, wie beispielsweise durch eine Verhaltenstherapie, kann das Ausbrechen der Psychose oftmals verhindern oder zumindest den Erkrankungsverlauf deutlich abmildern. Vielen Menschen bliebe damit ein leidvoller Krankheitsweg und der Rückzug aus dem sozialen Leben erspart.

Doch noch ist dies Zukunftsmusik: Bei einem Großteil der Patienten mit psychotischen Erkrankungen verstreichen mehrere Jahre zwischen dem Auftreten erster Krankheitszeichen und dem Kontakt mit professionellen Helfern.

Das neue Früherkennung-Instrument „PRONIA“ soll das langfristig ändern. Es kombiniert Daten aus neuropsychologischen und neurokognitiven Tests mit bildgebenden Verfahren, genetischen Untersuchungen sowie ergänzenden Interviews. Die an dem Projekt beteiligten Mediziner schätzen, dass PRONIA den Ausbruch der Krankheit mit bis zu 90 Prozent Genauigkeit vorhersagen kann.

Psychose-Karriere abwenden

„Das Interesse an innovativen diagnostischen Möglichkeiten ist riesig“, erläutert Privatdozent Dr. med. Nikolaos Koutsouleris von der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München und wissenschaftlicher Koordinator des Projekts.

„Die Betroffen können frühzeitig Klarheit über die Wertigkeit ihrer Symptome bekommen. Sie erfahren, wie hoch ihr individuelles Risiko ist, an einer Psychose zu erkranken. Durch eine Verhaltenstherapie können Personen mit hohem Risiko frühzeitig und präventiv behandelt werden, wodurch das Erkrankungsrisiko deutlich gesenkt werden kann“, so der Mediziner.

Psychische Störungen können jeden treffen

Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zeigen, dass etwa jeder dritte Erwachsene im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung erkrankt. Etwa 30 Prozent der Erkrankungen nehmen einen chronischen Verlauf.

Psychotische Erkrankungen treten oft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 35 Jahren erstmals auf, wobei 75 bis 90 Prozent aller Patienten vor Ausbruch der Erkrankung unter Frühsymptomen leiden.

Früherkennung jetzt schon nutzbar: Studienteilnehmer gesucht

Es wird noch Jahre dauern, bis PRONIA bei niedergelassenen Neurologen und Psychiatern für die breite Bevölkerung zur Verfügung steht. Dennoch können Interessierte die Früherkennung im Rahmen der Studie jetzt schon nutzen.

Für die PRONIA-Studie werden Teilnehmer zwischen 15 und 40 Jahren gesucht, die

- in den letzten 2 Jahren an einer Psychose oder Depression erkrankt sind.
- erste Anzeichen eines erhöhten Erkrankungsrisikos zeigen (z. B. sozialer Rückzug,
  Konzentrationsstörungen, vermehrtes Misstrauen, Veränderungen der Wahrnehmung, Lust- und
  Antriebslosigkeit).
- oder als gesunde Kontrollpersonen an der Studie teilnehmen wollen.

Kontaktaufnahme
München (muenchen@pronia.eu, Tel. 089-4400 55885); Köln (koeln@pronia.eu, Tel. 0221-478 4042); Basel (basel@pronia.eu, Tel. 0041-61-325 53 32)

Weitere Informationen im Internet
www.pronia.eu/help-seekers/fuer-hilfesuchende-und-angehoerige/.

 

Quellen:
(1)  
Digitale Pressemappe zur Pressekonferenz „Psychotische Erkrankungen: Ein Tabuthema, das jeden Bürger betreffen kann - Diagnose-Tool PRONIA soll Psychosen früh erkennen“ am 28. Januar 2015 im PresseClub München http://www.journalistenakademie.de/dossierbeitrag.php?b=3372
(2)   Rasterfahndung nach Psychosen; NetDoktor.de http://www.netdoktor.de/magazin/rasterfahndung-nach-psychosen/
(3)  
PRONIA Projekt-Homepage
http://www.pronia.eu/help-seekers/fuer-hilfesuchende-und-angehoerige/

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu
Daniel geht es nicht gut und er kann nicht schlafen. Seine Eltern streiten mal wieder. Die morgige Mathearbeit wird er sicher verhauen, so wie er auch sonst überall versagt. Er dreht sich unruhig in seinem Bett herum, sagt sich immer wieder, dass einen Verlierer wie ihn sowieso niemand braucht und zieht sich die Decke über den Kopf. Sein Arm schmerzt, denn gestern hat er sich geprügelt - mit zwei Jungen, die ihm gar nichts getan haben. Und morgen soll er zum Schuldirektor, um sein Verhalten zu erklären - doch das kann er nicht. Er weiß ja selbst nicht, was mit ihm los ist. Mehr

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